Finnischer Banker

Hanse-Währung als Alternative zum Euro

14. Jänner 2011, 11:22

Der Topmanager einer finnischen Bank sinniert über einen nordeuropäischen Währungszusammenschluss

Helsinki - Der Topmanager einer finnischen Bank gibt dem Euro noch zwei Jahre und sinniert über verschiedene Möglichkeiten zu einem nordeuropäischen Währungszusammenschluss, darunter eine "nordeuropäische Hanse-Valuta". Der Kapitalverwaltungsdirektor der "Alandsbanken", Stefan Törnqvist, schrieb am Freitag im schwedischsprachigen "Hufvudstadsbladet", er glaube mit 80 Prozent Sicherheit, dass der Euro zusammenbrechen werde. Er sei sich jedoch dessen bewusst, damit eine Minderheitsmeinung zu vertreten.

Törnqvist begründet seine Ansicht damit, dass Deutschland "nicht in alle Ewigkeit" bereit sein werde, am meisten Geld in den krisengeschüttelten Euro hineinzupumpen: "Ich bin sicher, dass große Entscheidungsträger irgendwo in einem Hinterzimmer sitzen und darüber beraten, was zu tun ist." In etwa zwei Jahren, glaubt er, müsste die Zeit für eine neue Weichenstellung reif sein.

Als Alternative für Nordeuropa sieht der finnische Banker neben der erwähnten Neuschaffung eine Rückkehr zur Idee einer gemeinsamen "Krone", wie sie von Dänemark, Schweden und Norwegen Ende des 19. Jahrhunderts in Form der Skandinavischen Währungsunion schon einmal versucht wurde. Auch eine Rückkehr zur Finnischen Mark, analog zum Wunsch vieler Deutscher nach einer Wiederauferstehung der D-Mark, hält Törnqvist für nicht ausgeschlossen. (APA)

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Mostbluzza
00
17.1.2011, 16:03
wie kommt er drauf,

dass er eine einzelmeinung hat?

Investoren europäischer Staatsanleihen sollten sich nach Meinung von Pimcos CEO Mohammed El-Erian auf einen Haircut einstellen.

Der Telegraph zitiert den Chefökonomen bei Zurich Financial Services, Daniel Hofmann – einer der Co-Autoren des WEF-Berichtes – mit der Feststellung: “Bei ordnungsgemäßer Buchführung wären die meisten entwickelten Länder insolvent”.
http://blog.markusgaertner.com

die saxo bank ist da noch weiter ...

welcher gute ökonom, der nicht von einem eu-staat bezahlt wird, glaubt eigentlich ans weiterbestehen in den nächsten 5 jahren?

wien 1220
 
00
17.1.2011, 16:35

Was kommt dann? Diktatur, Krieg oder Tunesien oder?

wien 1220
 
30
14.1.2011, 22:34
Nicht der Euro ist das Problem,

sondern die Regeln, die für die EZB bzw. für die Währungsunion generell gelten. Sie liefern den Euro und mit ihm die Volkswirtschaften den privaten Spekulanten aus. Und niemand traut sich oder will auch dem Einhalt gebieten.

Agnostiker1
13
15.1.2011, 18:40
Nennen Sie Roß und Reiter.

Die geheimnisvollen Spekulanten, die noch keiner gesehen hat und keiner kennt, sind ohne Genaues zu wissen, zum Prügelknaben ernannt worden. Obwohl kein Mensch deren wahren Einfluß kennt.

Waren es in Griechenland Spekulanten, die den Staat nahe an den Kollaps führten? Mitnichten. Das war allein die verlotterte Gebaren des Staates, mit der Denke, ich lebe heute bequem, von dem Geld, das Unsere Ur-Urenkel hoffentlich einmal zurückzahlen werden. Schon Nietsche wußte: "Wen man lange in den Abgrund blickt, dann blickt auch der Abgrund in einen selbst".

wien 1220
 
01
15.1.2011, 19:50

Nun, ich könnte Ihnen die Berichte von ATTAC empfehlen. Aber da diese in Ihren Augen sicher auch lauter Schwachsinnige sind, bringt es nichts.

Komischerweise diskutieren aber auch Merkel und Co. z.B. über die Rolle von Ratingagenturen, die Wirkung von Zinssätzen, die Absicherungskosten etc.

Mathias
 
00
17.1.2011, 16:27
ATTAC hat diese Weisheiten auch nicht selber erfunden...

... dann bitte die ganzen echten Profis nennen ;-)

Mostbluzza
00
17.1.2011, 16:05
die erwähnten peanuts

hätten schon längt erledigt werden müssen, aber es wurde teure zeit verspielt.

selbst china hats binnen kurzer zeit zu einer eigenen ratingagentur geschafft.

wenn wir das nicht schaffen (einfachste regulierung bei ratings, bei rohstoffspekulation, usw) schauen wir bei komplexen themen ziemlich nackt aus.

bitte beziehen sie sich nicht auf politiker wenn wir über wirtschaft reden ...

p c2
02
15.1.2011, 11:58

schwachsinn

wien 1220
 
21
15.1.2011, 12:30

Klar, für rechtskonservative Leute, die finden, dass es den anderen viel zu gut geht, ist solcher Hinweis Schwachsinn. Hätte ich aber auch nicht anders erwartet.

p c2
10
15.1.2011, 15:41

jemand der in einem so kurzen statement sovie ahnungslosigkeit zusamenbringt, ist jemand der nach wie vor nichts von der materie selbst versteht, aber dafür die standardeinteilungen wie rechtskonservativ, liberale, linke, rechte usw. usf. verwendet. (und das natürlich auch also begründung verwendet)

wien 1220
 
00
15.1.2011, 17:08

Es ist immer leicht, seine wirtschaftlichen Interessen hinter "wissenschaftlichen" Behauptungen, insbesondere solche, wo man dem anderen nur Ahnungslosigkeit vorwirft, zu verstecken. "Richtig ist, was meinen Reichtum vergrößert, alles andere ist falsch." So agiert auch Europa seit 20 Jahren, das Ergebnis dürfen die ärmeren Schichten ausbaden. Aber warum soll gerade das Sie stören?

Mostbluzza
00
17.1.2011, 16:08
äpfel und birn

wir redne über euro, wirtschaft und die kosten für den spass.

das theme verteilungsgerechtigkeit ist dann eines (sehr wichtiges in der tat), wenns was zu verteilen gibt und nicht, wenn alle in die hosensäckel fassen, um den staat und seine höflinge zu sponsern.

sie werden ja nicht dafür sein, dass wir mehr in europa nach süden verteilen oder?

Walter Bimini
16
15.1.2011, 10:45
ja die bösen spekulanten sind schuld.

sie bringen die staaten dazu sich bis über beide ohren zu verschulden. sie sorgen auch dafür, daß die bürokratie immer mehr aufgebläht wird und sind auch die ursache für das krebsartige wuchern des sozialindustriellen komplexes, des militärindustriellen komplexes und verursacht die lehrerschwemme.

oblomow II
00
14.1.2011, 18:25
stück stockfisch

...

Steak vom Milchlamm
11
14.1.2011, 17:50

und die Superkrone gerät ins wanken, wenn Statoil eine Bohrinsel abfackelt, oder Nokia in Konkurs geht.

Nicolas Castillo
00
19.1.2011, 17:03
unwahrscheinlich ...

die Skandinavier haben schon ganz andere Krisen überstanden und sich in den 90-gern vergleichsweise ordentlich reformiert. Da wackelt so schnell nix.

sanginius
44
14.1.2011, 16:24
eines ist dürfte klar sein

in der derzeitigen From hat der Euro keine Überlebenschance, dazu sind die wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Unterschiede der Euroländer einfach zu groß

oblomow II
00
14.1.2011, 18:26
so groß

wie der unterschied zwischen dakota und new york?

Tina Tsornigg
14
14.1.2011, 17:12

Ähem, die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Maryland, North Dakota und Kalifornien sind auch immens.

p c2
02
15.1.2011, 12:00

und wie stehts um den USD - und das obwohl er (noch) die weltreservewährung darstellt?

word8
02
14.1.2011, 21:24
ein interessantes argument das sie hier einbringen...

haben maryland, north dakota und california eine eigenständige außenpolitik? wer vertritt die usa (also die summe aus den 3 genannten und 47 anderen bundesstaaten) in allen politischen fragen auf der internationalen bühne?

ich fürchte ihnen sind die grundlegenden systemischen unterschiede zwischen den usa und der eu nicht ganz geläufig...

diamant
10
14.1.2011, 21:27
Was hat aber die Aussenpolitik mit der Waehrungs- und Wirtschaftspolitik zu tun?

Auch die EU bewegt sich auf eine gemeine 'Wirtschaftsregierung' und auf eine 'Transferunion' zu.
Was vergleichbares ist ja auch in den USA realisiert.

oblomow II
00
14.1.2011, 18:26
sorry

Sie kamen mir zuvor

01052004
01
14.1.2011, 18:01
richtig

nur diese länder wurden in blutigern bürgerkriegen zu den vereinigten staaten zwangsverschweißt...die eu beruht (weitgehend) auf freiwilligkeit...

der dollar wurde oktroyiert, der euro "begeben"...wir haben dem eurobeitritt zugestimmt - wir können dem euroaustritt auch zustimmen (das wär halt für die banken eine wirkliche katastrophe; aber sonst??? wirtschaft hat es vor dem euro ja auch eine gut funktionierende gegeben...ok, die manager-boni waren nicht so hoch, bzw es gab in den firmen "abteilungsleiter" statt irgendwelcher "chief-of-isdochwurscht")...

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