Europas Börsen schließen uneinheitlich

14. Jänner 2011, 18:35
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Freundliche Wall Street sorgt für Auftrieb

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben sich zum Wochenschluss ohne klare Richtung gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Plus von 0,16 Prozent auf 2.920,40 Zählern aus dem Handel.

Hatten die Aktienmärkte über weite Strecken des Tages klar mit Abschlägen tendiert, konnten sie im Späthandel - einhergehend mit einer zunehmend freundlichen Stimmung an der Wall Street - ihre Kursverluste reduzieren und teilweise sogar ins Plus drehen. Händler verwiesen zur Erklärung auf die positiven Geschäftsberichte von Intel und JP Morgan.

In Frankreich mussten Carrefour ein Minus von 0,52 Prozent auf 33,23 Euro hinnehmen, nachdem sie über weite Strecken des Tages mit Kursgewinnen tendiert hatten. Der Einzelhändler hatte am Vorabend seine Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlicht. Wie viele seiner Mitbewerber, litt Carrefour im Weihnachtsgeschäft unter dem starken Schneefall. Der Umsatz (ohne Erlöse aus dem Benzinverkauf) stieg im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis lediglich um 0,3 Prozent auf 25 Milliarden Euro.

In der Gewinnzone schlossen dagegen ASML, die die Sitzung mit einem kräftigen Kursplus von 6,41 Prozent auf 29,95 Euro beendeten. Händler verwiesen zur Erklärung auf die soliden Quartalsergebnisse des weltgrößten Chipherstellers Intel, der sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich zulegen konnte. Im Windschatten der Intel-Zahlen konnten auch Infineon zulegen, die in Frankfurt 1,55 Prozent auf 7,34 Euro vorrückten.

Auch ARM in London konnten einen deutlichen Kurssprung hinlegen, nachdem Intel einen Anstieg der Nachfrage nach Computerchips prognostiziert hatte. Zudem hatte Microsoft kürzlich angekündigt, die nächste Generation des PC-Betriebssystems Windows werde mit ARM-Chips laufen. Vor diesem Hintergrund zogen ARM kräftig um 5,26 Prozent auf 530,5 Pence an.

Mit negativen Vorzeichen zeigten sich hingegen Xstra und BHP Billiton, die in einem europaweit schwachen Rohstoffsektor 0,85 Prozent auf 4,66 Pence bzw. 1,76 Prozent auf 2.478 Prozent einbüßen. Auch Salzgitter und Arcelormittel schlossen in der Verlustzone, und zwar mit minus 0,59 Prozent bei 55,47 Euro bzw. minus 0,61 Prozent bei 27,10 Euro. (APA)

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