iPhone bei Verizon "erste Bestandsprobe für Android"

18. Jänner 2011, 16:50
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Auswirkungen auf Mobilfunkmarkt - Einschätzungen von Analysten gehen auseinander

Das Branchenmagazin Wired stellt sich die Frage welche Auswirkungen AT&Ts Verlust der iPhone-Exklusivität auf den US-Markt haben wird. Marktforscher sehen darin etwa eine "erste Bestandsprobe" für Googles Betriebssystem Android.

Erwartung

Je nachdem welchem Marktforschungsunternehmen man vertraut, bewegt sich der Marktanteil Androids zwischen 15 und 25 Prozent. Mit der Ankündigung, dass Verizon in den USA nun ebenfalls das iPhone anbietet soll erstmals Gefahr für Android herrschen. Denn in der Vergangenheit war Verizon ein äußerst wichtiger Partner für Google und damit Android. Das Marketing-Budget für Android-Geräte war hoch, für die "Droid Does"-Kampagne wurden von Verizon etwa 100 Millionen US-Dollar locker gemacht - schreibt Wired.

Einschätzungen

"Viele Leute, die ein Android-Telefon kauften, taten dies anstelle eines iPhones, weil sie das Verizon-Netzwerk anders nicht nutzen konnten", so ein Analyst von Needham & Co gegenüber Ars Technica. "Das iPhone wird Androids Wachstum bei Verizon den Wind aus den Segeln nehmen", ist sich der Analyst sicher. Wired hält diese Aussage für übertrieben, allerdings werden sich - so die Einschätzung - "viele, viele Verizon-Kunden" ein iPhone anstelle eines Android-Geräts kaufen. Nur stellt sich die Frage: Wieviele?

300.000 Android-Geräte pro Tag aktiviert

Ein Analyst von Kaufman Bros erklärt Bloomberg dazu: "Wir denken, dass das iPhone bei Verizon ein erster Test für Android ist und ob die Marktgewinne echt oder nur ein temporäres Phänomen sind." Der Analyst erwartet jedenfalls massive "Marketing-Anstrengungen" für das iPhone, ähnlich wie im Zuge der Droid Does-Werbekampagne. Der Analyst von Kaufman Bros erklärte allerdings, dass eine Einschätzung aufgrund der Diversifizierung von Android nur schwer möglich sei. Laut Googles Android-Chef Andy Rubin würden täglich 300.000 Android-Geräte aktiviert.

Mobilfunkmarkt

Aufgrund struktureller Änderungen am Mobilfunkmarkt sei die Gefahr für Google allerdings gering. Denn viele Nutzer würden von einfachen "feature phones" auf Smartphones umsteigen, wodurch der Markt immer größer wurde. Das sei auch der Grund warum Blackberry-Hersteller RIM keine Markteinbußen verzeichne. (red)

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