Private Medizin-Uni in Niederösterreich vor Realisierung

13. Jänner 2011, 13:24

LH Pröll nannte Wissenschaft und Forschung als Arbeitsschwerpunkt 2011

Dürnstein - Wissenschaft und Forschung sind der zentrale Arbeitsschwerpunkt 2011 in Niederösterreich. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) kündigte am Donnerstag in Dürnstein in der Wachau eine Reihe von Erweiterungen bestehender Einrichtungen an. Realisiert wird eine private Medizin-Universität im Bundesland - den Standort könne er unmittelbar vor Verhandlungsschluss noch nicht bekanntgeben, verwies Pröll auf eine detaillierte Projektvorstellung am (morgigen) Freitag im Palais NÖ in Wien.

Intelligente Arbeitsplätze seien sichere Arbeitsplätze, betonte Pröll im Anschluss an die - zu Jahresbeginn traditionelle - Arbeitsklausur der Volkspartei Niederösterreich. In den vergangenen Jahren seien 300 Mio. Euro in Wissenschaft und Forschung geflossen. Heuer wird das Universitätszentrum Tulln eröffnet, womit 300 weitere Forscher Platz finden. In Wiener Neustadt nannte der Landeshauptmann die vierte Ausbaustufe des Technologiezentrums und den Spatenstich für das Krebsforschungsprojekt MedAustron, in Klosterneuburg wird ein zweites Laborgebäude für das IST Austria (Institute of Science and Technology) errichtet. Eine Erweiterung erfährt der Campus Krems, und der Technologie-Standort Wieselburg wird weiterentwickelt. In der Verwaltung soll eine eigene Wissenschaftsabteilung installiert werden - der Bereich war bisher in der Kulturabteilung angesiedelt.

"Gute Rampe" für Investion gegeben

Eine "gute Rampe" für Investitionen in Wissenschaft und Forschung sei die positive wirtschaftliche Entwicklung im Bundesland, verwies Pröll auf ein über dem Österreichdurchschnitt liegendes prognostiziertes Wachstum von 2,3 Prozent und sinkende Arbeitslosenquoten. Auch die Lehrstellenlücke sei kleiner geworden, jeder Lernwillige könne eine Stelle finden: im Lehrlingsauffangnetz stünden 787 freie Plätze zur Verfügung.

Die strategischen Beratungen des ÖVP-Regierungsteams umfassten auch den Bereich Gesundheit und Pflege. Aufgrund der zu erwartenden Altersentwicklung sei höchst qualifiziertes Personal notwendig, so Pröll. Bis 2014 sollen u.a. 880 neue Pflegeplätze geschaffen und gleichzeitig die Pflege daheim aufgewertet werden. Ein aufkeimendes Problem stelle der Fachärztemangel im Bundesland dar, sprach Pröll von einem intellektuellen Sog nach Wien. Die Schaffung einer privaten Medizin-Uni soll dazu beitragen, diese drohende Lücke zu schließen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
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kleiner Schelm
00
20.1.2011, 20:59

"LH Pröll nannte Wissenschaft und Forschung als Arbeitsschwerpunkt 2011" - na, dann soll auch mal der FM Pröll das Budget für UNIs erhöhen!

Tun, nicht reden!

Queen of Sheba
 
00
19.1.2011, 14:42
"Wissenschaft und Forschung als Arbeitsschwerpunkt 2011" - und das ohne zuständige/n Landesrat/Rätin !

http://www.noe.gv.at/Politik-V... eiten.html

Macht alles der Dr. Rössl.

http://www.noel.gv.at/Politik-V... bt_k1.html

Got Your Noes!
00
14.1.2011, 22:00

gibts dann auch gleich eine universitätsklinik dazu? wenn nein, dann will ich die klinische forschung sehen die da betrieben wird.

titelmühle, sonst gar nichts.

Hosenträgerträger
00
16.1.2011, 19:29
Andrerseits...

Es muss eh auch solche Unis geben. Da kann man dann wieder richtig froh sein, dass man bei (meistens) ganz netten Professoren in Innsbruck sitzt, die sich auch mal so mit dir unterhalten und nicht nur, weil du ihr unmittelbares Gehalt bist ;)

Got Your Noes!
00
16.1.2011, 19:30

da kann ich nur recht geben;) grad bei der anatomieprüfung ist die fritsch sehr mitteilsam;)

aflen
01
14.1.2011, 13:39
Naja,

solang die "Abschlüsse" dieser Privat-Uni erst nostrifiziert werden müssen ... Andernfalls empfiehlt es sich, künftig jeden Arzt vor der Behandlung zu fragen, wo er seinen Abschluss gemacht hat ...

Deß Dr. Gonzo Merck=Wuerdige Meynungen & Merckungen
 
05
14.1.2011, 12:42
eine medizinische privatuni nach meinem geschmack

ohne anbindung an eine klinik, wodurch auch gar nicht suggeriert wird, dass dort seriös ausgebildet wird. eine privatuni, die offen zeigt, worum es bei der privatuni geht: hohe renditen für investoren, die höheren töchtern und söhnen, die an öffentlichen unis scheitern bzw. zu scheitern drohen, gegen ein saftige gebühren einen statusbewahrenden abschluß ermöglichen. ist das der "mut zur elite", von dem BM karl spricht?
der rechnungshof sollte sich ansehen, welche firmen mit der errichtung und dem betrieb der privatuni befaßt werden und ihre etwaige nähe zur politik überprüfen. könnte doch sein, daß hier verdeckte parteienfinanzierung vorliegt.

siliconvalley
00
20.1.2011, 01:28

Studium der Theoretischen Medizin, Kontakt mit Patienten optional ;-)

kleiner Schelm
00
20.1.2011, 21:02
Kontakt mit Patienten wäre auch nicht gut

... oder wollen Sie von solchen Ärzten behandelt werden? Besser nicht.

Und in Zukunft sollte man dann wenn man krank ist (oder Medizingeräte kaufen will) einen großen Bogen um Krems und Tirol machen.

didi111
00
14.1.2011, 10:14
na wusch, da wird auf NÖ die nächsten Troubles zukommen

http://derstandard.at/126370667... -Vorwuerfe

Und noch ein Frage:

WAS ist mit der weltberühmten Uni Gugging eigentlich geworden?

anton-aus-tyrol
 
00
14.1.2011, 08:42
Alma Mater Erwina, ich hörs schon richtig!

Und sein Gesicht als Siegel... Mahlzeit!

Keyser
13
13.1.2011, 23:00

Er kann sich in der Abteilung für abnorme geisteskranke als Anschaungsobjekt, für die Psychologie Studenten, zur Verfügung stellen. Und wenn er das zeitliche segnet, wird die Pathologie ihre Freude haben, auf die Ursache des Größenwahnsinns zu kommen - die ihn heimgesucht hat. :)

Fritz Meyer
04
14.1.2011, 07:38
Ich sehe da eher ein Studienobjekt für Sozio- und Politologen.

Stichworte: Soziopathie, Realitätsverweigerung, ideologische Scheuklappen, "Realpolitiker", Nepotismus

Wobei, die Religionswissenschaftler könnten da evtl. auch etwas davon haben. Denn Glauben - im Gegensatz zu Wissen - ist im Zusammenhang mit Pröll immer ein enorm wichtiger Aspekt.

obibiber
00
14.1.2011, 12:24
eliten research

im jahr 2015 fand man heraus, dass sich die eigenschaften cholerisch und herrschsüchtig gegenseitig verstärken und in ihrer verbindung zu einem übersteigerten selbstwertgefühl und verzerrten wahrnehmung führen; am ausgeprägtesten waren diese eigenschaften bei einer person, die jahrelang das höchste amt NÖs bekleidete; aufgrund der jahrelangen bestätigung des cholerisch-herrschsüchtigen verhaltens im amt, konnte sich dieses sozialverhalten in seiner überdimensionierten form entwickeln. die person wurde nach bekanntwerden dieses zusammenhangs umgehend nach gugging in die eliten-therapie-abteilung überstellt; eine umfassende gefährdung der allgemeinheit durch ihr sozialverhalten ist nicht gänzlich auszuschließen.

firedragon 7
00

Und Wien nicht vergessen.

doef
00
13.1.2011, 21:09

der neue Standort wird in St. Pölten sein...

http://noe.orf.at/stories/447929/

Hosenträgerträger
02
13.1.2011, 22:06
Nö, gaunz supa...

Da ärgert man sich in OÖ jahrelang mit dem Bund, der eine MUL dauernd verweigert und dann macht der Don der ÖVP etwas ganz Intelligentes: Eine Privatuni. Da kommen dann die drei besten aus dem Aufnahmeverfahren und die 30 mit den besten Kontakten rein... Kennt man ja aus anderen Bundesländern mit Privatunis...

potz
00
14.1.2011, 15:34
was mir voellig schleierhaft ist:

wieso macht jemand ein aufnahmeverfahren, um dann 5 blaue im semester ablegen zu koennen, um dann auf einer mikro uni ohne anschluss zur klinik bzw. wissenschaftlichen infrastruktur zu sitzen?

Got Your Noes!
00
14.1.2011, 22:03

weil er für siene fünf blaue eben den titel dann nachgeschmissen bekommt. das ist das privatwirtschaftsideal: bildung als ware, gegen bezahlung so einfach zu erwerben wie ein halbes kilo mischbrot.

Fritz Meyer
01
14.1.2011, 07:45
Das sind die "Denkmäler" dieser Politik.

Man sollte als kritischer Bürger jedes Jahr eine Wallfahrt dorthin machen.

Damit man immer genau weiss, warum man DIE nicht wählen darf.

Got Your Noes!
09
13.1.2011, 19:39

na, unbedingt. da zahl ich dann halt semesterweise ein und bekomm anschließend meinen doktor. 20 abschlüsse pro jahrgang werden den fachärztemangel in nö auch mit überschuss bewältigen.

na, mir solls recht sein, dann tummeln sich die nullnummern in einem eigenen privatgehege und gehen den richtigen studenten nicht auf die nerven.

offenbar kommen wieder ein paar verwandte des hernn LH ins studierfähige alter...

obibiber
00
14.1.2011, 12:26

nö, aber die 2-klassen-medizin wird dadurch auch indirekt weiter gefördert...

Got Your Noes!
00
14.1.2011, 19:37

stimmt, dann geht man in nö wieder zum ernsthaft studierten arzt statt zum privatuni-doktor der die uni nur zum diplomabholen von innen gesehen hat....

prado
00
13.1.2011, 17:24
Standortfrage: Wiennahe Randlage

Fritz Meyer
03
14.1.2011, 07:34
So nah an Wien wie möglich...

um von der Grosstadt zu profitieren.

Und weit genug davon entfernt (300m), um jederzeit auf die "gottlosen Roten" dort einprügeln zu können.

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