Sicherheitsnetz fällt bei Kontaktlinsenkauf im Internet weg

13. Jänner 2011, 12:46
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Augenoptiker fordern Versandhandelsverbot für Kontaktlinsen via Internet

Nicht am Versandhandelsverbot für Kontaktlinsen via Internet in Österreich zu rütteln, fordert Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker. „Sogar für den Fachmann ist es nicht immer leicht, das optimale Kontaktlinsen-Modell zu finden, denn die Linse muss richtig sitzen und den individuellen Ansprüchen entsprechen. Um dies zu gewährleisten, müssen vom Kontaktlinsenoptiker neben der Bestimmung der Fehlsichtigkeit, zahlreiche Messungen wie beispielsweise die Krümmungsradien der Hornhaut ermittelt werden."

Folgen für das Auge

Gumpelmayer reagiert damit auf ein Statement von Vera Pesata, der Sprecherin von Geizhals.at. Diese erhofft sich aufgrund eines kürzlich erteilten EuGH-Urteils, das den ungarischen Internet-Kontaktlinsenmarkt öffnet, auch für Österreich eine Liberalisierung im Interesse der Konsumenten. Nach österreichischem Recht dürfen keine Kontaktlinsen und -pflegemittel via Internet versandt werden. Österreichs Augenoptiker stehen nach wie vor geschlossen hinter diesem Gesetz. „Wir raten unseren Kunden von einem Kontaktlinsenkauf via Internet ab und zwar aus gesundheitlichen Gründen und nicht aus geschäftspolitischen. Wer sich den Gang zum Kontaktlinsenoptiker spart, der sollte sich bewusst sein, dass er damit auch ein Kontrollsystem ausschließt. Damit fällt ein wichtiges Sicherheitsnetz weg. Der Sitz der Linse sollte mindest einmal pro Jahr beim Kontaktlinsenoptiker oder Augenarzt überprüft werden. Denn, wenn die Linsen nicht optimal passen, kann das für die Augen gefährliche Auswirkungen haben, die von Irritationen bis zur Beschädigung oder Geschwüren auf der Hornhaut zu bleibenden Sehstörungen führen können", so Bundesinnungsmeister Gumpelmayer. (red)

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