Rapidshare bezeichnet Piraterie-Vorwürfe in Studie als "absurd"

14. Jänner 2011, 10:58
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Bericht zu Markenrechtsverletzungen sei falsch - Zuvor Sieg gegen Atari in Berufungsverfahren

Der schweizerische Sharehoster Rapidshare übte harsche Kritik an einer Studie der Marktforscher von Markmonitor. Die Studie widmete sich der Internetpiraterie.

"Absurd"

Der Dienstleister aus der Schweiz behält sich nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen Markmonitor vor, das Ergebnis der Studie sei "absurd" - berichtet Eweek. Die Erstellung der Studie erfolgte im Auftrag einiger Unternehmen, sie diente zur Beobachtung von Markenrechtsverletzungen im Internet. Die Marktforscher geben an, dass Webseiten auf welchen Fälschungen oder widerrechtliche Kopien - von 22 beobachteten Marken - erhältlich sind, 53 Milliarden Seitenbesuche pro Jahr einbringen. Der Großteil entfalle dabei auf Inhalte wie Musik, Video oder Software. Als größte Vertreiber von "digital piracy" wurden rapidshare.com, megavideo.com und megaupload.com angeführt. Die drei Dienstleister würden pro Jahr rund die Hälfte, also 21 Milliarden, Seitenbesuche pro Jahr verzeichnen.

Sieg über Atari

Vergangene Woche gelang Rapidshare im Berufungsverfahren gegen Atari ein Sieg beim Oberlandesgericht Düsseldorf. Noch im März urteilte das Landesgericht Düsseldorf, dass die Rapidshare AG keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen habe um die Verbreitung des Videospiels "Alone in the Dark" über die eigene Plattform zu unterbinden. Das Oberlandesgericht urteilte allerdings anders, der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass man die Bemühungen Rapidshares bei der Verhinderung der Verbreitung von urheberrechtlichem Material durchaus erkennen könne. Atari forderte weitergehende Maßnahmen, das Gericht erklärte diese allerdings für unzumutbar. In die Kategorie "unzumutbar" falle etwa das Einsetzen eines Wortfilters oder die Löschung von Rapidshare-Suchanfragen in einschlägigen Linksammlungen. Daniel Reimer, Anwalt und Sprecher von Rapidshare, zeigte sich mit der Entscheidung des OLG zufrieden: "Das Urteil zeigt einmal mehr, dass Rapidshare ein völlig legales Angebot betreibt und Maßnahmen gegen den Missbrauch seiner Dienste ergriffen hat, die über das rechtlich gebotene Maß hinausgehen. Wir sind guter Dinge, dass sich diese Erkenntnis allmählich auch bei den Rechteinhabern durchsetzt." (pd)

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