Bank Austria pokert um Bank von Moskau

13. Jänner 2011, 12:03
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Russische Hauptstadt privatisiert 46,5-prozentigen Anteil am Kreditinstitut

Rom - Die UniCredit Bank Austria ist im Rennen um den Erwerb eines 46,5-prozentigen Anteils an der Bank von Moskau, berichtete die russische Wirtschaftszeitung "Vedemosti". "Vedemosti" bezog sich dabei auf einige russische Banker und auf Aufsichtsratskreise der russischen Bank VTB, die ebenfalls am Erwerb des Aktienpakets interessiert ist. Der Anteil wird von der Stadt Moskau im Rahmen eines Privatisierungsplans zum Verkauf gestellt.

Die Transaktion wird mit rund 2,2 Mrd. Euro bewertet. Sowohl UniCredit als auch die VTB weigerten sich, die Medienberichte zu kommentieren. Die neue UniCredit-Spitze hat zuletzt aber mehrfach betont, dass Russland zu den Wachstumsmärkten zähle und selbst bei forciertem organischem Wachstum ausgewählte Akquisitionen nicht ausgeschlossen wären.

Die Kapitalisierung der Bank von Moskau, die dem Kreis um den Ex-Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Juri Luschkow, nahe steht, beträgt rund 4,4 Mrd. Euro. Zu den internationalen Minderheitsaktionären zählen Goldman Sachs mit einem 3,9-prozentigen Anteil und Credit Suisse mit 2,8 Prozent. Die Bank of Moscow ist Nummer 5 am russischen Markt, der Marktanteil wird mit rund 3 Prozent beziffert. (APA)

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