Drohung gegen Wiener Schule - Flugblattverfasser ausgeforscht

12. Jänner 2011, 20:26
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17-jähriger Bursche wollte lediglich mit erstem Brief "auf sich aufmerksam machen" - Laut Polizei zu keiner Zeit Gefahr für Schüler

Wien - Der Unbekannte, der am 20. Dezember 2010 am Gelände einer AHS in der Ödenburgerstraße in Wien-Floridsdorf Flugzettel mit Drohungen gegen die Schule hinterlassen hat, ist von der Polizei ausgeforscht worden. Wie die Pressestelle der Bundespolizeidirektion am Mittwochabend auf APA-Anfrage berichtete, dürfte es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 17-jährigen Burschen handeln, der "auf sich aufmerksam machen" wollte. Es habe jedoch zu keiner Zeit Gefahr für die Schule bzw. die Schüler bestanden, versicherten die Kriminalisten.

Die Schulwartin hatte einen Stapel an Schreiben gefunden, auf dem der Verfasser ankündigte, sich umbringen zu wollen und andere mitzunehmen. Eine Schülerin erzählte daraufhin der APA, dass alle Klassensprecher darüber Auskunft geben mussten, ob ihnen in ihrer Klasse Schüler wegen ihres Verhaltens aufgefallen waren. Die Schreiben wurden anschließend von der Polizei untersucht. Verfasst waren sie mit einem Computer worden.

Der Unterricht wurde dennoch nicht ausgesetzt. Polizeibeamte waren aus Sicherheitsgründen noch bis zum Beginn der Weihnachtsferien in der Schule verblieben. Schularbeiten und Prüfungen, die noch in der Woche vor Weihnachten hätten stattfinden sollen, wurden in das neue Jahr verschoben. Psychologen des Wiener Stadtschulrates betreuten die Schüler. (APA)

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