Auch das noch

Pandas verschmähen wiederaufgeforstete Wälder

12. Jänner 2011 17:08

Der Schutz der bedrohten Art ist wirklich keine einfache Sache

London - Sie sind nicht nur unglücklich in der Wahl ihrer Hauptnahrungsquelle - Bambus, den sie allerdings nicht sehr effizient verdauen können -, sondern auch wählerisch in Bezug auf den Lebensraum. Beides sind nüchtern betrachtet nicht gerade Faktoren für evolutionären Erfolg. Doch hat menschliches Eingreifen in den Lebensraum der Großen Pandas (Ailuropoda melanoleuca) deren auf lange Sicht mäßig günstige Überlebensaussichten drastisch verringert - so wurden sie zu Wappentieren des Artenschutzes. Und der muss zielgerichtet sein, um die Spezies zu erhalten.

Dass für den Panda Wald nicht gleich Wald ist, zeigt eine aktuelle chinesische Studie. Zoologen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften beobachteten vier Jahre lang, welchen Lebensraum die Bären bevorzugen, wie sie in ihrer am Mittwoch in der britischen Fachzeitschrift "Biology Letters" veröffentlichten Arbeit erklärten.

Das Ergebnis: Die mit maximal 3.000 freilebenden Exemplaren stark bedrohten Tiere fühlen sich in ursprünglichem, altem Wald wohler als in aufgeforsteten Gebieten - eine Feststellung, die wichtig für die chinesische Pandaschutzpolitik sein kann. Es habe sich wie erwartet gezeigt, dass die Pandas sich gerne in Bambuswäldern aufhielten, erklärten die Forscher. Überraschend sei aber gewesen, dass es sie eher in "reife" Wälder ziehe als in jüngere. Möglicherweise sei der Bambus, der unter alten Bäume wachse, nahrhafter, mutmaßten die Wissenschafter um Fuwen Wei. Außerdem könnten sich trächtige Pandaweibchen zwischen alten Bäumen vielleicht besser zurückziehen. (APA/red)

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DD1981
14.01.2011 09:29

Ich vermute mal, das sich unter den Pandas herumgesprochen hat, dass wenn man sich ganz besonders blöd anstellt und herzig ausschaut, man in einen Zoo kommt. Und der Zoo ist der IDEALE Platz für jeden Panda.

Pandas bewegen sich ungern, suchen ungern Partner, fressen eh nur 1 Pflanze, tun das eigentlich den ganzen Tag. Das ganze ist ideal für einen Zooplatz: Hinsetzen, auf den Bambus warten, fressen, schlafen, fertig. Mehr WILL ein Panda ja gar nicht.

Ergo wird sich da eben herumgesprochen haben: Einfach lieb drein schauen, dusselig anstellen und warten bis man ins Paradis (Zoo) kommt.

au contraire
14.01.2011 10:17

Exakt.

Das passt perfekt zu der unten von einem Mitposter aufgestellten Theorie, dass "Being cute" ein essenzieller Bestandteil der panda'schen Überlebensstrategie ist.

au contraire
14.01.2011 08:45

Pandas sind Zimperliesen.

Ich bin ja schon lange davon überzeugt, dass der Hauptgrund für die Bedrohtheit der Pandas darin liegt, dass sie einfach zu faul sind zum pudern...
(Ich bedanke mich bei Meister Gunkl für diese Theorie)

King of Cowards
13.01.2011 22:53
"Möglicherweise sei der Bambus, der unter alten Bäume wachse, nahrhafter, mutmaßten die Wissenschafter"

Das schreit doch gerade nach einem Geschmacksexperiment!

Mahlzeit, ihr Wissenschaftler!

nuts1
13.01.2011 17:48

sie wollen ihre heimat halt nciht so schnell evrlassen, sind immerhin keien maschinen O.o

fauler Student
13.01.2011 17:32

Hoakle Gfrasta, friß oder stirb lautet die Devise.

prado
13.01.2011 17:17
meine Katze

frisst auch keinen Lachs, gekochte Hühnchenstrempel oder Whiskas Terrine. Der Mangel an Anpassungsstrategien wird noch zum Aussterben ihrer Rasse zumindest in unserem Haus führen,

wolfetone
 
13.01.2011 16:22

Um mit Thomas Gottschalk zu sprechen: Ich finde, sie hatten eine faire Chance.

randolf
13.01.2011 16:34
Ja ja

Ja- genau, vielleicht wollen sie ja endlich aus sterben- einfach um ein Zeichen zu setzen...

R.M. S.
14.01.2011 08:41

Nichts für ungut, aber schauen wir uns die fakten an:

Pandas reproduzieren nur ungern
Sie essen nur 1ne Planze
Sie leben nur in sehr speziellen gebieten

also evolutionsbiologisch gesehen sind das nicht gerade erfolgs strategien.

Wenn wir Menschen uns so entwikelt hätten währen wir schon längst ausgestorben.

Mynnia
 
14.01.2011 13:06

Tja, wir Menschen sind die genaue Gegenthese:

Wir reproduzieren äußerst gern und vielfältig
Wir essen alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist - und dann noch klettern wir hoch oder essen den Baum eben mit
Wir leben überall und passen im Zweifelsfall die Umgebung unseren Bedürfnissen an
Wir haben keine Mechanismen wie Pandas und andere sehr ressourcenverbrauchende/auf ressourcenarmen Inseln vorkommendeTiere, die die Fortpflanzungserfolge hemmen. Nur so gibts die auch weiterhin.

Das ist zwar auf kurze Sicht eine sehr gute Strategie, aber auf Dauer sind wir zu viele, verbrauchen unsere Ressourcen und sorgen für entweder ein völliges Aussterben oder wenigstens einen gewaltigen Rückschlag und viel Leid für unsere Art (gibts jetzt schon).

xxx...yyy...
14.01.2011 22:56
"sind wir zu viele"

deshalb hat der mensch auch den krieg erfunden...

Mynnia
 
15.01.2011 21:47

Ne, den haben wir nicht erfunden. Innerartliche Spannungen zweier Sozialverbände gabs schon laaang vorher. Da gehts immer um Ressourcen und Expansion.

120 Jahre Karl Schranz
13.01.2011 15:40
I felt like putting a bullet between the eyes of every Panda that wouldn't screw to save its species.

Nick Tameer
13.01.2011 22:38

Das hat was. Können Sie malen? Dann sollten Sie einen allgegorischen Schinken, vielleicht so im Stil von Böcklin oder à la Makart daraus machen: "Thanatos' Rache für die Verachtung des Eros" (aka "Schlaffis Bruder").

randolf
13.01.2011 15:32
Ja ja

"Außerdem könnten sich trächtige Pandaweibchen zwischen alten Bäumen vielleicht besser zurückziehen"

Wenn es so aufgeforstet wird wie bei uns ist alles klar, denn auch unsere heimischen Waldbewohner meiden den „Schachbrett“- Wald…

au contraire
14.01.2011 08:47

Erwarten Sie in Anbetracht der chinesischen Planpolitik etwas anderes als Schachbrettwälder?

datenbauer
14.01.2011 16:07

eventuell ein go-wald...(?)

au contraire
14.01.2011 17:20

Jo, würd auch gut zu den Pandas passen, so ganz in schwarz/weiß.

Mynnia
 
13.01.2011 12:15
Arme Pandas...

Jetzt beginnen Zeitungsartikel über schlechte Aussichten weil schon wieder ne Komplikation auftritt schon mit einer Art Apologie der Pandabären. Vermutlich wirds schon leicht peinlich für die Tierschützer.
Reißt euch zusammen, Pandas!

pox vobiscum
13.01.2011 09:39

Die Chinesen sollten endlich einsehen, dass dieses ständige Kopieren und Abkupfern nichts bringt, wenn sogar die Pandas auf dem Original bestehen!

h 90
13.01.2011 06:26

Haettens doch keine Plastikbaeume nehmen sollen.

h 90
13.01.2011 06:26

Einfach nachzuechten. Einen Braunbaer mit einem Eisbaer kreuzen.

ji
12.01.2011 23:21

Frage: Wo finde ich denn mal ne Liste oder STatistik von den bedrohtesten Tierarten so aif der Welt oder von unseren heimischen Gefilden?

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