Reisewarnung für Tunesien

12. Jänner 2011, 16:21
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Laut Außenministerium ist die weitere Entwicklung "unsicher und nicht vorhersehbar" - TUI reagiert mit kostenlosen Umbuchungen und Stornierungen

Wien - Das österreichische Außenministerium hat angesichts der jüngsten Eskalation der Unruhen in Tunesien eine Reisewarnung für das ganze Land herausgegeben.

Die seit 18. Dezember 2010 andauernden gewalttätigen Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Protestierenden hätten sich bisher auf Gebiete abseits der wichtigen Tourismuszentren beschränkt, doch dies treffe nicht länger zu, schreibt das Außenministerium am Donnerstag auf seiner Internetseite.

Die weitere Entwicklung in dem Land sei unsicher und nicht vorhersehbar. Das Auswärtige Amt in Deutschland rät auf seiner Internetseite ebenfalls von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Tunesien ab.

Warnung vor Reisen in "alle Saharagebiete"

Das Außenministerium warnt zudem vor Reisen in "alle Saharagebiete". Österreichische Reisende in die Saharagebiete Tunesiens werden laut Ministerium ersucht, sich vor Reiseantritt mit der österreichischen Vertretungsbehörde in Tunis in Verbindung zu setzen. Im vergangenen Jahr haben 65.000 Österreicher Urlaub in Tunesien gemacht, 70 Prozent davon im Sommer.

Der Reiseveranstalter TUI Österreich reagierte auf den aktualisierten Sicherheitshinweis des Außenministeriums mit kostenlosen Umbuchungen und Stornierungen bis einschließlich 24. Jänner. Ausflüge, die in den Süden des Landes führen sowie Stadtprogramme seien abgesagt worden, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag.

Die Zahl der Toten bei den blutigen Unruhen in Tunesien steigt indessen weiter an. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation FIDH sind bisher 66 Tote zu beklagen. Mindestens sechs Menschen kamen bei gewaltsamen Ausschreitungen am gestrigen Mittwoch nach Angaben von Augenzeugen ums Leben. (APA)

  • Die Zusammenstöße 
zwischen Sicherheitskräften und Protestierenden haben sich bisher auf 
Gebiete abseits der wichtigen Tourismuszentren beschränkt, doch dies 
treffe nicht länger zu.
    foto: derstandard.at

    Die Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Protestierenden haben sich bisher auf Gebiete abseits der wichtigen Tourismuszentren beschränkt, doch dies treffe nicht länger zu.

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