Imo Moszkowicz 1925-2011

12. Jänner 2011, 15:20
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Deutscher Film- und Theaterregisseur war Pionier des Fernsehspiels

München  - Der Film- und Theaterregisseur Imo Moszkowicz ist   am Dienstag im Alter von 85 Jahren in München gestorben, teilte die Constantin Film AG am Mittwoch unter Berufung auf die Familie des Regisseurs mit. Moszkowicz gilt als ein Pionier des Fernsehspiels. Der gebürtige Westfale  selbst führte Regie bei mehr als 200 Fernsehfilmen und -serien wie "Mein Freund Harvey" (1959) und "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" (1964), aber auch in einigen Kinofilmen wie "Max der Taschendieb" (1962) mit Heinz Rühmann. An deutschsprachigen Theatern brachte Moszkowicz mehr als 100 Bühnenaufführungen heraus.

Imo Moszkowicz wurde am 27. Juli 1925 als Sohn eines jüdischen Schuhmachers im westfälischen Ahlen geboren. 1938 wurde die Familie aus Ahlen vertrieben, musste nach Essen umsiedeln und wurde von dort aus 1942 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Während seine Mutter und seine Geschwister ermordet wurden, wurde Imo Moszkowicz zur Zwangsarbeit für die IG Farben ins KZ Buna/Monowitz verschleppt. Dort entdeckte er seine schauspielerische Begabung und trat vor Häftlingen auf. Sein autobiografischer Roman "Der grauende Morgen", in dem er unter anderem seine Erinnerungen an den Naziterror aufarbeitet, erschien 1996. (APA)

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