Leitbild zur Zukunft des Franz-Josefs-Bahnhofs

12. Jänner 2011, 14:51

Einstimmiger Beschluss im Planungsausschuss - Verlegung Richtung Spittelau laut Vassilakou-Büro denkbar - Wettbewerb startet im September

Wien - Die Stadt Wien will das Gelände des Franz-Josefs-Bahnhofs infolge der für 2013 geplanten Absiedlung der naheliegenden Wirtschaftsuniversität in den Prater aufwerten. Deshalb wurde im Planungsausschuss des Gemeinderats am Mittwoch einstimmig die Erstellung eines 280.000 Euro teuren Leitbildes für das Areal beschlossen. Im September soll ein Wettbewerb starten. Eine denkbare Variante für die Stadt wäre auch, den Bahnhof Richtung Spittelau zu verlegen, hieß es aus dem Büro von Planungsstadträtin Maria Vassilakou.

Diese Variante würde de facto eine gänzliche Absiedlung des jetzigen Franz-Josefs-Bahnhofs am Julius-Tandler-Platz bedeuten und somit eine Zusammenlegung mit bzw. eine Aufwertung des Standorts Spittelau zur Folge haben, sagte ein Vassilakou-Sprecher. Sollte diese Lösung tatsächlich ins Spiel kommen, werde man mit den ÖBB und anderen Entscheidungsträgern Gespräche aufnehmen. Da der Wettbewerb aber erst im September starte, wolle man hier nicht vorgreifen.

Ein Sprecher der Bundesbahnen sagte bereits kürzlich zum "Standard", dass die ÖBB nicht auf den Standort Julius-Tandler-Platz bestünden. Festlegen wolle man sich aber noch nicht, hieß es in dem Bericht.

Was das Leitbild für den insgesamt 24 Hektar großen Stadtteil am Alsergrund betrifft, soll dieses spätestens Ende 2012 abgeschlossen sein. "Die städtebauliche Neuordnung des Areals bietet die Chance einer guten Vernetzung des Wohnviertels Althan- und Liechtensteinstraße mit dem Erholungsgebiet entlang des Donaukanals", so Ausschussvorsitzende Sabine Gretner in einer Aussendung. Im Zuge der Leitbilderstellung will die grüne Planungsstadträtin Vassilakou jedenfalls eng mit der Bevölkerung zusammenarbeiten, wurde versichert. (APA)

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Proconsul
02
28.6.2011, 16:09
Wirklich visionär

wäre eigentlich eine Durchbindung der FJB unter der Stadt durch (mit Stationen) entweder zur Verbindungsbahn oder gleich zum Hbf!

Anstatt die Züge immer weiter ausserhalb enden zu lassen und so den Slogan "Mit der Bahn ins Herz der Städte" ad absurdum zu führen.

In München klappt das hervorragend.

Mr. Spock (der echte)
00
11.11.2011, 15:03

sehe ich aehnlich.

... - Spittelau (U4,U6) - FJBf - Schottentor U2 - Herrengasse U3 - Karlsplatz U1,2,4 (unter der U1) - Hbf (U1, Stammstrecke) - Ostbahn ...

Eine solche Verbindung wuerde Umsteigerelationen zu allen U-Bahnenlinien sowie zu vielen Strassenbahnlinien bieten.

me phisto
01
28.5.2011, 16:06

Der FJB kommt derzeit von allen ÖBB Standorten, die Wien vom Nordwesten erschließen, dem Zentrum am nächsten. Wäre schade darum, da die weiteren Verbindungen mit D, 5 & 31 die nordwestliche Vorstadt sehr schnell aufschließen.

Alles an der Spittelau und an die U-Bahnen zu entladen, heißt den Vorteil der weiter innen befindlichen Straßenbahnanschlüsse freiwillig aufzugeben.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die ÖBB ein gut gelegenes Bahnhofsgelände, wo die Pächter 7 Tage in der Woche Geschäft machen dürfen, freiwillig auflassen, nur um sich den Betrieb von 1000 Meter Schienengelände zu ersparen. Im FJB-Gebäude ist der eigentliche Bahnhof ja der kleinste Teil.

shepherd
05
13.1.2011, 15:12
stattdessen werden vermutlich wieder

"dringend benötigte" wohnsiedlungen und bürohochhäuser aus dem boden gestampft ...
frage ich mich als einziger, wozu ?

es gibt bei weitem nicht genügend arbeitsplätze für die bereits hier lebenden, für wen sollen also all die neuen wohnunen in wien gebaut werden (z.b. eisring süd ) ?

egal, wo in wien man herumgeht, überall steht in großen letter: büroflächen zu vermieten ... und trotzdem werden ständig neue genehmigt und gebaut (z.b. monte laa)

Nachtsonne
02
13.1.2011, 14:24
Abstellanlage versetzen nach Gugging

FJB ist gleichzeitig eine Remise (Abstellhalle) für die Züge, Waggons und Lokomotiven.
Also wohin damit.

In der Spittelau ist ein Kraftwerk und eine U-Bahn Abstellanlage.
Am Donaukanal steht das Zaha Hadid Haus.
In Heiligenstadt ist viel verbaut.
In Gersthof, Hernals, Ottakring haben auch nicht viel Platz übrig gelassen.

In Maria Gugging wird ein Eliteuniversität errichtet, dort wäre noch Platz für die Abstellanlage damit wäre die Schienenverbindung gewährleistet.

debian1
00
13.1.2011, 15:11

Haha, passt gut. Vermutlich werden in Gugging auch verdiente Parteisoldaten abgestellt, warum dann nicht auch Züge :-)

derPolizist
02
13.1.2011, 12:57

bei der Gelegenheit auch gleich das Bundesamtsgebäude am Josef-Holaubek-Platz abreissen... dann könnte man noch näher an die U6/S-Bahn heranrücken...

Nachtsonne
00
13.1.2011, 14:29
Räder darunter einbauen

und die komplette Gebäude samt Inhalt, wohin auch immer, verschieben.

Posting2011
01
12.1.2011, 22:19
Und was passiert mit der Uni Wien?

Aha. Ist der Frau Planungsstadträtin auch bekannt, dass ca. die Hälfte der Überplattung des FJ-Bahnhofs derzeit von Instituten der Uni Wien eingenommen wird und die Uni Wien nicht identisch ist mit der Wirtschaftsuni Wien? Sollte sich da nicht vielleicht der Universitätsbeauftragte der Stadt Wien einschalten, damit den Studierenden und den Lehrenden die Gebäude nicht mitten im Unterricht weggerissen werden?

Deathflyer
00
28.4.2011, 15:57

Die übersiedeln auch, zum Beispiel in die Rossauer Lände.

generelles desinteresse
02
13.1.2011, 08:40

wo steht, dass *alles* abgerissen werden soll?

Erisian Liberation Front
00
12.1.2011, 18:46
Braucht

der Lenikus einen Großauftrag?

Queen of Sheba
 
62
12.1.2011, 17:50
Wer von der Bevölkerung will schon mit einer ahnungslosen "Planungsstadträtin" "zusammenarbeiten" ?

qwertz9
02

Sie lassen ahnungslose Menschen halt lieber alleine arbeiten, aber es soll auch andere geben! Menschen die Ihre Ansichten miteinbringen möchten! Man stelle sich vor!

ManDou
00
13.1.2011, 21:52
falsche Bewertung

wollte eigentlich ein rotes Stricherl setzten!

Franz Mukal
04
12.1.2011, 17:24
die Gebäudes sind maximal ca. 30 Jahre alt

und jetzt schon abbruchreif!

Nachtsonne
00
12.1.2011, 19:45

Ja, aber teilweise nur 19.

anton-aus-tyrol
 
05
12.1.2011, 17:19

Wiederaufbau des Palais Althahns inklusive Park als Kulturzentrum...

Grizzlybear
00
25.1.2011, 13:26
Sie meinen

das Palais Althan-Pouthon.

der arne und der andrè
02
12.1.2011, 17:10

Um den Franz Josef-Bahnhof und die Unigebäude ist es wirklich nicht schade. Allerdings wird wohl auch hier dasselbe passieren, wie bei allen anderen ÖBB-Neubauten: Die freien Flächen werden mit schiachen gesichtslosen Bürobegäuden und Shoppingcentern zugebaut und die Schmiergelder werden fließen. Da wird auch die Vassilakou nicht viel daran ändern können.

BraS
 
05
12.1.2011, 17:38

die Flächen sind doch schon mit schiachen gesichtslosen Bürobegäuden und Shoppingcentern zugebaut.

nichtkaefer
03
12.1.2011, 17:53

Stimmt. Es kann eigentlich nur noch besser werden.

Proconsul
03
28.6.2011, 16:05

Keine Sorge - es wird noch schlechter! ;)

01052004
24
12.1.2011, 16:57
na dann nix wie weg damit und hoffnungsfroh die immobilie entwickelt

ein paar hochhäusle (80 meter minestens), ein bisserl dicht verbauen (wo sonst kommt der rebbach her), ein paar einfallslose wohnbatterien hinklotzen ("passivhausstandard mit balkonen" für "junge familien") und mit ein bisserl grün (in trögen am besten) garnieren...fertig ist ein neuer, typisch wienerischer stadtteil...

und dann wundern sich die verantwortlichen, daß, wer kann, "aufs land" zieht???

Richard Bayer2
04
12.1.2011, 18:41
Es gibt, NIRGENDS auf der Welt...

...einen Trend aufs Land zu ziehen! Wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Es ist, auch in Österreich, genau umgekehrt. Großteil der österreichischen (europäischen) Dörfer hatte in den letzten Jahrzehnten bis zu 50 % Bevölkerungsverluste.

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