Piraterieseiten sind Besuchermagnet

12. Jänner 2011, 14:13
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Branche beklagt jährlichen Schaden in Höhe von 200 Mrd. Dollar

Piraterieseiten erfreuen sich extreme Popularität. Wie aus einer aktuellen Untersuchung des Markenschutz-Unternehmens MarkMonitor hervorgeht, verzeichnen Internetseiten, die derartige Inhalte und Produkte anbieten, weltweit gesehen einen enormen Zustrom. Allein die Top drei der meistbesuchten File-Sharing-Plattformen schaffen es zusammen genommen auf mehr als 21 Mrd. Seitenaufrufe. Den wirtschaftlichen Schaden, der durch das Pirateriegeschäft entsteht, schätzen die Experten auf rund 200 Mrd. Dollar pro Jahr.

Schaden

"Durch Piraterie entsteht ein erheblicher finanzieller Schaden", betont Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) , gegenüber pressetext. Ob es sich dabei um einen illegal erworbenen Kinofilm oder eine TV-Serie handle, sei egal. "Eines steht fest: Die Politik ist dringend zum Handeln aufgefordert, um den Schutz der Konsumenten und der legalen Wirtschaft zu sichern. Alle Stakeholder an der Internet- und Kreativwirtschaft - so etwa auch Internet-Service-Provider - sind aufgerufen, ihren Teil zu übernehmen", so Göschl.

Digitale Piraterie klar vor Produktfälschungen

Der MarkMonitor-Studie zufolge geht die größte Pirateriegefahr eindeutig von Webseiten aus, die digitale Inhalte wie Filme, Musik, Software, TV-Sendungen oder E-Books zum Download anbieten. Diese können den Großteil der insgesamt 53 Mrd. Besuche für sich verbuchen. Bei den Produktfälschungen, die heute fast jede Produktgruppe von Kleidung über Elektronik und Luxusgüter bis hin zu Arzneimitteln betreffen, fällt der entsprechende Wert deutlich bescheidener aus: Seiten, die mit gefälschten Produkten handeln, kommen lediglich auf 92 Mio. Besucher pro Jahr.

Hunderttausende Rechteinhaber geschädigt

Für die aktuelle Erhebung hat MarkMonitor insgesamt 22 Marken aus den Produktgruppen rezeptpflichtiger Medikamente, Luxusgüter, Musik, Filme und Sportausrüstung ausgewählt und mithilfe spezieller automatischer Scan-Software nach entsprechenden illegalen Angeboten im Web gesucht. Die auf Initiative der US-Handelskammer durchgeführte Analyse lieferte über 10.000 verdächtige Seiten, die daraufhin einer genaueren Überprüfung unterzogen wurden.

In Anbetracht der relativ kleinen Größe der gewählten Stichprobe weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass die zu Tage geförderten Ergebnissen nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Piraterie-Problems aufzeigen könnten: "Wenn man die große Zahl der populären Marken bedenkt, ist durchaus anzunehmen, dass es noch hunderttausende anderer Rechteinhaber, Marken und Content-Produzenten gibt, die denselben Schaden erleiden." (pte)

 

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Posting 1 bis 25 von 39
1 2
Mundle
00
14.1.2011, 14:21

Die 200 Milliarden sind höchstens wirtuelles Geld. genauso wie Geld, welches in einem Pyramidenspiel erzeugt wird. Dann wird auch von Milliarden an Verlusten gesprochen, wobei hingegen es eigentlich deutlich weniger sind.

Schon alleine, dass ein Raubkopierer nicht kaufen würde, wenn er nicht kopieren würde, verzerrt die 200Mrd GEWALTIGST.

Mein Mitleid hält sich ausserdem in Grenzen. Zu oft und zu viel minderwertige Ware wird produziert, die einzig dazu dient Geld zu bekommen.

Man braucht nur durch die Regale des Saturns gehen um zu sehen wie abartig dieses System ist. So eine Auswahl braucht kein Mensch. Mehr Qualität braucht es! Neue vertriebswege wären auch nicht schlecht. Warum soll ich DVD-Produktion mitzahlen wenn ich auch DL kann?

ashensfate
00
14.1.2011, 08:39
Monique Göschl..

..hat wahrscheinlich am meisten "illegales" am Rechner

ü-strichal
03
14.1.2011, 07:43

die wahren raubkopiermörder:

http://www.heise.de/newsticke... 69005.html

Mathias
 
00
14.1.2011, 10:47
die wahren raubkopiermörder

Ist doch nichts neues. Die "moderne" Popmusik ist bis auf wenige Ausnahmen doch auch nur eine Kopierwerkstatt! Im Grunde kann man getrost auf "neue Stars" verzichten, die alten MusikerInnen sind heute noch um Welten besser ...

ü-strichal
00
14.1.2011, 07:42

und, was macht die musik- und filmmafia dagegen ??

richtig, gar nichts ... nur sudern und jammern

und wenn sie was machen würden, sprich dementsprechende downloadportale zu schaffen, dann garantiert zu so einem preis, der teurer ist als wenn man das ganze physisch im laden kaufen würde.

aber die politik wirds schon richten, da werden solange von der mafia geldköfferchen abgegeben, bis das ganze passend für die musik- und filmmafia ist um die internet-user zu tausenden ohne richter verklagen zu können

Al Borland
05
13.1.2011, 19:43

Diese Information ist falsch, der Schaden wird mit mehr als 12 Fantastilliarden beziffert.

LeChuck™
00
13.1.2011, 22:38

The Internet makes lots of money. Give us some of that money!

under ground
00
14.1.2011, 06:55
wenn das so rasant weite geht

verdient brad pitt in 5 jahren nur mehr 5.000 euro pro film.

OttotheBusdriver
00
13.1.2011, 16:31
Kennt jemand solche bösen Seiten?

oder gibts die nur in der Phantasie der Filmindustrie?

schon joeh
04
13.1.2011, 13:28
...tatsächlicher schaden

ich weiß nicht, wie groß der schaden wirklich ist. ich würde es eher auf 10-20 euro/monat pro filesharer beziffern. müsste ich wirklich alle serien und filme bezahlen, die ich derzeit schaue, dann wären es wahrscheinlich 300 euro. aber dieses geld würde ich niemals für tv-konsum ausgeben. ergo, ich reduziere diesen und spiel halt computer oder les ein buch. oder man veranstaltet filmabende mit freunden, da kauft sich dann auch nicht jeder einen film ;)

contentmafia, hörts auf mit euren lügen und machts gscheite angebote! es gibt genug leute, die für den entsprechenden service zahlen würden.

ununnilium
05
13.1.2011, 11:59

Schaden durch Serien: 0. Entweder man schaut sich zeitnah das englische Original online an, oder gar nicht. Ein Jahr warten, ums dann ohne Ton anschaun zu können, weil die Synchronisation ned zum Aushalten is, oder vl noch ein Jahr für eine DVD wo dann doch auch das Original drauf is? Sry, liebe Content-Mafia, aber da seids selbst Schuld.

FalscherProphet
02
13.1.2011, 11:08
ad "Der MarkMonitor-Studie zufolge

geht die größte Pirateriegefahr eindeutig von Webseiten aus, die [blahblah] zum Download anbieten":

Wirklich wahr? Ich war bis dato fest davon überzeugt, dass die größte Pirateriegefahr von Kriminellen ausgeht, die entlang der somalischen Küste ihr Unwesen treiben.

Also so RICHTIGE Gefahr.
Mit Waffengewalt, Geiselnahme und Schiffskaperung.

Martin_1004
00
13.1.2011, 10:08

200mrd usd schaden pro jahr? Wer lädt den so etwas runter? Genau Leute, denen das zuviel kostet und die nicht dafür bereit sind für einen Film 20€ zu bezahlen, nur weil er seit ein paar Wochen erst als dvd/blauscheibe erhältlich ist. Viele, die aber wirklich gerne film schauen, zahlen aber auch für accounts bei rapidshare, usenet usw, weil man im prinzip eine pauschale dafür entrichten kann, um alles was man will runterzuladen. Da wäre doch vllt mal ein Umdenken über das Vertriebsmodell gefragt. Aber wenn ich daran denke, dass mit nur 100 dvds das Gehalt einer Junglehrerin aufgefressen sein würde, vergehts mir gleich wieder.

Mathias
 
00
13.1.2011, 11:23
die nicht dafür bereit sind für einen Film 20€ zu bezahlen

Es soll auch Konsumenten geben, die warten einfach 1-2 Jahre, bis ein guter Film nur noch die Hälfte kostet. Das kalkuliert natürlich auch keiner ein ...

kaiserchan.net
00
13.1.2011, 07:35
Das ich nicht LACHE!

>Hunderttausende Rechteinhaber geschädigt.
mehr wie:
>Hunderttausende Verbraucher seit anbeginn der Pop/Aggro/DSDS Zeiten geschädigt.

kaiserchan.net

Zitronenbaum
00
13.1.2011, 07:26
Ich wunder mich ja, ob ...

... die Leute die Sachen tatsächlich kaufen würden, wenns keine Kopien im Internet gäbe. Der Anreiz etwas kostenlos zu bekommen ist ja doch größer, als wenn man im Laden für eine Blu-Ray gleich 18 Euro oder mehr ausgeben müsste. Oder für eine normale DVD. (Ich kauf meistens nur DVDs die 10 Euro oder weniger kosten - da dauerts auch lang, bis die Content Industrie auf ihre 200 Mrd. kommt.)

Fred Stiller
09
12.1.2011, 23:06

erwünschter gewinn - tatsächlicher gewinn = schaden durch raubmordkopierer

Mike Webman
03
12.1.2011, 21:34
Macht die VAP auch Wehrsportübungen?

Schon ein komischer Verein, der Flohmärkte nach selbstgebrannten CDs und DVDs abklappert und
hirnstarrige Milchmädchenrechnungen produziert.
Haben die am Ende ihr Office selbst geklaut und machen heimlich Wehrsportübungen?

celesto
11
12.1.2011, 21:19

15 Euro für einen 3D film, der vielleicht 2 h dauert...DVDS kosten um die 15 Euro, BlueRay mehr...würde man die neuesten Filme wie bei der Telekom Austria Videothek um 2.50 € (gilt für 24 h), dann würdens schon mehr kaufen.

CouchDB
05
12.1.2011, 18:24
Learning by ÖBB ?

Der Kunde als Last da wie dort dasselbe Bild - lässt man sich immer neue Dinge einfallen um die Kundschaft zu triezen - und beklagt hinterher das die Kunden in Scharen davonlaufen. Mein Mitleid mit diesen arroganten Pack hält sich in Grenzen.

Wennso Weitergeht...
02
12.1.2011, 18:05
pfft

eine Dose Mitleid!

Klink
02
12.1.2011, 17:44

gerade bei den TV Serien sind die selber schuld, wenn in den USA eine neue Serie kommt, vergeht teilweise mehr als ein Jahr bis diese auch bei uns gezeigt wird und manche Serien schaffen es nie bis zu uns. Hinzu kommt, dass Serien in den USA in HD ausgestrahlt wird und bei uns nur in SD.
Bei Filmen sieht es ähnlich aus, wieso können neue Kino Filme nicht zu gleichen Zeit auch bei uns anlaufen und nicht erst Monate später.

misanthropie
05
12.1.2011, 16:59
"Durch Piraterie entsteht ein erheblicher finanzieller Schaden"

der gleiche schaden, wie produktion in billig-lohn-ländern..

also, ausgleichende gerechtigkeit..

M1AU
01
12.1.2011, 15:52

Meiner Meinung nach entsteht kaum wirtschaftlicher Schaden solange es kein brauchbares Angebot seitens der Rechteinhaber im Internet gib. Erst wenn es diese gibt können wir darüber reden. Die momentan gebotenen Dienste sind reine Kundengängelung und wiederspiegeln meiner Definition nach nicht ein brauchbares Angebot.
Wird Zeit dass Netflix ähnliche und VULU ähnliche Dienste bei uns angeboten werden, dann können wir auch über einen theoretischen wirtschaftlichen Schaden anfangen zu sprechen...

Mathias
 
01
12.1.2011, 15:51
Branche beklagt jährlichen Schaden in Höhe von 200 Mrd. Dollar

Sobald ich das lese, bekomme ich Augenschäden und wenn ich das im TV höre, naturgemäß Hörschäden. Das ganze Gejammer dieser Content-Mafia beschehrt mir somit Schäden in Höhe von 100 Millionen Euro! Dabei sind auch die seelischen Schäden mit eingerechnet ...

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