Pfeiffer-Gruppe steigert Umsatz

12. Jänner 2011, 12:58
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Linz - Die Firmengruppe Pfeiffer mit der Zentrale in Traun bei Linz hat ihren Umsatz 2010 um 1,7 Prozent auf 681,7 Mio. Euro gesteigert. Im Vorjahr habe es sowohl im Lebensmitteleinzelhandel als auch im Gastronomiebereich einen Preiskampf in einer nie dagewesenen Intensität gegeben. Das berichtete Aufsichtsratsvorsitzender Georg Pfeiffer in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz. Für heuer sei mit Preissteigerungen vonseiten der Industrie zu rechnen.

Die Mitarbeiterzahl der Gruppe blieb 2010 mit 2.845 - davon knapp 150 Lehrlinge - nahezu unverändert, 2009 waren es 2.850. Beim "Flaggschiff" C+C Pfeiffer habe sich zu Beginn des vergangenen Jahres die Wirtschaftskrise bemerkbar gemacht. Der Geschäftsbereich, der über 23,9 Prozent Marktanteil verfüge, habe sich aber letztlich "ganz gut" entwickelt und sei über der Branche gewachsen, so Geschäftsführer Erich Schönleitner. Mit knapp 950 Beschäftigten an 7 Standorten stieg der Umsatz um 1,9 Prozent auf 326,6 Mio. Euro. Wachstumstreiber sei laut Schönleitner der vor 2 Jahren eröffnete jüngste Markt in Wien-Donaustadt gewesen.

Das "Urgestein" Pfeiffer Großhandel, mit dem 350 Nah&Frisch-Kaufleute und 200 Einzelhändler mit individueller Kennzeichnung beliefert werden, legte beim Umsatz um 1,6 Prozent auf 126,7 Mio. Euro zu. Die Anzahl neu eröffneter und geschlossener Standorte habe sich in etwa die Waage gehalten, sagte Schönleitner. Für Unimarkt mit 76 Eigenfilialen und 36 Franchise-Partnern in 4 Bundesländern sei nach dem starken Expansionsschub von 2009 Konsolidierung angesagt gewesen. Der Umsatz erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 228,4 Mio. Euro. Der Personalstand von Unimarkt ohne Franchise liegt bei 1.315.

Millionen-Investitionen

Heuer plant Pfeiffer Investitionen von insgesamt 25 Mio. Euro. 15 Mio. davon fließen in die Errichtung des 8. C+C-Standortes in Villach, dessen Eröffnung für den Spätherbst 2011 geplant ist, berichtete Geschäftsführer Markus Böhm. Zudem sollen weitere 3 bis 4 Unimärkte aufmachen und bestehende Niederlassungen adaptiert werden. Böhm rechnet mit einem moderaten Wachstum im Einzelhandel und will das Kerngebiet verdichten und so Logistikkosten senken. Die Bio-Eigenmarke "natürlich für uns" habe man gut an den Start gebracht, nun werde sie weiter forciert. Bei Zielpunkt ist man damit seit Ende September gelistet. Nach einer Testphase starte nun auch MPreis flächendeckend mit der Marke, so Schönleitner. Es gebe zudem Gespräche mit weiteren Interessenten.

Eine Umsatzprognose wollte Böhm nicht abgeben: "Wir sind mitten im Planungsprozess." Die mittelfristige Entwicklung der Rohstoffmärkte sei kaum abschätzbar, erklärte Pfeiffer. Man erwarte aber Preiserhöhungen, die es abzufedern gelte. Im Vorjahr habe es eine deflationäre Entwicklung gegeben, so der Aufsichtsratschef. Die Österreicher hätten "nicht einmal mehr 12 Prozent" ihres Geldes für Lebensmittel ausgegeben. "So wenig war es überhaupt noch nie." (APA)

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