Vorschlag für neue Lehrerausbildung soll spätestens bis Mai stehen

12. Jänner 2011, 12:56
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PHs, Unis, Gewerkschaften und Verbände in Gespräche eingebunden - Ab September soll Gesetzesentwurf ausgearbeitet werden

Wien - Spätestens bis Mai soll ein Vorschlag für die neue Lehrerausbildung fertig sein. Das betonte Ex-VP-Bundesrat Andreas Schnider, der die dazu von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) eingesetzte Vorbereitungsgruppe leitet. Bei ihrem ersten Treffenam Donnerstag fixiert die Arbeitsgruppe "die wichtigsten Themen, die auch umsetzbar sind", so Schnider. "Es geht jetzt nicht mehr um Denkwerkstätten. Jetzt heißt es: Just do it." Ab September könne mit der Arbeit an einem Gesetzesentwurf begonnen werden.

In den kommenden Monaten soll auf Basis des Papiers der Expertengruppe zur neuen Lehrerausbildung, den vier Konferenzen mit Betroffenen und Experten und weiteren Stellungnahmen ein Vorschlag an die zuständigen Ministerinnen erarbeitet werden. Wichtig ist Schnider dabei, dass Konsens zwischen allen Betroffenen - von Unis und Pädagogischen Hochschulen (PH) über Gewerkschaften bis zu Eltern-, Schüler- und Studentenvertretern - erreicht werden soll.

Das Endpapier könne durchaus stark von den ursprünglichen Vorschlägen der Expertengruppe abweichen, betonte Schnider. So könnte etwa das Bachelorstudium, das künftig für den Berufseinstieg reichen soll, vier statt drei Jahren dauern. Die ebenfalls stark kritisierte "Induktionsphase" - eine Art Turnus zum Berufseinstieg - könnte unterdessen teilweise in das Bachelorstudium vorgezogen werden. Schnider geht davon aus, dass der "konsensual" erarbeitete Vorschlag schließlich auch von der Politik übernommen werden wird. "Da bin ich optimistisch." (APA)

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