Referendum erreicht Hürde

11. Jänner 2011, 17:47
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Hohe Beteiligung - Angriffe und Tote an der Grenze

Juba - Aufgrund der bisher hohen Beteiligung am Referendum über die Sezession des Südsudan, gilt es bereits jetzt - die Volksabstimmung dauert noch bis Samstag - als praktisch sicher, dass die notwendige Teilnahme von 60 Prozent der Wahlberechtigten erreicht wird, sagten die Organisatoren am Dienstag. Der Leiter der Wahlkommission Mohammed Ibrahim Khalil rechnet sogar mit einer weit höheren Beteiligung.

Laut Umfragen dürften bis zu 97 Prozent derer, die am Referendum teilnehmen für eine Unabhängigkeit votieren. Die ersten Ergebnisse werden für Anfang Februar erwartet. Insgesamt wurden etwa vier Millionen Wähler registriert. Indessen sollen arabische Stammesangehörige zehn Südsudanesen getötet haben. Der Angriff ereignete sich am Montag in der Provinz Süd-Kordofan nördlich der innersudanesischen Grenze. Die Menschen seien auf dem Weg in den Süden gewesen, um beim Referendum ihre Stimme abzugeben, sagte der südsudanesische Innenminister Generalmajor Gier Chuang Aluong am Dienstag.

Bereits am Sonntag sollen in Abyei 20 Polizisten getötet worden sein. Der arabische Nomadenstamm Misseriya hingegen berichtete von einem Angriff der Polizei auf Hirten, bei dem zehn Menschen starben. (Reuters/DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2011)

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