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Startet eine Crowdfunding-Aktion für den Film "Yasuni": Christa Auderlitzky.
Christa Auderlitzky hat einen Weltvertrieb für Filme in Wien gegründet.
Weiterbildung war nötig, erfuhr Margarete Affenzeller.
***
"Die Initialzündung für meine Selbstständigkeit gab eine Filmproduzentin, die mich dazu anspornte, einen Vertrieb aufzuziehen. Das liegt schon Jahre zurück, aber ich habe es immer im Hinterkopf behalten. Ich habe bisher in Filmbetrieben gearbeitet, die in ein großes System eingebettet sind und Arbeitsstrukturen haben, die ich oft als energieraubend empfand. Jetzt kann ich die Strukturen selbst schaffen und flexibler sein.
Als internationaler Vertrieb ist es mein Ziel, innovative Spiel- und Dokumentarfilme weltweit an Verleiher, TV-Stationen und Consumer zu vermitteln. Mein Vertrieb ist einer von drei Weltvertrieben in Österreich, inhaltlich grenzen wir uns aber ganz gut voneinander ab. Ich wollte von Beginn an neue Distributions- und Marketing-Tools nützen, die das Web X.0 bietet, sprich die digitale Verwertung via Stream und Download und die Bewerbung mittels Social Media.
Ich habe mich sehr gut auf die Selbstständigkeit vorbereitet, habe z. B. ein Unternehmensgründungsprogramm bei ÖSB Consulting absolviert und dort Beratungen und Kurse in Anspruch genommen - von Steuerrecht, Budgetierung bis hin zu Grafikdesign-Workshops. Ergänzend habe ich Vertriebs- Workshops internationaler FilmexpertInnen im Ausland besucht, u. a. in Luxemburg, das ist wichtig, um up to date zu sein und neue Netzwerke aufzubauen.
Spannend war für mich vor allem, das eigene Unternehmensprofil aufzubauen: Wie definiere ich es, was möchte ich alles integrieren, was ist das Einzigartige daran? Und was ich jetzt, nach fast einem Jahr Selbstständigkeit, besonders positiv erlebe, das ist diese kleine Unternehmensstruktur, weil ich sehr schnell reagieren kann. Z. B. starte ich soeben eine Crowdfunding-Aktion für den ecuadorianischen Dokumentarfilm Yasuni - Two seconds of Life, den ich vertreibe. Solche Dinge auszuprobieren, das ist wie eine Energiespritze.
Manchmal muss ich mich, zugegeben, auch selbst motivieren. Aber ich bereue es bisher in keiner Weise. Außerdem nütze ich die Synergien in meinem Arbeitsumfeld. Ich bin in einer Bürogemeinschaft in Wien mit Leuten eingemietet, die in der Film- und Musikbranche tätig sind.
Unterschätzt habe ich vielleicht die Dauer der Anlaufzeit, bis erste Geschäfte abgewickelt sind und der Geldfluss in Bewegung kommt. Ein kleiner finanzieller Rückhalt ist eine Förderung der Agentur Departure. Diese hat mich sehr gefreut, weil ich mich damit auch in meinem Tun bestätigt fühle.
Überhaupt ist es ein gutes Gefühl, selbstständig zu sein, besonders als Frau, das möchte ich unbedingt betonen. Als Frau muss man ohnedies immer mehr Kompetenz mitbringen, um sich folgenwirksam einzubringen, notabene in Bereichen, wo es um Geld geht." (DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2011)
CHRISTA AUDERLITZKY (44) war Leiterin des Filmhauses Stöbergasse, beim Polyfilm-Verleih tätig und künstlerische Leiterin der Filmgalerie in Krems. 2010 gründete sie "filmdelights".
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...das gute Gefühl hat! Bei den ersten Nachzahlungen/massiven Vorzahlungen/etc. wird aus dem guten Gefühl BAUCHWEH!
Da helfen dann auch ÖSB-Kurse nix, denn im Kurs erzählt Dir keiner wie man das System, dass Dich ständig verarscht zurückverarschen kann, oder?!
Akadamisches Prekariat mit Pimperlbeträgen - http://dastandard.at/129337066... lbetraegen - fällt das für DER Standard auch unter die sagenhaft fabulösen Ich-AGs?
Steuerlich ist fast kein Unterschied zwischen Einkommensteuer und Lohnsteuer, von der Sozialversicherung her zahlen am bei weitem meisten die Unselbständigen (wenn man den AG-Anteil mitberücksichtigt) und diverse Abgaben (Familienlastenausgleichsfonds, Kommunalsteuer etc.) tragen ohnedies ausnahmslos nur unselbständige Arbeitsverhältnisse.
Ich gebe Ihnen aber natürlich recht wenn Sie darauf hinweisen möchten, dass die Steuerbegünstigungen bei großen Unternehmen weitaus breiter gesät sind als bei den Kleinen, und die Kapitalertragsteuer ist ohnedies in vielen Fällen ein Zuckerl.
Es sagt ja auch niemand dass jeder Unternehmer werden soll. Vergleiche suggerieren aber dass in Oesterreich weniger als sonstwo diesen Weg waehlen. Die Frage warum und eine Serie die Motivationen und Herausforderungen untersucht ist daher berechtigt...
PS. Wo soll die Masse in Zukuft arbeiten wenn niemand Unternehmer wird?
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