Hacker-Gruppe entfesselt Logitech Revue-Box und umgeht damit Sperren der Medienindustrie
Ende November rief Android-Entwickler Howard Harte zum Android-Hacken auf. Der erste funktionierende Jailbreak würde mit 1.000 US-Dollar belohnt. Anfang Jänner war es dann soweit: Eine Gruppe an Entwicklern namens GTVHacker knackte die angepasste Android-Plattform und strich das Preisgeld ein.
Geknackt
Den Hackern nach wurde Google TV damit als komplette Android-Entwicklungsumgebung offengelegt. So könne man für die geknackte Plattform nun die gleichen Programme entwickeln wie für die konventionelle Android-Version. Der Hack ist allerdings mehr als eine simple Codemanipualtion. Zur "Entfesselung" des Google TV-Geräts Logitech Revue musste auch an der Hardware geschraubt werden. Demnach wird sich die Anzahl der Nachahmer wohl in Grenzen halten.
Entsperrt
Die Öffnung von Google TV ist interessant, weil zahlreiche Medienkonzerne die Nutzung ihrer Online-Angebote mit Google TV untersagen. So kann man als US-Bürger etwa Hulu.com kostenlos über den Webbrowser am PC schauen, über Google TV wird der Zugang jedoch blockiert. Offenbar will die Industrie damit den Konsum von gebührenfreien Online-Inhalten so unbequem wie möglich gestalten. Mit einem gehackten Google TV-System kann eine derartige Sperre umgangen werden.
Allgemein führt Google seine TV-Plattform als offenes System. In den kommenden Monaten wird für Entwickler und Kunden etwa der Google TV Market geöffnet, der wie bei Smarphones die Schöpfung und Nutzung von Apps ermöglichen wird. (zw)
"Offenbar will die Industrie damit den Konsum von gebührenfreien Online-Inhalten so unbequem wie möglich gestalten."
Und genau da liegt das Problem. Nicht nur gebührenfreie, alle Angebote sind in irgendeiner Weise unbequem. Und sei es nur, dass Content einfach nicht weltweit verfügbar ist. Wenn die Content-Industrie es schaffen würde umzudenken könnten sie ganz einfach davon profitieren. Aber scheinbar wollen sie das nicht, lieber werden Massenabmahnungen verschickt - bringt mehr Geld ein.
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