Tierschützer-Prozess: Ministerium prüft "Ungleichbehandlung"

11. Jänner 2011, 15:00
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Selbstanzeigen von Staatsanwaltschaften in Wien und Linz abgelehnt

Rund 300 Anzeigen aus Protest hat das Wiener Neustädter Verfahren gegen 13 Tierschützer wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation nach sich gezogen. Zwei davon wurden "analog zum Strafantrag" zweier Beschuldigter eingebracht, aber - wie alle anderen Anzeigen - niedergelegt. Zur Aufklärung dieser "Ungleichbehandlung" hat sich der erstangeklagte Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, ans Justizministerium gewandt. Dieses erklärte dazu am Dienstag, entsprechende Berichte von den betroffenen Anklagebehörden (Wien und Linz) angefordert zu haben und die Sache nun zu prüfen.

Das umfangreiche Verfahren gegen die Aktivisten - sechs sind rein nach Paragraf 278a angeklagt, die übrigen sieben auch wegen diverser anderer Delikte - läuft seit 2. März 2010. Zuletzt hatte der schleppend verlaufende Prozess durch das plötzliche Auftauchen der verdeckten Ermittlerin "Danielle Durand", die 16 Monate in der Tierschutzszene aktiv war, aber keine Beweise fand, frischen Wind bekommen. Die Verhandlung wird nach der Pause über Weihnachten und die Feiertage am 24. Jänner fortgesetzt. (APA)

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