Zehn Tote bei Angriff auf Südsudanesen

11. Jänner 2011, 14:53
4 Postings

Arabische Nomaden sollen für Attacken während des Referendums verantwortlich sein

Juba - Während des Unabhängigkeitsreferendums im Südsudan haben nach Behördenangaben arabische Stammesangehörige zehn Südsudanesen getötet und 18 weitere verletzt. Der Angriff ereignete sich offenbar am Montag in der Provinz Süd-Kordofan nördlich der innersudanesischen Grenze. Die Menschen seien auf dem Weg in den Süden gewesen, um beim Referendum ihre Stimme abzugeben, sagte der südsudanesische Innenminister Generalmajor Gier Chuang Aluong am Dienstag.

Ein Führer des arabischen Nomandenstammes Misseriya wies eine Beteiligung an der Tat zurück. Südsudanesische Behörden hatten bereits einen Angriff am Sonntag im ölreichen Distrikt Abyei gemeldet, bei dem 20 Polizisten getötet worden sein sollen. Die Misseriya hingegen berichteten von einem Angriff der Polizei auf Hirten, bei dem zehn Menschen ums Leben gekommen seien.

Die Zahl der Todesopfer ist umstritten, es könnten seit dem Beginn des Referendums am Sonntag jedoch bis zu 40 Menschen ums Leben gekommen sein. Die UNO zeigte sich "sehr besorgt" über die Berichte von Zusammenstößen in Abyei. (APA/dapd)

Share if you care.