Mucha sucht Rat

11. Jänner 2011, 15:34
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Chmelar gegen Fleischhacker und andere Rankingfragen

Wenige Tage ist das Jahr jung, und schon haben wir unser Ranking des Jahres gefunden. Innovativer und überraschender, als der "Extradienst" Journalisten des Jahres wählt, geht's nur noch schwer. In diesen ersten Tagen 2011 nämlich sucht er online Journalisten des Jahres 2010, nach seinem eigenen "Kommunikator des Jahres" (Branchenjury: Dietrich Mateschitz vor Oscar Bronner) und den "Journalisten des Jahres" des innig verfeindeten Magazins "Der österreichische Journalist" (Branchenjury: Andreas Koller, "Salzburger Nachrichten").

Wir grübeln schon seit Tagen, wie die jeweils drei Auswahlmöglichkeiten in rund einem Dutzend Kategorien zustande kamen. Als "Tageszeitungsredaktion des Jahres 2010" etwa kann man auf extradienst.at aussuchen unter "Kurier", "Oberösterreichische Nachrichten" und "Salzburger Nachrichten". Chefredakteure Tageszeitungen: Christian Ortner ("Vorarlberger Nachrichten"), Richard Schmitt ("Heute"), Wolfgang Unterhuber ("Wirtschaftsblatt"). Magazin-Chefredakteure: Georg Wailand ("Gewinn"), Christian Rainer ("profil") und, klar, Wolfgang Kofler ("Kärntner Monat"). Bester Kulturredakteur: Christoph Hirschmann ("Österreich"), Gert Korentschnig ("Kurier"), Heinz Sichrovsky ("News"). 

Wie kommt es denn dazu? "Extradienst"-Boss Christian W. Mucha sagt, für die Vorauswahl habe seine Redaktion Branchenmeinungen eingeholt. Wir haben schon immer vermutet, dass wir in einer ausgesprochen interessanten Branche arbeiten. 

Chmelar gegen Fleischhacker

Unsere Lieblingskategorie ist eindeutig die "Kolumne" - hier messen sich: Dieter Chmelar ("Kurier"), Michael Fleischhacker ("Die Presse") und Karin (tatsächlich Carina, Anm.) Kerschbaumer ("Kleine Zeitung").. Uns hat ein bisschen überrascht, dass es Gudrun Harrer vom STANDARD in die Kategorie Außenpolitik geschafft hat.  Der aktuelle Stand der Online-Abstimmung beruhigt: In dieser Kategorie führt Ernst Heinrich von der "Kleinen Zeitung" vor Harrer und Roland Adrowitzer (ORF).

Womit wir endlich an jenem Punkt angelangt wären, an dem Herr Mucha Rat bei den Userinnen und Usern von etat.at sucht, die ja beim Mitmachen und Mitposten gemeinhin fixer sind als manche Branchenmeinung. Beim Abstimmungsstand nämlich.

Denn während in den meisten Kategorien zwischen gut 300 (Chronik) und rund 3000 Stimmen (Magazinchefredaktion, laut Mucha binnen weniger Stunden eine vierstellige Zahl für Christian Rainer) ausgewiesen werden, stehen bei der Kategorie "Programmchef Radio" 709.013 Stimmen. Gut 410.000 für Thomas Lederer (Hit FM) und fast 300.000 für Georg Spatt (Ö3).   

Dabei habe man zu Fairness aufgerufen, sagt Mucha, und diese mit einer Stimme pro Kategorie pro IP-Adresse und Tag bemessen. Was, fragt Mucha, soll er mit den Radiostimmen tun? Wir meinen: Gelassen gewähren lassen, wen kümmert's? Mögen jene Eifrigen gewinnen, die Rankings wichtig nehmen. Und eben darauf hinweisen, dass manche Werte doch deutlich herausstechen.

Wir hätten jetzt jedenfalls unseren Teil dazu beigetragen, dem Ranking auch über die Wahlmöglichkeiten hinaus Aufmerksamkeit zu schenken. Wir helfen gern. (fid)

PS: So eine Überraschung: Nach einem Blick auf die Logfiles musste der Mucha Verlag "massive Unregelmäßigkeiten in der Kategorie Programmschef Radio in zwei Fällen feststellen", heißt es in einer Mitteilung auf extradienst.at. Die Stimmen bestimmter IP-Adressen werden zurückgesetzt, um zu einem "realistischen Ergebnis" zu kommen.

Link
Die "Umfrage" auf extradienst.at

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