Warum ausgetreten?

"Ich konnte nicht mehr damit leben"

11. Jänner 2011, 20:52

derStandard.at sprach mit einigen ÖsterreicherInnen darüber, wieso sie der Katholischen Kirche 2010 den Rücken gekehrt haben

87.393 Personen traten im vergangenen Jahr aus der Katholischen Kirche in Österreich aus. derStandard.at fragte einige von ihnen, wieso sie ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben, warum genau im Jahr 2010 und unter welchen Bedingungen sie sich eine Rückkehr vorstellen könnten.

Anna: "Ich bin 2010 aus der Kirche ausgetreten, nachdem ich einen Erlagschein der Kirche erhalten habe, mit der Aufforderung meinen Mitgliedsbeitrag der vergangenen Jahre nachzuzahlen - flankiert von der Warnung, dass sonst mit weiteren Schritten zu rechnen sei. Da ich zu dem Zeitpunkt Studentin war, habe ich sie erstens darüber informiert (schließlich müssen Studenten nicht zahlen), zweitens nachgefragt, ob sie das für die richtige Form der ersten Kontaktaufnahme ergo für die richtige Taktik halten und bin drittens aus der Kirche ausgetreten.

Ausgetreten bin ich allerdings nicht nur aufgrund des Mitgliedbeitrags für etwas, womit ich mich in keinster Weise identifizieren kann, und der patzigen Aufforderung zur Zahlung ebendieser, sondern weil ich mich zu keinem Zeitpunkt meines Lebens der Kirche zugehörig gefühlt habe. Die meisten Geschichten, die ich in meinem Familien- und Freundeskreis gehört hatte, waren gelinde gesagt negativ, die nach außen gedrungenen Missbrauchsfälle und vor allem der heuchlerische Umgang der Kirche damit waren dann der endgültige Entschluss zu diesem Schritt."


Daniel: "Die Entscheidung 2010 aus der Kirche auszutreten ist mir nicht unbedingt leicht gefallen, und sie hängt jedenfalls nicht mit dem Kirchenbeitrag zusammen. Ich schätze die Kirche als eine Organisation, die vielen Menschen auf unkomplizierte Art und Weise zur Hilfe kommt. Meiner Meinung nach hat sich die Kirche in den letzten Jahrzehnten durch eine übertrieben konservative Einstellung in vielen Fragen des Lebens an die Grenze des gesellschaftlichen Grundkonsenses begeben und leidet nun unter den Folgen. Insbesondere kann ich mich mit der Haltung der Kirche zur Sexualität und zur Gleichberechtigung der Frau schon seit einiger Zeit nicht mehr anfreunden.

Ich vermute, dass in der Haltung der Kirche zu diesen Themen die Ursachen für einige der Skandale, die die Kirche in den letzten Monaten und Jahren erschüttert haben, liegen. Wenn die Kirche es schafft (und das hoffe ich), in den nächsten Jahren den Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft einzuschlagen, werde ich sie wieder unterstützen."


Claudia: "Ich wollte eigentlich schon sehr lange aus der Kirche austreten, weil ich erstens nicht gläubig bin und zweitens mit der Institution Kirche nie etwas anfangen konnte - obwohl ich durchschnittlich katholisch mit den üblichen Traditionen aufgewachsen bin. Dass ich nicht schon früher ausgetreten bin, lag schlicht daran, dass ich immer zu "faul" war bzw. auch keine Kirchensteuer zu zahlen hatte und es mir daher nicht weiter aufgefallen ist, dass ich noch dabei war in dem Verein.

2010 waren dann die Missbrauchsfälle und die (Nicht)Reaktion der Kirchenvertreter so etwas wie der letzte Tropfen, der das Fass für mich zum Überlaufen brachte, oder weniger dramatisch: Es hat mich daran erinnert, dass ich austreten wollte. Und genau das hab ich dann getan.
Wieder eintreten? Keine Option. Und zwar aus dem einen Grund: dass ich nicht gläubig bin und mich auch keiner anderen Religion jemals anschließen würde."


Lisa: "Ich wollte eigentlich schon seit meinem achtzehnten Lebensjahr, also seit ich kann, aus der Kirche austreten. Ich wollte mich mit vierzehn auch nicht firmen lassen und kann mich mit der Religion nicht identifizieren. Die karitative Tätigkeit der Kirche hat mich aber eher von einem Austritt abgehalten. Freunde haben mich auch auf die christlichen Werte aufmerksam gemacht, die ich teilweise schon teile und die meiner Meinung nach für unsere Gesellschaft wichtig sind. Ich kam aber zu dem Schluss, dass man diese Werte auch ohne die Institution der Katholischen Kirche leben kann.

Diese Institution hat mich schon immer abgestoßen, da sie Menschen meiner Meinung nach wie Untergebene behandelt und ihre Anhänger die Freude des Lebens, auch durch ihre weltfremde Sicht gegenüber der Sexualität, nicht leben lässt. Als sich dann im Frühjahr letzten Jahres die Meldungen zu den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche mehrten, setzte ich meine Überlegungen in die Tat um, weil ich nicht damit leben konnte, dass ich so einer Glaubensgemeinschaft immer noch angehöre."


Gerhard: "Ich bin damals direkt nach dem Bundesheer (leider war ich kein Zivi) 1999 aus der katholischen Glaubensgemeinschaft ausgetreten. Ich sah nicht ein, weshalb ich für meinen Glauben bezahlen sollte. Vor allem, da ich vieles in der Kirche nicht gutheiße. Im Großen und Ganzen halte ich "die Kirche" einfach für sehr rückständig. Außerdem deckt sich mein Glauben bei weitem nicht mit dem der katholischen Lehre.

Als meine Schwester dann ihr zweites Kind bekam, sollte und wollte ich dessen Taufpate sein. Dafür muss man allerdings wieder beitreten. Das habe ich dann auch getan und danach ca. 5 Jahre brav meine Beiträge bezahlt. Ganz froh war ich allerdings nie, wieder eingetreten zu sein. Wie auch immer - die letzten Ereignisse (die Missbrauchsfälle) haben dann letztendlich den Ausschlag dafür gegeben, dass ich wieder ausgetreten bin. Diesmal endgültig.
Was mich übrigens auch ärgert ist, dass man als Beitragszahler quasi keine Gegenleistungen erhält. Jede Messe kostet, jedes "Ereignis" (von der Taufe über die Hochzeit bis zum Begräbnis)."


Iwona: "Ich bin ausgetreten, weil meine persönlichen Wert- und Moralvorstellungen mit der katholischen Kirche nicht vereinbar sind. Es war für mich - besonders nach den Missbrauchsskandalen - reine Heuchelei, die die Kirche betrieben hat. Besonders als Mutter haben mich die Missbrauchsskandale und die Reaktion der katholischen Kirche auf diese ziemlich abgeschreckt. Die Kirche hat sich vor jeder Konsequenz versucht zu drücken und hat sich mit scheinheiligen Aussagen versucht sprichwörtlich aus der Affäre zu ziehen. Es war für mich nur eine Frage der Zeit, bis ich austrete. 2010 war dafür allerdings gut geeignet, da sich hier einiges in der Kirche zugespitzt hat. Ich denke, dass das nicht die Ursache, aber der Auslöser für viele war, auszutreten. Ich werde bestimmt nicht mehr beitreten."


Susanne: "Für mich ist der Glaube ein wichtiger und lebendiger Teil meines Lebens. Die katholische Kirche kann diesem Anspruch, lebendig zu sein, schon sehr lange nicht mehr gerecht werden und ihre Traditionen und Institutionen sind veraltet. Aus diesem Grund habe ich beschlossen in eine andere christliche Glaubensgemeinschaft zu wechseln. Der eigentliche Schritt weg von der Kirche passierte schon vor einigen Jahren, aber ausgetreten bin ich erst jetzt. Dass dies 2010 passiert ist, war eher Zufall. Dennoch haben gerade die Missbrauchsfälle mir wieder deutlich gemacht, dass ich mich mit der katholischen Kirche nicht mehr identifizieren kann."


Eva: "2010 war im Grunde ein Zufallsjahr, denn ich hatte schon seit 2007 überlegt, auszutreten, aber es hat sich 2010 günstig ergeben. Denn mit dem Öffentlichwerden der Missbrauchsskandale hätte der Zeitpunkt für ein Zeichen, dass irgendwas in den „heiligen Hallen" falsch läuft, nicht besser gewählt werden können. Also ja, mein Austritt kann durchaus damit verbunden werden.

Ein großes „NEIN, nicht korrekt" zur Reaktion der Kirche und der Kirchenvertreter auf die Missbrauchsskandale der vergangenen Jahre. Viel zu verhalten, viel zu uneinsichtig und vor allem ohne jegliche Lösungsansätze für die Zukunft. Dass diese unfassbaren Missbräuche jetzt an die Öffentlichkeit geraten, vergleiche ich mit (pardon, dem vielleicht unpassenden Vergleich) von Küchenschaben, die unter dem Kühlschrank plötzlich hervor kriechen: Wenn es soweit ist, gibt es sie schon lange! Sorry, aber schon viel zu lange halten die „Männer Gottes" den Mund. Schweigen ist in diesem Fall nicht Gold. Wiedergutmachung ist in diesem Punkt auch schwer, aber Verarbeitung kann wohl nur mit einem entsprechenden Maß an Selbstkritik gelingen. Und das Zölibat ist ein dumpfer doppelzüngiger Versuch die Priester (und damit die Kirche) keusch und rein erscheinen zu lassen. Das offene Geheimnis ist, dass jeder 2. Priester mit seiner Haushälterin auch eine Partnerschaft pflegt und Kinder in die Welt setzt. Ein weiterer Punkt: die Verhütung, die von der Kirche angeprangert wird obwohl sie das Leid der Menschen, die diesen Verboten blind folgen, sieht.

Ob ich wieder eintreten würde? Nichts könnte mich dazu bewegen, diesem Verein wieder bei zu treten. Nicht einmal der Heiratsantrag des katholischsten und bestaussehendsten Mannes aus einem Königshaus. Spaß beiseite: Aber das öffentliche Eingeständnis des Papstes und seines Gefolges, dass einiges zum Himmel stinkt, ein sensibleres Vorgehen (in der Gegenwart und in Zukunft) mit den Missbräuchen, Verständnis für die Opfer und adäquate Lösungen zur Vermeidung solcher tragischen Handlungen könnte das Ansehen der Kirche und der Entscheidungsträger aufpolieren. "


Stefan: "Zum Austritt haben mich durchaus verschiedene Gründe bewogen. Zunächst sehe ich mich als junger Akademiker dem Agnostizismus verpflichtet, ich respektiere jeden, der an einen Gott glaubt (die Gedanken sind ja frei), auch wenn ich Religion persönlich eher als eine Massen-Psychose betrachte und selbst nicht an Gott glaube. Deshalb hatte es für mich auch keinen Sinn Mitglied der katholischen Kirche zu sein. Doch es gab für mich noch wesentlich wichtigere Gründe. Ich sehe es nämlich auch nicht ein, einen Verein zu unterstützen, der durch seine konservative, blockierende, engstirnige und völlig überholte Einstellung in jedem Punkt meiner persönlichen Einstellung widerspricht. Die Kirche diskriminiert auch bewusst und meiner Meinung nach auf eine absolut ekelhafte Art und Weise gewisse Gruppen, v.a. Frauen und Homosexuelle. Ich finde es auch skandalös, welche kriminellen Machenschaften in der katholischen Kirche abgehen und wie diese vertuscht werden und von der Gesellschaft zum Teil sogar noch stillschweigend hingenommen werden.

Ich habe selbst in meiner Volksschulzeit (und diese ist gerade einmal 14 Jahre her) noch erlebt, wie der Pfarrer im Unterricht regelmäßig Kinder geschlagen hat, von den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ganz zu schweigen. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, war dann noch eine Dokumentation, die ich gesehen habe. Diese hat gezeigt hat, wo die Einnahmen aus der Kirchensteuer und den Spenden hinfließen. Und hier war ein sehr geringer Teil für gemeinnützige Zwecke. Als dann ein deutscher Bischof in dieser Dokumentation sagte, dass die Kirche schließlich eine Glaubensgemeinschaft und keine gemeinnützige Organisation sei, hat die katholische Kirche für mich endgültig ihre letzte Existenzberechtigung verloren. Ich persönliche hoffe auch, dass noch viel mehr Menschen zur Besinnung kommen und bei Verfehlungen der Kirche noch viel massiver gegen diese vorgehen." (derStandard.at, 11.1.2011)

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Philbert Desanex
 
00
15.1.2011, 13:24
Der seinerzeitige Grund war einfach: Als halbwegs „anständiger“ Mensch hat man mit so einem Verein nichts zu tun. Ergo. . .

Dank der inzwischen verflossenen Zeit (ca. 50 Jahre) bin ich aber doch in der Lage, etwas zu differenzieren:

1. Die Kirchen haben die Bibel diskreditiert.

2. Die Kirchen haben die Lehre Jesu verraten.

3. Es gibt KEIN VERBRECHEN, das von den „christlichen“ Kirchen im Laufe der letzten 2000 Jahre NICHT BEGANGEN wurde.

4. Die Kirchen unterstützen jede Herrschaft , und sei sie noch so verbrecherisch, vorausgesetzt, die eigenen Interessen werden dadurch gefestigt und gefördert.

5. Die Kirchen sind in jedem sozialen Körper ein Krebsschaden. Sie schmücken sich vordergründig mit allerlei wohltätigen Aktivitäten, lassen sich aber – im Hintergrund und sehr diskret – für jeden Handgriff überteuert bezahlen.

Roter Baron
12
16.1.2011, 10:07

6. die kath. kirche hat jahrtausende überlebt ohne kirchensteuer. letzte ist eine erfindung hitlers.

roter baron

Shelby
00
14.1.2011, 15:19
Bei mir wars schon 2004

Mit dem Erwachsenwerden habe ich aufgehört christlich zu glauben. Ja, es gibt im unteren Bereich viele Menschen, die eine positive Einstellung haben.
Ausschlaggebend war dann die Verherrlichung des Leidens rund um JPII und die Betonung "Christis Leiden für uns".

Fast jedensmal, wenn ich über die Kirche lesen, egal ob gegenwärtiges oder vergangenes, fühle ich mich bestätigt, daß der Austritt eine gute Sache war.

Ich würd mir wünschen, daß auch sonst kein Geld von mir an die Kirche fließt, was natürlich über andere Steuerumschichtungen noch immer passiert.

Blanca Hohn
00
14.1.2011, 11:46
Die Kirche müsste halt mehr

für ihre Mitglieder machen.

* Mitgliedskarte (Cath Card!) im Scheckkartenformat (Aufdruck "Member since": Zeitpunkt der Taufe; Goldkarte bei Zahlung 50% höherer Beiträge; Platinkarte ab Priester aufwärts)

* Bonuspunktesystem: zB für fleißigen Messebesuch, diese können dann etwa bei der Beichte für schwere Verfehlungen abgebucht werden.

* Onlinemessen (mit Chatfunktion, Live Stream)

* Priester on demand

und und und...

die windfrau
 
00
17.6.2011, 19:00
punkt 2 ist aber nix neues net

"Bonuspunktesystem: zB für fleißigen Messebesuch, diese können dann etwa bei der Beichte für schwere Verfehlungen abgebucht werden. "

halt ein verbilligter ablaß, für un-reiche.
ablaß light.

hast1
00
15.1.2011, 19:02
"Die Kirche müsste halt mehr für ihre Mitglieder machen."

was ist denn das für eine eigenartige idee?

die mitglieder sind für die kirche da.

wenn es einem mitglied schlecht geht, ist die kirche für ihn/sie da.

die kirche ist ja kein heiliges perpetuum mobile, bei dem sich alle nach belieben bedienen können.

Gobi Todic
22
14.1.2011, 09:53
Beim nächsten Krieg

werden die Kirchenliebhaber schon sehen was sie davon haben:

http://www.youtube.com/watch?v=t... re=related

namb
65
13.1.2011, 22:45

Diejenigen die Ihr Leben im deinste Gottes stellen und dieses auch versuchen ehrlich in Ihrer Kirche umzusetzen verdienen unsere Unterstützung. Ich habe soviel vom Glauben bekommen und einen großen Teil verdanke ich dieser Kirche. ICH BLEIBE BEI MEINER KIRCHE.

catnip for christmas
00
16.1.2011, 12:10

Was Sie im Dunste Gottes machen bleibt Ihnen überlassen, aber lassen Sie sich nicht dabei erwischen.

Grantscherben
11
13.1.2011, 16:48

Ich würde ja gerne aus der Kirche austreten, das Problem ist nur: ich bin schon längst ausgetreten.

Sowizo
14
13.1.2011, 15:59
Ich bin schon aus der Kirche ausgetreten, bevor es cool war. ;)

Ich war damals 14, hatte genug Gründe und bereue es nicht ein bisschen.

Reginald Barclay
01
14.1.2011, 14:02

Ah, auch Du.

Schlimm auch der Satz im Artikel "mit 18, als es moeglich war". Bildung und so.
Religions-muendig ist man ab 14 - ab zur BH (Wien: Bezirksamt), Taufschein/Geburtsurkunde/Ausweis mitnehmen, Formular ausfuellen, fertig. Dann noch ein paar Jahre Werbemuell von der Bagage aushalten (Telephon, Briefe (auch an div. Verwandte)), und nach so 10-15 Jahren hat man dann endlich endgueltig Ruhe von den Sektierern.

hast1
61
15.1.2011, 19:06
und nach weiteren 50-60 jahren

legt man sich in ein ordens-hospiz und lässt sich pflegen.
vorausgesetzt, man hat nicht das pech, schon vorher bei der caritas oder anderen hilfsorganisationen vorstellig werden zu müssen.

aber in der jugend war man einer der coolsten!

Office-Linebacker
01
13.1.2011, 13:46
Emotionale Nähe

Mein Grund war eigentlich ein ganz simpler: ich bin ausgetreten, weil ich keine emotionale Verbundenheit zur Kirche verspüre und auch davor nie verspürte.
Erstaunlicher Weise war die Entscheidung dann doch schwieriger als gedacht, also scheint Religionsunterricht bzw. der gesamte katholisch-christliche Gesellschaftszusammenhang doch Spuren hinterlassen zu haben.

bergfex5
13
13.1.2011, 13:14
Einer der ca. 98,5%, die im letzten Jahr nicht ausgetreten sind.

1. Ich lehne die Haltung der Kirche insb. gegenüber Homosexuellen, Frauen sowie deren Sexualmoral ab. Deshalb werde ich auch nicht kirchlich heiraten, da ich nicht etwas vorheucheln will, das ich nie gelebt habe/ leben wollte.
2. Glauben/ nicht glauben kann man heute innerhalb und außerhalb der Kirche.
ABER: Warum ich drin bin und bleibe? - ich habe Priester im Bekanntenkreis, von denen ich nur redliche Arbeit sehe, und auch von unserer eigenen Pfarre habe ich mir ein Bild gemacht, was sie an karitativer und seelsorgerischer Arbeit (für ALLE) leistet. Darauf genauer einzugehen würde nicht nur dieses posting sprengen, sondern diese Leute könnten Bücher damit füllen. Die Kirche ist etwas anderes als das, was in den Medien beschrieben wird.

Interista81
05
13.1.2011, 13:26
genau dieselbe Argumentation hör' ich sehr oft

wenn's um politische Diskussionen geht. Auch dort gibt's (vereinzelte) Beispiele, bei denen zu verabscheunde Parteien "Gutes" leisten. Deshalb würden aber die meisten Leute nicht auf die Idee kommen, die bundesweit wählen zu wollen. Aber abgesehen davon, meine Frage: Warum denkst Du, dass diese Personen nicht auch karitativ außerhalb der Kirche tätig wären oder sein könnten? Diese karitativen Einsätze haben mehr mit der Person, als mit dem Glauben zu tun ...

bergfex5
02
13.1.2011, 13:45
durchaus

Solche Organisationen gibt es auch, aber viele dieser Personen sehen bei ihrer Tätigkeit Werte verwirklicht, für die das Christentum steht. Außerdem wird bei manchen auch der Glaube eine Rolle spiegeln. Christliche Kirchen sind im karitativen Bereich (weil schon seit geraumer Zeit tätig) sehr gut organisiert und somit auch rein wirtschaftlich betrachtet eine Ressource (erlaube mir hier J. Habermas zu zitieren). Da kommen mE andere Organisationen einfach (noch) nicht dran.

Herbert Quaxi
 
71
13.1.2011, 12:20
Das ist doch Krank!

Meine lieben Leute!

Sich hinter dem Computer zu verstecken und *lol*-Meldungen zu machen, braucht kein hohes Denkniveau.

Es wird noch schlimmer kommen, wenn ich gerade die "Zwangs-Taufen" im Forum lese. Eigentlich greifen die Poster damit die eigenen Eltern an. Ich frage mich, wann die Kinder dazu die ersten gerichtlichen Klagen gegen ihre Eltern einbringen werden....

Reginald Barclay
01
14.1.2011, 14:09

Ja, meine Eltern haben mich auch zwangs-taufen lassen. Immerhin hatten sie die Groesse, sich spaeter dafuer zu entschuldigen - Fehler macht halt jeder, auch die eigenen Eltern.

Abigendrin
09
13.1.2011, 13:09

also ich bin aus der Kirche ausgetreten nachdem ich mich für längere Zeit und intensiver mit Kirche/ Glauben etc auseinandergesetzt habe.
Ich versteh einfach nicht, wie ein aufgeklärter und intelligenter Mensch noch immer an das glauben kann was einem die röm. kath. Kirche (kann beliebig durch die meisten Religionen ersetzt werden) erzählt. Da gibts für mich einfach so viele Sachen die ich einfach nicht glauben kann und zum Glück auch nicht muss.
Wenn wer an einen Gott glaubt, oder an eine höhere Macht oder was auch immer, respektier ich das, aber die kirchlichen Institutionen sind alle so meilenweit weg von Glaubwürdigkeit dass ichs wirklich nicht versteh wie man den Blödsinn glauben kann.

lg abi

Spartaner13
00
11.4.2011, 12:05

Dieser Beitrag ist zwar schon eine "Leiche" aber ich denke da genauso - sehr gut geschrieben.

Abigendrin
00
13.1.2011, 13:10

ah verdammt.. wollte eigentlich nicht antworten sondern nen eigenen Kommentar posten...

sorry

systemfehler1
00
13.1.2011, 11:47
Als ich 19 wurde, war

das erste Lebenszeichen der Kirche eine Androhung, doch die ausständige Kirchensteuer zu zahlen.

Ich hatte plötzlich 6.000öS schulden.

Meine erste Handlung> Austritt.

hast1
00
15.1.2011, 19:11
"Ich hatte plötzlich 6.000öS schulden. "

mit 19?

was haben sie da verdient?
das müssen über 100.000.- / monat gewesen sein.

gratuliere!

knievel
00
13.1.2011, 13:12

des und woame eislutschka...

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