Alcoa nach harten Jahren wieder im Plus

11. Jänner 2011, 11:25
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Der von dem deutschen Manager Klaus Kleinfeld geführte US-Aluminiumhersteller Alcoa hat nach zwei Verlustjahren wieder Gewinn geschrieben

Pittsburgh - Wie der Konzern am Montagabend in Pittsburgh mitteilte, blieb 2010 ein Jahresüberschuss von 254 Mio. Dollar (197 Mio. Euro). Im Jahr zuvor hatte Alcoa noch einen Verlust von 1,15 Mrd. Euro gemeldet. Der Umsatz stieg um rund 14 Prozent auf 21 Mrd. Dollar.

Für 2011 setzte der frühere Siemens-Chef Kleinfeld die Erwartungen hoch an. "Wir nehmen jetzt Fahrt auf, da der Markt anzieht", sagte der Konzernchef. "Und wir haben in so gut wie allen Unternehmenssegmenten ziemlich ehrgeizige Ziele." Die größten Zuwächse sieht Alcoa demnach im Automobilsektor. Kleinfeld setzt aber auch auf Bereiche, in denen Aluminium das teurere Kupfer ersetzen könnte. Dazu zählen Gebäudefassaden, Batteriekabel und elektronische Geräte wie Smartphones und Laptops.

Der Aluminiumriese ist traditionell das erste im Dow-Jones-Index vertretene US-Unternehmen, das in der Bilanzsaison seine Zahlen bekanntgibt. Seine Ergebnisse gelten als Hinweis auf die Gesamtentwicklung. Am Freitag wollte die Großbank JP Morgan Chase ihre Bilanz vorlegen.

Im vierten Quartal konnte Alcoa dank steigender Absätze einen Gewinn von 258 Mio. Dollar ausweisen. Das ist der dritte Quartalsgewinn in Folge nach einem Verlust von rund 200 Mio. Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres und entspricht 24 Cent pro Aktie. Im vierten Quartal 2009 hatte Alcoa einen Verlust von 277 Mio. Dollar verzeichnet.

Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Analysten, die mit einem Gewinn von 18 Cent pro Aktie im vierten Quartal gerechnet hatten. Für das laufende Jahr rechnet Alcoa mit einem Anstieg von zwölf Prozent bei der weltweiten Nachfrage nach Aluminium. (APA)

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