Außerplanmäßige "Boxenstopps" für neue Straßenbahnen

10. Jänner 2011, 15:22
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Zu laute Variobahnen müssen umgebaut werden - Cityrunner nach Radreifenbruch in der Remise

Graz - Pannen bei neuen Straßenbahngarnituren haben die Graz Linien gezwungen, auf die letzten Reserven im schienengebundenen Fuhrpark zurückzugreifen: Zuerst mussten fünf neue Variobahnen wegen zu großer Lärmentwicklung zum Nachrüsten in die Remise, dann brach ein Radreifen eines Cityrunners, worauf alle 18 Fahrzeuge dieses Modells überprüft werden mussten. Seit Montag, sind die meisten Cityrunner wieder im Einsatz, wurde von der Holding Graz verlautet.

Offiziell hieß es zwar, man habe "ausreichend Reserven" gehabt, doch war es wohl der Ferienfahrplan und der Umstand, dass durch Bauarbeiten an der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof zwei Linien ohnedies eine Woche mit Busersatz geführt werden mussten, weshalb man mit dem Rest an Schienenfahrzeugen das Auslangen fand und im Fahrplan blieb. Vor allem von älteren und Menschen mit Gehbehinderungen hatte es Beschwerden gegeben, zumal durch die Ausfälle nur noch wenige Niederflur-Trams zur Verfügung standen.

Nicht die ersten Pannen

Schon Mitte Dezember waren die fünf bereits zugelassenen Variobahnen vorübergehend aus dem Verkehr gezogen worden: Anrainerbeschwerden wegen Lärms und Vibrationen sorgten für einen Boxenstopp, der nach technischen Adaptierungen erst Ende Jänner beendet sein dürfte. Die erste von 45 bei Stadler Rail bestellten Garnituren war im März 2010 in Betrieb gegangen.

Das Vorgängermodell "Cityrunner" von Bombardier, seit 2001 im Grazer Straßenbahnnetz unterwegs, machte dann vor zehn Tagen Probleme: An einer Garnitur war ein Radreifen gebrochen, weshalb aus Sicherheitsgründen alle 18 Fahrzeuge in die Werkstatt zur Überprüfung mussten. (APA)

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