Sind Sie für die Einführung der Mittleren Schulreife?

10. Jänner 2011, 13:06

Die ÖVP schlägt als Voraussetzung zum Besuch einer Höheren Schule die Einführung einer Mittleren Reife vor - Was halten Sie davon?

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Das ÖVP-Bildungskonzept sieht vor, dass die "Mittlere Reife" am Ende der AHS-Unterstufe sowie der Neuen Mittelschule (NMS) über den Aufstieg in die AHS-Oberstufe oder eine Berufsbildende Höhere Schule (BHS) entscheiden soll. Derzeit ist der Besuch dieser Schulformen grundsätzlich noch ohne Prüfungen möglich. Sind Sie für die Einführung der "Mittleren Reife" und damit einer Prüfung am Ende der achten Schulstufe? (red, derStandard.at, 10.1.2010)

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Posting 1 bis 25 von 75
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Knieriem
00
24.1.2011, 16:22
Mittlere Schulreife mit Prüfung?

Da ist es doch schon längst zu spät. Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die Diskussion Gesamtschule die falsche bzw. zur falschen Zeit passiert. Zuerst muß man die Voksschulen reformieren. Kulturelle Grundtechniken wie Schreiben, Lesen und Rechnen müssen (wieder) auf einem ausreichenden Niveau gelehrt werden. Dann sollte eine Evaluierung der Leistungen (Schüler, Lehrer, Schule) erfolgen. Ev. kann man jemand mit nicht ausreichenden Kenntnissen noch ein Jahr gönnen. Hier in der VS haben wir doch schon eine Gesamtschule. Erst wenn die VS fähig ist Schüler ausreichend gebildet in die Mittelstufe zu entlassen, dann ist der nächste Schritt notwendig.

Goisererin
00
11.1.2011, 09:05
Noten sind NICHT gerecht,...

... deshalb ist es notwendig, dass externe Test eingesetzt werden, welche die tatsächlichen Schülerleistungen vergleichbar machen/zeigen. Ob die "mittlere Reife"-Prüfung geeignet ist, sei dahingestellt.
Besser sollte bei der Beurteilung der Leistungen angesetzt werden. Die Noten einzelner dürfen sich nicht länger am Durchschnitt der Klasse orientieren, sondern müssen zeigen, ob die Schülerleistung den im Idealfall extern vorgegebenen Kompetenzen entspricht.
> Dann könnten wir uns auch diese Prüfung sparen.

bleak_vision
01
11.1.2011, 00:49
Das bringt doch alles nichts!

Das Niveau muss wieder gesteigert werden, das gelingt nur mit neuen Lehrplänen die rigoros umgesetzt werden müssen. Ich habe teilweise Unterricht genossen, der einfach lächerlich war. Zwei Deutschhausübungen pro Jahr die nicht korrigiert wurden, so von der Sorte. Bei der Matura wurden dann auch die letzten Deppen durchgewinkt, die nicht einmal einen Doppelbruch auflösen konnten. Die Komission hat sich dabei schlafend gestellt bzw. wirklich geschlafen(!). Da nützt keine neue Prüfung der Welt was, wenn so weiter geschludert wird wie bisher. Wie es heute, sechs Jahre nach meiner Matura zugeht, will ich mir gar nicht ausmalen, meine damalige Deutschprofessorin ist übrigens mittlerweile Direktorin. Prost Mahlzeit.

oh und übrigens
12
10.1.2011, 22:52

Eine Großprüfung nach der Volksschule, eine Großprüfung nach der Unterstufe, eine Großprüfung nach der Oberstufe, dazwischen noch die normalen Zeugnisse. Ich bin mir sicher, da geht noch mehr. Man sollte auch jeweils zur Hälfte eines Schuljahres eine Prüfung einrichten, um entscheiden zu können, ob das Kind ins nächste Semester aufsteigen darf oder nicht.

Und ich frage mich bis heute, was genau mir die Matura eigentlich gebracht hat.

Insulaner1
50
10.1.2011, 22:36
Das Erste

was man als Lehrling machen muss ist ein aufnahmetest. und das ganze berufsleben beseht eigentlich auch nur aus "tests".

Was spricht also dagegen, jugendliche so früh wie möglich auf die brutalität des lebens vorzubereiten? warum wohl fühlen sich 70 prozent der jugendlichen lt. umfragen vom berufsleben überfordert? weil man es ihnen nie "gelernt" hat mit dem stress etc. umzugehen.

Sarah L.
 
01
11.1.2011, 12:03
70 prozent

vllt werden sie tatsächlich überfordert? schon einmal daran gedacht?
aber, ich kenne ihre philosophie: prüfungen dienen nur dazu, unter stress irgendeine leistung zu bringen. die inhalte selbst sind irrelevant, denn inhalte bringt diesen duracell männchen ihr späterer arbeitgeber bei.
ich denke, dass in den menschen mehr kreatives potential liegt. das sollte man fördern. vllt führt das dann sogar dazu, dass ihre "brutalität des lebens" durch anderes substituiert wird.

Sarah L.
 
02
10.1.2011, 23:47

das heißt "gelehrt", sie ausgetesteter .....

Insulaner1
00
11.1.2011, 07:28
beantwortet

trotzdem nicht die frage warum sich dann soviele jugendliche überfordert fühlen!

Alter Knacker
00
10.1.2011, 21:34

früher sind ja viele mit 14 weiter in die Schule gegangen, weil sie nicht wußten, was sie beruflich machen wollten. Aber kamen dann zur allgemein-bildenden Matura und nachher hatten sie noch immer keine Berufsausbildung und wußten noch immer nicht, was sie für einen Beruf ergreifen wollten. Dann haben sie halt auf der Uni studiert, damit sie nachher wenigstens einen Beruf hatten, aber natürlich wußten sie nicht, welche Studienrichtung und haben dann meistens irgend etwas Leichteres gewählt, eine Moderichtung, die viele andere auch studiert hatten. Jetzt waren sie dann z.B. alle Juristen oder Wald- und Wiesen-Informatiker.

gustav pfeiffer
01
10.1.2011, 20:35

ich wünsche mir eine echte reform und kein reförmchen. ein wechsel der begrifflichkeiten wird wohl nicht reichen um allen schülern eine gute ausbildung zu garantieren.

säzati
06
10.1.2011, 19:39
Nachhilfelehrerindustrie

Diese Prüfungen helfen der Nachhilfelehrerindustrie zu noch mehr Kunden zu kommen. Die ersten Jahrgänge werden sich wahrscheinlich noch schwer tun damit, aber dann werden die Nachhilfelehrer einen gut auf diese Prüfung vorbereiten, sodaß sie jeder schafft.

säzati
00
10.1.2011, 20:10

Dazu muss noch folgendes gesagt werden: Die Prüfung wird dann so etablieren wie die Matura. Früher galt, wer die Matura hat, hat auch zugang zur Universität. Da durch die gekonnte Vorbereitung der Nachhilfelehrer auch schwächere Schüler die Matura schaffen, will man jetzt mittels Aufnahmstest den Hochschulzugang regeln.

so wird das auch mit der Mittleren Reife werden, es wird sie später mal jeder schaffen, und man wird wieder aufnahmstests für die höheren Schulen benötigen. Reine Arbeitsbeschaffung für Lehrer und Nachhilfelehrer. Wenn man schon einen Abschluss "mittlere Reife" kreieren will, dann vielleicht durch eine Projektarbeit, aber auch da kann man sich hilfe holen.

onlooker
01
10.1.2011, 21:20
was soll eine mittlere reife bringen?

wo kann ich diesen mist anwenden?
gibt es irgendwo in der welt eine solche prüfung?
sie ist so wertlos, wie der titel ingenieur, in der ganzen welt kennt man nur den DI, ist auch richtig so, das ist wieder so eine österreichische unart, wie all die anderen titel, der geschenkte professorentitel,
diese kammersängertitel, die niemand in der ganzen welt kennt und auch versteht, typische habsburger titel ohne mittel, in nord amerika oder in england, wenn jemand einen Dr. titel trägt ist ein arzt,sonst fast niemand, ausser vielleicht kissinger, aber der hat ja auch seine eigene blutige vergangenheit,

Alter Knacker
00
10.1.2011, 21:39

Ing ist kein Titel, sondern eine Standesbezeichnung, aber es ist eine Berufsausbildung. Die akademisch gebildeten Ingenieure haben ja dann weniger Praxis und so ist der Ing ein Vermittler zwischen den Theoretikern und den Werkmeistern. Aber mit einer Allgemeinbildung ohne Studium hat man keine Berufsausbildung, mit einem Studium oft auch nicht, aber dann wird man doch genommen.

onlooker
00
10.1.2011, 22:46
meinen sie eine standesbezeichnung die man nur in österreich führen kann?

wo wollen sie den sonst diesen titel führen?
wenn ein DI nach österreich kommt, darf er/sie den akademischen titel Diplomingenieur tragen, der hiesige titel ingenieur müsste ja auch eine 3 jährige fachprxis betragen, ja die diplomprüfung dürfen wir ja auch nicht vergessen, ist wieder so eine wischiwaschi formulierung, die nur einen bezug auf österreich hat, gehen sie doch damit ins ausland und bewerben sie sich um einen DI posten, die lachen sich krumm, die qualifikation eines DI ist doch um einige höher als standestitel, der vom bundesministerium verliehen wird, genauso wie der kommerzialrat einer ist, gott ist man stolz auf titel in österreich, carerras erzählte in spanien, dass er den titel kammersänger bekommen habe, alle lachten

Alter Knacker
00
14.1.2011, 01:04

Ing. ist kein Titel, sondern eine Standesbezeichnung, die man nach einer mehrjährigen, einschlägigen Praxis mit Erlaubnis vom Ministerium tragen darf. Und ob das auch im Ausland gilt, weiss ich nicht. Aber wahrscheinlich wird man auch im EU-Raum anerkannt, wenn man die Kentnisse dazu hat. Ein Dipl-Ing ist natürlich mehr, aber Ing ist eine Berufsausbildung, die einen befähigt, sich in einer Firma einzuarbeiten, während man mit einer allgemein bildenden Matura keine Berufsausbildung hat.

onlooker
00
14.1.2011, 11:01
die standesbezeichnung ing. wird ganz einfach

aussterben, niemand in europa verwendet diesen titel, ausser at.

Alter Knacker
00
15.1.2011, 02:32

es mußte ja der Ing. zum Ing. FH aufgewertet werden in der EU, weil dort alle aufgewertet (und nicht abgewertet werden). FH heißt, glaube ich, 2 Semester Uni-Studium dazu. Das ist aber noch kein Dipl. Ing. Aber den Ing. ohne FH wird es sicher auch weiterhin noch geben, weil es gibt ja auch Werkmeister noch weiterhin usw. Und im Berufsleben spielt ja schliesslich die Standesbez keine Rolle, sondern die Fähigkeiten. Man kriegt ja keinen Cent gezahlt für den Ing., sondern nur für die Arbeit, die man abliefert. Höchstens auf dem Bau kann man als Ing. leicht etwas werden, siehe Lugner, aber welcher Ing. will sich dauern mit Ziegeln beschäftigen ?

onlooker
00
14.1.2011, 10:58
die eu wird wegen österreich neue titel oder

standesbezeichnungen einführen, lachhaft,

Alter Knacker
00
15.1.2011, 02:27

wieso ? Wenn Sie mit dem Dokument, ausgestellt vom Ministerium in ein EU-Land fahren und die Kenntnisse dazu haben, die viel mehr wert sind als das Stück Papier, vielleicht wird das anerkannt ? Es sind ja Leute nach Canada ausgewandert und sind noch immer dort.

Der Leser für die Zeitung
03
10.1.2011, 19:38

die mittlere reife a la övp bringt nichts. da wird dann auf den stichtag hingelernt und zwei wochen später ist alles vergessen.

genau der gleiche schwachsinn passiert ja seit einigen jahren im medizinstudium.

die müssen den stoff eines ganzen jahres an einem einzigen tag abrufen können (per kreuzerltest). nach sechs so monsterprüfungen noch schnell noch eine diplomarbeit (wohlgmerkt: keine dissertation!) nachreichen, die auf anderen unis den charakter einer seminararbeit hätte, dann die einzige mündliche prüfung des studiums zum abschluss und fertig sind die frischgebackenen herrn und frauen doktoren, die absolut keine ahnung haben, wenn sie zur facharztausbildung antreten müssen.

schnell studiert, schnell geprüft, nichts gelernt.

La Vida pura
07
10.1.2011, 19:37
Welche Vögel befürworten so einen Schmarrn ?

Nicht, dass man nicht mit fast allem leben kann. Aber WOZU bitte soll das GUT sein ? Die PISA-Studie kritisiert Österreich zu Recht für seine soziale Selektion a la ÖVP (bist nix, brauchst auch nix werden) und was fällt der (schon wieder !) blonden Ministerin ein: Wenn die Eltern leider nicht bei der Aufgabe helfen können, weil sie vielleicht selber nicht maturiert haben - dann brauchen auch die Kinder nix werden.

el magnifico
01
10.1.2011, 19:14
im prinzip

für die htl gibt es aufnahmeprüfungen
für die hak gibt es aufnahemprüfungen
warum nicht auch für die ahs?

ich frage mich nur, was der sinn darin sein soll EINE prüfung für alle schulen zu machen wenn sie unterschiedliche schwerpunkte haben?

NANANANANANANANA BATMAN
00
11.1.2011, 01:16

ahs haben aber erfahrungsgemäß eine höhere drop-out-rate in den ersten beiden jahren, das gleicht sich dann doch irgendwie aus...

conco
32
10.1.2011, 18:36

Wieso gehen so viele davon aus, dass grundsätzlich

* jeder gerne studieren möchte
* jeder viel Wert auf Bildung legt
* alle Menschen möglichst hoch gebildet sein sollen
* alle Menschen auf möglichst gleichen Stand sein wollen

Wieso schätzt keiner klassische Lehrberufe wie Friseurin, Kosmetikerin oder Automechnaniker. Aber nein sollen ja anscheinend deppert auf die Uni rennen und sinnlos sozialwissenschaftliche Fächer studieren...

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