Linzer Westring kommt in "abgespeckter" Form

10. Jänner 2011, 14:03
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Projekt nördlicher Abschnitt wird fallen gelassen

Mit einem Kompromiss hat das Gipfelgespräch zum Autobahnprojekt Linzer Westring (A26) am Montag in Wien geendet:  Der Linzer Westring wird nun doch gebaut - allerdings in einer "abgespeckten" Form. Darauf haben sich  Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) und der OÖ-Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) geeinigt. Der Kompromiss besteht darin, die Spange nördlich der Donau nicht zu bauen. Insgesamt will man sich bei der "Light"-Variante 300 Millionen Euro sparen. Baubeginn sei frühestens in der zweiten Hälfte 2014.

Gut gelaunt traten die beiden "Kontrahenten" nach einer etwa eineinhalbstündigen Verhandlung, der auch Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner beiwohnten, den Vertretern der Presse gegenüber. Bures sprach von einer "guten Lösung", die rund ein Drittel weniger kosten werde als das ursprüngliche Projekt. Pühringer zeigte sich ebenfalls zufrieden und meinte, man könne mit dem Kompromiss leben.

Land Oberösterreich schießt 80 Millionen Euro zu

Der Westring dürfte nun deutlich "billiger" werden, denn jene 300 Millionen Euro, die der Bau der Nordspange gekostet hätte, fallen weg, da dieser Abschnitt der A26 aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen wird. Zusätzliche 170 Millionen Euro "Ersparnis" speisen sich aus Sicht des Bundes einerseits aus 80 Millionen Euro, die das Land Oberösterreich aus seinem Straßenbaubudget bezahlt und andererseits aus der Tatsache, dass der Neubau der Westbrücke um 90 Millionen Euro terminlich vorerst nach hinten verschoben wurde. Die Gesamtkosten würden sich dadurch von 527 auf 357 Millionen Euro verringern.

Abwarten müsse man noch die behördlichen Verfahren, die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sowie die Reaktion der Projektgegner. Einen Zeitpunkt für die Fertigstellung wollte Pühringer noch nicht nennen: "Das trau ich mir im Moment nicht zu sagen." Bures erklärte, man müsse durch den Bau des Westrings das Sparpaket nicht wieder aufschnüren. (APA)

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