Haftstrafe und Berufsverbot für Menschenrechtsanwältin

10. Jänner 2011, 12:05
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Nasrin Sotudeh wurde zu elf Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt

Teheran - Die bekannte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh ist im Iran zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter hätten dem Verteidiger seiner Frau am Sonntag mitgeteilt, dass gegen Sotudeh elf Jahre Haft sowie ein 20-jähriges Berufs- und Ausreiseverbot verhängt worden seien, sagte Sotudehs Ehemann, Reza Chandan, am Montag. Der 45-Jährigen waren seinen Angaben zufolge "Angriffe auf die nationale Sicherheit", "Propaganda gegen die Staatsführung" und Mitgliedschaft im Zentrum der VerfechterInnen der Menschenrechte, einer Menschenrechtsgruppe der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, zur Last gelegt worden. Sie sei in diesen Punkten schuldig gesprochen worden, sagte ihr Mann.

Festnahme im September

Sotudeh war Anfang September festgenommen worden. Die Anwältin vertrat minderjährige Straftäter in Todeszellen und Oppositionelle, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad im Juni 2009 festgenommen wurden. Nach den Massendemonstrationen wurden zahlreiche JournalistInnen, MenschenrechtsvertreterInnen, AnwältInnen und politische GegnerInnen der Regierung zu Haftstrafen verurteilt. Gegen Hunderte DemonstrantInnen verhängten Gerichte lange Gefängnisstrafen. Einige wurden auch zum Tode verurteilt. (APA)

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