Nichtrauchen in Lokalen

Hälfte der Österreicher mit dem Nichtraucherschutz zufrieden

Julia Schilly, 10. Jänner 2011, 13:21
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    foto: ap/fabian bimmer

    Lokale wie Clubs oder Diskotheken, in denen keine Speisen serviert werden, leiden mehr unter dem Nichtraucherschutz. Insgesamt fällt die Bilanz der Wirte nach einem halben Jahr Nichtraucherschutz relativ positiv aus.

Ein Umwelthygieniker bezweifelt die Ergebnisse

Ein halbes Jahr ohne ist vorbei. Seit 1. Juli des vergangenen Jahres gilt das Nichtraucherschutzgesetz in der österreichischen Gastronomie. Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts market, die von der Wirtschaftskammer (WKÖ) in Auftrag gegeben wurde, zeige eine klare Verbesserung bezüglich der Akzeptanz und Zufriedenheit in der Bevölkerung, meint Instituts-Geschäftsführer Werner Beutelmeyer: Das österreichische Modell werde zwar häufig als "Kompromisslösung" bezeichnet, zwei Drittel der 400 telefonisch befragten Teilnehmer würden diese jedoch anstelle eines totalen Rauchverbots bevorzugen.

Die Bilanz von WKÖ-Obmann des Fachverbandes Gastronomie Helmut Hinterleitner: Das große "Lokalsterben" blieb aus. In Irland schlossen 2.600 Betriebe ihre Türen nach Einführung der Rauchverbots. In Österreich hätte kein einziges Lokal aus diesem Grund zugesperrt, versichert Hinterleitner. Auch die anonyme Anzeigenflut gegen Betriebe, die das Gesetz schlampig umsetzen, fiel gemäßigt aus: Zwölf Prozent der Betriebe wurden auf Grund von Anzeigen überprüft, insgesamt gab es 4000 Strafen. Über detaillierte Zahlen zu Umsatzeinbußen konnte die Wirtschaftskammer jedoch keine Auskunft erteilen.

Drei Viertel momentan zufrieden

Immerhin fast ein Drittel der Befragten konnte sich ein generelles Rauchverbot in Lokalen gut vorstellen. Fast drei Viertel der Befragten finden das aktuelle Miteinander im eigenen "Stammlokal" zufriedenstellend. Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfragen aus 2009 hat sich dieses Ergebnis um 11 Prozent verbessert. Diese Trendverschiebung müsse man vor dem Hintergrund einer Gesellschaft sehen, die zwar genussorientiert und hedonistisch sei, aber auch immer gesundheitsbewusster werde, betont Hinterleitner.

Der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger bezweifelte die Stichhaltigkeit der Resultate. Ähnliche Umfragen der Medizinuniversitäten Wien und Graz mit mehr Teilnehmern hätten "um 180 Grad konträre" Ergebnisse geliefert.

Glaswände beliebte Trennung

Die Investition der Gastronomen sei von der Bevölkerung wahrgenommen worden, zeigt sich Beutelmeyer überzeugt: Vor allem die räumliche Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereich ist laut Umfrage 72 Prozent aufgefallen. 45 Prozent registrierten dadurch eine bessere Qualität der Luft.

Die Umbauten sahen so aus: 62 Prozent der Wirte lösten die Vorgaben mit Glaswänden, 14 Prozent mit einer Adaptierung des Lokals. Eine weniger beliebte Lösung ist die Raucherkabine: Nur 1,49 Prozent entschied sich dafür. Fast 20 Prozent der Betriebe haben mehr als 20.000 Euro für die Umbauten ausgegeben. Zum Teil ärgerlich für die Wirte sei, dass nun einige Räumlichkeiten weniger genutzt werden und die Gäste sich in einem Bereich drängen würden, sagt der WKÖ-Obmann.

Großteil der Österreicher raucht nicht

"Uns ist eine Mehrheit, die zufrieden ist und darüber schweigt lieber, als wenige, die laut schreien", so Hinterleitner. Denn ein Großteil der Österreicher rauche nicht. Die Verteilung sieht wie folgt aus: Fast zwei Drittel der Bevölkerung seien Nichtraucher, neun Prozent Gelegenheitsraucher und der Rest Raucher.

Umsatzeinbußen sind vor allem von Seiten der Raucher zu erwarten: Jeder dritte Raucher gab an, seit Implementierung des Gesetzes weniger oft Gastronomiebetriebe besucht zu haben. Fünf Prozent von ihnen besuchen ausschließlich Raucherlokale. "In Lokalen ohne Speisen ist Rauchen ein wichtigerer Bestandteil, diese Lokale hatten auch größere Umsatzeinbußen zu erwarten", sagt Werner Beutelmeyer. (Julia Schilly, derStandard.at, 10. Jänner 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 2791
Zitronenbaum
20
25.5.2011, 09:00
Wohl nur beliebt bei Rauchern

Alles andere ist gelogen.

Ramba Zambas Sohn
04
FFluXXuSS - der neueste Nick es Multinickers

Glaubt ihm nichts!

FFluXXuSS
53
22.2.2011, 15:29
Trau nur der Umfrage, die du selber fälscht!

Bin fallweise in Kleinstädten (~10.000EW) unterwegs.

Dort gibt es
a)keine Behörde
b)keinen Nichtraucherschutz
oder
c)keine Behörde, die den Nichtraucherschutz kontrolliert
oder
d)bestechend schlaue Lokalbetreiber!

Werte Exekutive:
es gibt etliche Lokale, die das Gesetz nicht umsetzen.
Darauf müsst ihr nicht stolz sein.
:-(

Ramba Zambas Sohn
15
16.2.2011, 18:41
Die EU kann höchstens empfehlen, mehr nicht

Superhoyuelos
63
11.2.2011, 12:52
Das absolute Rauchverbot wird kommen und sei es durch eine EU Richtlinie.

Da haben wir keine Chance. Das selbe Modell (räumliche Trennung) hatte übrigens Spanien, seit kurzem aber das strengste Rauchverbot! Jetzt haben die Wirte viel Geld investiert für etwas, was sie nur kurze Zeit haben nützen können.

Ich glaube das ist ein Problem, welches auch wir haben werden.

shakehand
53
14.2.2011, 10:33
da haben's Recht

und je mehr sich die Tabaklobby, Wirtschaftskammer und Politikkasperln dagegen wehren umso härter wird's kommen. Auch die erhöhte Arroganz und Intoleranz der Raucher, dieses ewige Quertreiben wird die Situation für uns Nichtraucher stark verbessern. Die Gesetze werden entsprechend knüppeldick rüber kommen.

Ja macht's nur weiter so mit eurer aufsässigen Intoleranz und raucht überall was das Zeug hält. Es wird sich für uns Nichtraucher auszahlen.

Joe Bazooka
 
13
13.3.2011, 15:13

Da sieht man's doch: Ihr Stänkerer seid im Grunde Eures Herzens froh, wenn Ihr ein Ventil findet, bei dem Ihr Druck ablassen könnt...

Superhoyuelos
40
14.2.2011, 18:33

wieso glauben Sie eigentlich, dass ich Nichtraucher bin? LOL

shakehand
42
15.2.2011, 16:50
sollte ich tatsächlich unterstellt haben sie wären Nichtraucher

spielt ja auch keine Rolle, denn immer wenn sich in einem Land der Nichtraucherschutz - und ich spreche von einem echten Nichtraucherschutz - etabliert hat, kommen die Raucher und klopfen sich auf die Schultern: "wir sind die grössten. dank unserer Toleranz und Rücksicht gibt es nun einen echten Nichtraucherschutz. Boah eh und die Lebensqualität die wir nun haben. Beachtlich und das alles Dank uns Rauchern. Dank unserer Rücksicht und Toleranz. Wir sind einfach die Grössten"

seppl absmui
25
10.2.2011, 16:43

diese ganzen hasserfüllten postings nerven schön kleinweise! militante nicht- und suchtgeplagte kettenraucher bringt man ja eh nie auf einen gemeinsamen nenner, da gibt es ja nicht einmal ein "kleinstes gemeinsames vielfaches".
warum bitte ist es nicht möglich, für beide extreme lokale zu schaffen? - und die große masse der "eh-egal"-er kann sich´s aussuchen.

dannadosch
40
13.3.2011, 22:41

Weil der Hintergrund für diese Verordnungen womöglich gar nicht so sehr die Liebe zum Menschen ist, sondern eher sündhaft teuere Chemotherapien. Dürften Raucher in eigenes dafür abgedichteten Kellern ihrem Laster frönen, kosteten sie den Sozialversicherern doch weiterhin unnötig Geld...

seppl absmui
14
19.3.2011, 19:28

dafür strapazieren wir raucher die maroden pensionskassen - statistisch gesehen - bei weitem nicht so sehr wie die nichtraucher.

Die Stimme
20
24.3.2011, 03:28

Das ist ein Gerücht.

seppl absmui
01
24.3.2011, 16:56

leider nicht, aber ich will eh nicht 100 werden
:o

annea
03
15.2.2011, 10:36

Weil reine NR-Lokale als Abendlokale nicht funktionieren. Weil sie zu wenig Umsatz machen. Wirte sind Geschäftsleute, wenn die Nachfrage wirklich da wäre, würden wir uns auch keinen Cent entgehen lassen. Die Nachfrage ist aber nicht da,. sieht man ja auch den sehr spärlich belegten Plätzen in den NR-Bereichen.

seppl absmui
03
16.2.2011, 22:17

conlusio: weil reine nr-lokale nicht funktionieren, müssen alle beisl auf nr umgestellt werden?
bei dem ganzen gift, das die nichtraucher hier verbal versprühen, könnte sich die eine oder andere nr-kneipe doch sicher rentieren, oder gehen die leute zu fleiß (und zum jammern) in besonders verrauchte hütten?

shakehand
62
10.2.2011, 16:40
lustig der letzte Absatz

warum hat man denn nur auf die Schreihälse (Tabaklobby, Gastronomen und Raucher) bei der Schaffung des Gesetzes geachtet. Obwohl diese in der Minderheit sind, jedoch ein riesiges Getöse veranstaltet haben, wurden praktisch nur deren Wünsche umgesetzt. Ebenso verhält es sich der Exekution des derzeit gültigen, aber nutzlosen Gesetzes.

Es wird nur auf die Raucher Rücksicht genommen.

annea
13
15.2.2011, 10:32

Weil ich als Gastronom in MEINEM Lokal schon ganz gren was mitzureden hätt, wenns drum geht, wie ichs zu führen hab.

shakehand
31
15.2.2011, 16:51
diese Zeiten sind schon längst vorbei.

Seit der Einführung des Jugendschutzes, der Lebensmittelkontrolle, Hygienevorschriften, Arbeitnehmerschutz usw.

Das Rauchverbot ist nur noch ein letztes und kleines Puzzlestück.

Ramba Zambas Sohn
12
13.2.2011, 20:15
WHO - Interessenvertretung der Pharma - mehr nicht.

Dass die zur Umsatzmaximierung lügen ist den MNR ja egal.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phoe... armahandel

http://www.faz.net/s/RubF3F7... ezial.html

http://www.finanznachrichten.de/nachricht... en-007.htm

http://de.statista.com/statistik... ie-umsatz/

http://www.vet-magazin.at/firmennew... -2009.html

Nach meiner Meinung
40
Philip Morris International Information vom Tabakhersteller!

http://www.pmi.com/deu/tobac... smoke.aspx

Lügt jetzt die Tabakindustrie doch nicht (mehr)?

Die Stimme
00
24.3.2011, 03:41

Die Tabakindustrie wurde mundtot gemacht.

Es begann hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Toba... _Agreement

Seither ist die Tabakindustrie verpflichtet, die Argumente ihrer unmittelbaren Gegner zu veröffentlichen, und so der Pharmaindustrie in die Hand zu spielen.

Außerdem mußte sie insgesamt 300 Milliarden US-Dollar an ihre unmittelbaren Gegner zahlen, damit die gegen das Rauchen arbeiten können.

Dieses Geld wird auch jetzt und hier noch gegen Raucher eingesetzt. Die heutige weltweite politische Diskussion und viele Antirauch-Organisationen entstanden aus diesem Geld und seinen Zinsen.

Shylock
41

bin schon gespannt, wie es um die Geduld badender Miliz-Raucher bestimmt ist, wenn sich jemand im Freibad an den Beckenrand stellt und anfängt in das Schwimmbecken zu pinkeln.

Natürlich wird man abwarten bis er damit fertig ist und ihn dann höflich auf den Toilettfehler hinweisen - keinesfalls aber wird ihn jemand anfassen oder von seinem Standort wegstossen...

oder?

Die Stimme
01
24.3.2011, 03:42

Nach Ihrer dümmlichen Logik müßte man die Toiletten in Freibädern ebenso verbieten wie Raucherbereiche...

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Posting 1 bis 25 von 2791

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