Mindestens acht Tote bei Kämpfen im Süden

9. Jänner 2011, 19:08
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Auseinandersetzung über Zugang zu Wasserstellen

Khartum - Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen in der umstrittenen sudanesischen Region Abyei sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Der arabische Misseriya-Stamm und die schwarzafrikanischen Dinka lieferten sich am Sonntag eine gewaltsame Auseinandersetzung über den Zugang zu Wasserstellen, wie Vertreter beider Seiten mitteilten. Dabei seien mindestens acht Misseriya getötet und 20 weitere verletzt worden, sagte ein Vertreter dieses Stammes.

Abyei liegt an der Nahtstelle zwischen dem arabisch-muslimisch geprägten Norden und dem schwarzafrikanisch-christlichen Süden des Sudans. Der Südsudan stimmt seit Sonntag in einem einwöchigen Referendum über seine Unabhängigkeit ab. Eine weitere Volksabstimmung, die Klarheit über die künftige Zugehörigkeit von Abyei schaffen sollte, wurde verschoben: Weil die Misseriya-Nomaden anders als die Dinka nicht wahlberechtigt sein sollten, hatten sie mit Gewalt während des Referendums gedroht. (APA)

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