Nigerias früherer Präsident will verhandeln

9. Jänner 2011, 09:04
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Überraschend angereist - Gbagbo soll zum Rücktritt überredet werden

Abidjan - Der frühere nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo ist am Samstag überraschend in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) eingetroffen. Der Ex-Staatschef wolle den ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo zum Rücktritt überreden, teilte ein Berater Alassane Ouatarras, des international anerkannten Siegers der Präsidentschaftswahl, der Nachrichtenagentur AP mit. Obasanjo sei in der Elfenbeinküste, um "über die Krise nach der Wahl zu diskutieren", sagte der ivorische UN-Vertreter Choi Young Jin.

Obasanjo traf begleitet von Leibwächtern in einem Luxus-Hotel in der Stadt Abidjan ein. Nach rund einer Stunde im Hotel brach er Richtung Präsidentenpalast auf, um dort Gbagbo zu treffen.

Gbagbo weigert sich seit über einem Monat, das Präsidentenamt seinem Kontrahenten Ouattara zu überlassen. Aus der Präsidentschaftswahl im November ging Ouattara als international anerkannter Sieger hervor. Während Ouattara die Unterstützung des Auslands genießt, kann Gbagbo sich auf die Sicherheitskräfte stützen.

In der vergangenen Woche riegelten Gbagbos Truppen die Zugänge zu dem Hotel ab, in dem sich Ouattara verschanzt hat. Journalisten, Diplomaten und Lebensmittelvorräte müssen mit einem Hubschrauber der Vereinten Nationen zum Hotel gebracht werden.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat Gbagbo mit einem militärischen Eingreifen gedroht, sollte er das Präsidentenamt nicht räumen. (APA/dapd)

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