Lopatka droht Ländern

Ohne Sparkurs kein Stabilitätspakt

8. Jänner 2011, 15:23

Neue Diskussion um Wertschöpfungsabgabe - ÖGB für Vermögenssteuer vor 2013

Wien - Finanz-Staatssekretär Reinhold Lopatka droht den Ländern, dass es ohne verbindlichen Sparkurs keinen Stabilitätspakt geben werde. "Für mich kommt ein neuer Stabilitätspakt nur dann in Frage, wenn die Länder überprüfbar und klar bereit sind, ihren Beitrag zur Sanierung zu leisten", sagt Lopatka in der "Presse am Sonntag". Die Verhandlungen mit den Ländern über den Stabilitätspakt laufen nach Einschätzung Lopatkas "mühsamst".

"Für die Länder ist es offenbar zwar selbstverständlich, dass sie von allen Steuern ein Drittel bekommen. Aber wenn es darum geht, ihre Ausgaben durch gesetzliche Festlegungen zu begrenzen, wie wir es im Bund getan haben, stoßen wir auf taube Ohren. Was wir an schmerzlichen Sparmaßnahmen im Bund getan haben, müssen auch die Länder machen", fordert Lopatka.

Lopatka lehnt Wertschöpfungsabgabe ab

Die von der Gewerkschaft geforderte Wertschöpfungsabgabe lehnt Lopatka neuerlich ab. Der Leitende ÖGB-Sekretär Bernhard Achitz fordert ebenfalls in der "Presse am Sonntag", mit der von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter vorgeschlagenen Wertschöpfungsabgabe für Unternehmen zur Gegenfinanzierung einer Steuerreform möglichst rasch bei den Arbeitnehmerbeiträgen für den Familienlastenausgleichfonds (FLAF) zu beginnen. Der FLAF eignet sich nach Ansicht von Achitz für den Einstieg in die Wertschöpfungsabgabe, weil er ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen gespeist wird. Seiner Auffassung nach könnte man bereits ab 2012 damit beginnen. Später könnten alle Sozialversicherungsbeiträge umgestellt werden. Bei der Wertschöpfungsabgabe geht es um die Umstellung der Bemessung der Beiträge von der Lohnsumme auf die gesamte Wertschöpfung eines Unternehmens. Lopatka bekräftigt aber die Ablehnung der ÖVP: Diese Maschinensteuer wäre "ein Griff in die Mottenkiste. Würden wir das umsetzen, wäre das verheerend für den Wirtschaftsstandort Österreich."

Achitz will bei der von der SPÖ geforderten Steuerreform auch nicht bis 2013 warten. Die Umsetzung einer Vermögenssteuer könnte man schon vorher angehen und "etappenweise" umsetzen, schlägt der Leitende ÖGB-Sekretär vor. Lopaktka betont allerdings auch hier das Nein der ÖVP, die neue Steuern dezidiert ablehnt. (APA)

Selbständiger
10
Lieber Herr Lopinoccio.

Bitte plustern Sie sich nicht so auf. Sie und Ihre Partei haben doch gemeinsam mit SPO und FPO bewiesen, dass Sie absolut unwillig, unfähig oder beides zusammen sind, das umzusetzen, was notwendig wäre. Die Stimmen der Beamten und Bauern haben Sie sich eh schon erkauft und mehr werden Sie nicht bekommen. OK, die von ein paar Privilegienrittrrn noch.

Sie und ihre (Verfassungs-)Gesetzesbrecherpartei sind schon lange keine Volkspartei (falls je gewesen) und haben kein Mandat für alle zu verhandeln.

Wunderwuzzi007
11

ÖGB heute: Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, daß sie es von anderen haben wollen. (Konrad Adenauer)

gitti - bri, gd-5
00
lopatka

glauben sie ehrlich , dass drohgebärden zum ziel führen?

didi111
01
Hello Reini!!!

Auch wieder im Lande?

Vielleicht am Beginn des Jahres noch ein kleiner Tipp zur Hebung der Glaubwürdigkeit!!

Österreich vermisst verurteilende Worte des Staatssekretärs Lopatatka zum Vorstoss Neugebauers von wegen "Klagen gegen bestimmte Punkte der Pensionsreform".

Österreich freut sich schon auf das gekonnte Wort.

auch gut...
00
zum Thema Neugebauer haben sich bereits...

...genügend ÖVP Politiker, überdies eindeutig, zu Wort gemeldet, wenn sie unbedingt dasselbe auch noch von Lopatka hören/lesen wollen, schreiben´s ihm halt eine Mail aber langweilen sie hier nicht herum

Mag. Traude Resom
00
Solche Gewerkschafter gehören sofort entmündigt.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.