Radikaler Prediger Sadr ruft zum Widerstand gegen USA auf

8. Jänner 2011, 11:39
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Am Mittwoch nach vier Jahren Exil im Iran zurückgekehrt

Najaf - In der ersten öffentlichen Rede nach seiner Rückkehr aus dem Exil hat der radikale irakische Schiitenprediger Moktada al-Sadr zum Widerstand gegen die US-Truppen aufgerufen. "Wir werde uns immer dem Besatzer widersetzen, mit militärischem Widerstand und allen Mitteln", sagte Sadr am Samstag vor tausenden Anhängern in der Stadt Najaf. Zugleich erteilte er Gewalt gegen Iraker eine Absage. "Wir sind ein Volk, und wir sind nicht einverstanden mit den Gruppen, die für Mörder verantwortlich sind."

Sadr war am Mittwoch nach vier Jahren Exil im Iran in sein Heimatland zurückgekehrt. Er gilt als entschiedener Gegner der US-Präsenz im Irak und ist bei vielen Schiiten des Landes sehr beliebt. Sadr war lange Zeit Chef der 60.000 Mann starken Mahdi-Miliz, erklärte sein militärisches Engagement jedoch im August 2008 für beendet.

Mehr als sieben Jahre nach dem Einmarsch in den Irak hatte die US-Armee im vergangenen August ihre letzten Kampftruppen aus dem Land abgezogen. Die verbleibenden rund 50.000 US-Soldaten sollen beim Aufbau der irakischen Sicherheitskräfte helfen und US-Einrichtungen schützen. Bis Ende 2011 sollen dann alle US-Soldaten das Land verlassen haben. (APA/AFP)

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