Angst vor politischer Gewalt

7. Jänner 2011, 22:31

Großteil der Bevölkerung fürchtet Einschüchterungen

Harare - Die geplanten Neuwahlen in Simbabwe sind für weite Teile der Bevölkerung einer Umfrage zufolge mit Angst und Schrecken verbunden. Sieben von zehn Befragten äußerten Furcht vor Einschüchterung und Gewalt, wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Instituts Afrobarometer hervorgeht.

Ebenso viele Menschen erklärten, sie fühlten sich in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt. Die Bürgerrechte würden immer stärker missachtet, und fast täglich drohten militante Anhänger der ZANU-PF-Partei von Präsident Robert Mugabe mit einem Bürgerkrieg, falls ihre Partei die Wahlen verliere.

Das Vertrauen in die Regierungskoalition Mugabes mit seinem Rivalen, Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai, ging der Umfrage zufolge 2010 auf etwa ein Drittel zurück. 2009 hatten noch die Hälfte der Befragten Vertrauen in die Allparteienregierung geäußert. Trotz der Befürchtungen sprachen sich 70 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Wahlen abgehalten werden sollten.

Mugabe und Tsvangirai hatten sich nach der umstrittenen und von Gewalt begleiteten Präsidentenwahl 2008 schließlich im Februar 2009 auf ein Abkommen geeinigt, wonach Tsvangirais Partei Bewegung für demokratischen Wandel (MDC) rund die Hälfte der Ministerposten kontrolliert, allerdings nicht die strategisch wichtigen Ämter des Verteidigungs- und des Polizeiministers. Seit der Unabhängigkeit des südafrikanischen Landes von Großbritannien im Jahr 1980 hatte Mugabe bis 2008 alleine regiert. (APA/dapd)

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Zimbabwe wurde schon 1969 von weißen Siedlern einseitig als Rhodesien für unabhängig erklärt und auhc so administriert.

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