VKB-Bank sieht sich für Basel III gerüstet

7. Jänner 2011, 19:26
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Oberösterreichisches Institut steigerte 2010 das EGT von 10,0 auf 11,9 Millionen Euro

Linz - Die oberösterreichische VKB-Bank sieht sich mit 13,6 Prozent hartem Kernkapital bestens für das neue Eigenkapitalregime Basel III gerüstet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg 2010 auf 11,9 Mio. Euro (2009: 10,0 Mio.) und liegt damit knapp über dem Wert von 2008 (11,8 Mio.). Das sei auf das geringere Kreditrisiko zurückzuführen, sagte Generaldirektor Albert Wagner bei einer Pressekonferenz am Freitag in Linz.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber 2009 um 4,5 Prozent auf 18,2 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2008 waren es noch 25,7 Mio. Euro gewesen. Die Bilanzsumme sei mit 2,7 Mrd. Euro bewusst niedrig gehalten. Das um 5 Prozent gewachsene Geschäftsvolumen umfasst 2,1 Mrd. Einlagen und 2,1 Mrd. Kredite. Hier berichtete die Bank von einem guten Ergebnis bei den Investitionskrediten von plus 13 Prozent, bei Firmeninvestitionskrediten waren es plus 15 Prozent. Dies sei aufgrund der Kapitalstärke möglich, betonte Wagner. 

350 Private-Banking-Kunden

Die Kernkapitalquote sei aufgrund des Kreditwachstums von 17 auf 14,3 Prozent gesunken. Mit 13,6 Prozent hartem Kernkapital, das gezeichnetes Kapital und Gewinnrücklagen umfasst, erfülle die Bank aber schon jetzt die neuen Vorschriften von 7 Prozent, die Basel III bringen werde. Dazu habe die VKB weder externes Kapital noch stille Reserven heranziehen müssen.

Dies und die Unabhängigkeit nannte Wagner als Alleinstellungsmerkmale der Bank. Sie sei weder an eine Großbank noch an eine Zentrale gebunden und frei von bankfremden Beteiligungen. Das im Oktober gestartete Private Banking sei sehr erfolgreich. Nach drei Monaten zähle die Bank 350 Kunden mit einem Volumen von 280 Mio. Euro, davon gut 200 Mio. Euro an Wertpapieren.

Kundenzentrum wird runderneuert

Die 12,4 Prozent plus im Kundenportfolio seien zu 4,7 Prozent auf Kurssteigerungen und zu 7,7 Prozent auf Neugeld zurückzuführen. Die Bankensteuer betreffe sein Institut kaum. Der Betrag sei "zu klein, um zu diskutieren, ob´s die Kunden zahlen", sagte Wagner. Bei einer Klage gegen die neue Wertpapier-KESt wäre die VKB dabei. Es sei "nicht einzusehen, dass die Banken für den Fiskus die Aufwendungen zur Einhebung der Vermögenstransaktionssteuer übernehmen", so der Vorstand.

Ab Mai wird das Kundenzentrum in Linz um 6,75 Millionen Euro saniert und erneuert. Die VKB wurde 1872 als Genossenschaft gegründet, seit 1981 ist sie eine AG. Alleinaktionärin ist die Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft, die im Eigentum von rund 34.000 Genossenschaftsmitgliedern steht.

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