Niederlande beschließen neuen Einsatz

7. Jänner 2011, 16:21
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Hilfe bei der Ausbildung von Sicherheitskräften - Neue Mission wenige Monate nach Truppenabzug

Den Haag - Wenige Monate nach dem Ende des niederländischen Militäreinsatzes in Afghanistan hat die Regierung in Den Haag eine neue Mission in Afghanistan beschlossen. Bis 2014 sollen bis zu 545 Niederländer bei der Ausbildung von Sicherheitskräften sowie beim Aufbau des Polizei- und Justizapparates in Afghanistan helfen. Für ihren Schutz werden auch deutsche Soldaten sorgen.

Den Haag will zudem vier F-16 Kampfflugzeuge samt 120 Mann Flug- und Bodenpersonal in Afghanistan belassen, deren Abzug zunächst vorgesehen war. Der neue Einsatz sei ganz andersgeartet, als das im Sommer beendete direkte militärische Engagement, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag. Er bat zugleich um die erforderliche Zustimmung des Parlaments.

Ruttes Minderheitskabinett aus Rechtsliberalen und Christdemokraten ist auf Unterstützung durch Oppositionsparteien angewiesen. Eine knappe Mehrheit der niederländischen Bevölkerung lehnt den Einsatz laut Umfragen ab.

Die neue Regierung, die seit Mitte Oktober 2010 im Amt ist, war von der NATO gebeten worden, das niederländische Engagement in Afghanistan wenigstens durch Ausbildungshilfe fortzusetzen. Im Streit um Afghanistan war Anfang 2010 eine schwarz-rote Koalition zerbrochen. In der Folge beendeten die Niederlande als erster NATO-Staat im Sommer ihren Militäreinsatz in dem Krisenland. Seit 2006 waren jeweils bis zu 2000 Niederländer in der südafghanischen Provinz Urusgan stationiert.

Bei dem neuen Einsatzes sollen der Europäischen Polizeimission (EUPOL) in Kabul 225 Ausbilder zur Verfügung gestellt werden. 165 Militärs werden als Ausbilder der NATO-Mission unterstellt und in der Nordprovinz Kunduz stationiert werden, wo Bundeswehr-Soldaten für ihre Sicherheit sorgen sollen. (APA/dpa)

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