Was Zuckerverzicht und Vorsätze gemeinsam haben

10. Jänner 2011, 15:53
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Vorsätze klingen naturgemäß gut und haben auch durchaus Sinn - nämlich den eigenen Lebensstil zum Besseren umzukrempeln. Das gilt auch im Beruf. Der Jahreswechsel bietet Gelegenheit Reflektiertes einzuordnen, Altlasten abzuwerfen und mit unsympathischen Erfahrungen abzuschließen. Dinge, die belasten und Unwohlsein verbreiten und in weiterer Folge Stress verursachen, sind prädestiniert dafür zum Jahreswechsel angepackt zu werden.  Gut und schön - soweit die Theorie.

Leider ergeht es Vorsätzen wie "Ich will öfter 'Nein' sagen" oder ich "Ich schiebe nicht mehr so viel Arbeit auf" oder "Ich werde mehr delegieren" nicht selten genauso wie dem geplanten Rauchstopp, dem wöchentlichen Lauftermin oder dem Zuckerverzicht im Kaffee: sie scheitern kläglich. Der Ratschlag eines befragten Coaches: Die Vorsätze sollten positiv formuliert sein, nämlich als Ziele, die Sinn machen und auch wirklich umsetzbar sind. 'Ich hätte gerne' ist beispielsweise schon einmal keine gute Formulierung, weil ein Konjunktiv.

Solche Tipps helfen auf die Sprünge. Freilich, verwirklichen kann die Ziele nur jede und jeder selbst. Von heute auf morgen wird sich nichts ändern, aber es ist schließlich ein ganzes Jahr Zeit dafür. Und der Zuckerverzicht im Kaffee ist irgendwie auch nicht so dumm. Der funktioniert aber auch nur, indem man die Dosis langsam reduziert. (Marietta Türk, derStandard.at, 11.1.2011)

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