China der Spionage bei Renault beschuldigt

7. Jänner 2011, 12:38
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Laut einem Bericht von "Le Figaro" verdächtigt der französische Autokonzern die Volksrepublik, hinter einer aufgedeckten E-Auto-Spionage zu stecken

Paris - Hinter der Industriespionage beim französischen Autobauer Renault steht laut einem Pressebericht möglicherweise China. "Renault verdächtigt einen chinesischen Hintermann", berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Freitag unter Berufung auf Firmenkreise. Auch die französischen Geheimdienste hielten die chinesische Spur für die wahrscheinlichste.

Ein auf Wirtschaftsspionage spezialisierter Abgeordneter der Regierungspartei UMP bestätigte den Verdacht gegen die Volksrepublik. Die Informationen zum Elektroauto, dem Vorzeigeprojekt von Renault, sollen über Mittelsmänner verkauft worden sein. Der Autobauer wollte den Bericht nicht kommentieren.

Gesetz geplant

Das Unternehmen hatte am Montag drei Führungskräfte suspendiert, die laut Presseberichten Details zur Batterie und zum Motor der stromgetriebenen Fahrzeuge weitergegeben haben sollen. Der Autobauer, der Klage gegen die Manager ankündigte, investierte zusammen mit seinem japanischen Partner Nissan vier Milliarden Euro in die Entwicklung der E-Autos. 1,5 Milliarden davon flossen in die Batterieentwicklung.

China verfolgt ein ehrgeiziges E-Auto-Programm. Erst Ende Oktober hatte die Regierung erklärt, dass in den Fahrzeugen die Zukunft der Autoindustrie des Landes liege.

Um die Industriegeheimnisse Frankreichs in Zukunft besser zu schützen, plant die Regierung ein Gesetz. Der Staatssekretär für Außenhandel, Pierre Lellouche, sprach sich dafür aus, das bereits im vergangenen Jahr gestartete Projekt nun voranzutreiben. Frankreich ist zusammen mit seinen japanischen Partnern führend bei der Entwicklung der Elektroautos und fürchtet, diese Rolle zu verlieren. (APA)

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    Renault ist nach eigenen Angaben Opfer einer "sehr schwerwiegenden Industriespionage" geworden. Drei Manager aus "besonders strategischen Positionen" seien daran beteiligt und suspendiert worden, erklärte Rechtsvorstand Christian Husson am Donnerstag in Paris . Laut dem Radiosender France Info könnte die Entwicklungsarbeit bei Elektroautos betroffen sein.

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