Medikamenteneinnahme

Falsche Dosierung nach Tablettenteilung

7. Jänner 2011, 11:45
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    foto: segovax/www.pixelio.de

    Tabletten sind vorzugsweise im Ganzen einzunehmen.

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Das Teilen von Tabletten kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben - Experten fordern Herstellung unterschiedlicher Dosierungen

Gent - Das Teilen von Tabletten kann dazu führen, dass Patienten die falsche Dosis einnehmen. Wissenschaftler der Universität Gent sind davon überzeugt, dass dies zu ernsten klinischen Folgen führen kann. Tabletten, bei denen der Unterschied in der richtigen Dosierung bereits schädlich sein kann, stellen laut dem Team um Charlotte Verrue das größte Risiko dar. Details der Studie wurden im Journal of Advanced Nursing http://www.journalofadvancednursing.com veröffentlicht.

Abweichende Dosis bei 31 Prozent

Die Wissenschaftler ersuchten fünf Freiwillige, acht Tabletten verschiedener Größe und Form mit Hilfe von drei verschiedenen Verfahren zu teilen. Zur Verfügung standen ein spezielles Gerät für das Zerkleinern von Tabletten, eine Schere und ein Küchenmesser. Es zeigte sich, dass 31 Prozent der geteilten Tabletten von der erwarteten verbleibenden Dosis abwichen. Das zur Verfügung gestellte Gerät erwies sich dabei als am genauesten. Trotzdem kam es bei 13 Prozent der Tabletten zu Fehlern. Die getesteten Tabletten werden bei einer Reihe von Krankheiten wie Parkinson, Herzversagen, Thrombosen und Arthritis eingesetzt.

Nicht zum Teilen geeignet

Verrue erklärte, dass es viele Gründe dafür gebe, warum Tabletten aufgeteilt werden. Dazu gehören eine höhere Flexibilität bei der Dosierung, das leichtere Schlucken und das Sparen von Geld. Die geteilten Tabletten wiesen jedoch häufig eine unterschiedliche Größe auf und ein nicht zu geringer Teil kann beim Teilen zerstört werden. Die Wissenschaftlerin betonte, dass die meisten Pillen nicht dafür geeignet sind, geteilt zu werden. Besser wäre daher, verschiedene Dosierungen auf den Markt zu bringen. Sie fordert die Hersteller dazu auf, entweder unterschiedliche Dosierungen herzustellen oder überhaupt flüssige Rezepturen. Damit könnte das Teilen von Tabletten eines Tages überflüssig werden.  (pte)

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zellu lloyd
00
14.1.2011, 14:21
2 der abgebildeten "Pulverln"

sind Kapseln, und die kann man sowieso nicht teilen!

AntonPostBote
01
10.1.2011, 09:48
Vielleicht...

sollte man in dem Artikel auch erwähnen, dass Medikamente die auf den Markt zugelassen werden getestet werden. Und dazu zählt auch, dass man prüft, wieviel Wirkstoff in einem Teil einer Tablette ist, die der Konsument teilen kann und auch dafür vorgesehen ist. Erst wenn die Wirkstoffverteilung passt, kommt das Medikament auf den Markt. Natürlich kanns sein, dass ein Teil mehr Wirkstoff enthält als der andere - aber da man nur sehr selten nur EINE halbe Tablette zur heilung einer gesamten Krankheit bekommt, wird es wohl kaum wirklich zu Problemen führen...

utarefson
00
10.1.2011, 16:00
Aber dieser Teil der Geschichte stand nicht zum Abschreiben zur Verfügung!

Franz Iskaner
 
15
ja sicher,

so kann man dann kleinere mengen mit höherem gewinn auf den markt bringen.
auch die rezeptgebühren wirken sich dann anders aus.

geniale studie.

utarefson
00
10.1.2011, 15:53
reichlich naiv , eben Franz

Dagmar Rehak Wien
 
36
Geh, so a Schmoarrn!

Was soll das für ein Medikament sein, wo geringfügige Abweichungen gleich das Leben des Patienten gefährden?
Es werden ja auch an verschieden schwere Menschen immer 100 mg verschrieben, und wenn wer mehr braucht, springt man gleich auf 200 mg. SO wichtig wird die Dosierung also nicht sein.

himalayalamih
01

Wenn eine 40 mg Tablette zweigeteilt wird und an zwei hintereinanderfolgenden Tagen als 20 mg Dosis eingenommen wird, da dies der Verordnung entspricht, so gibt es keine Auswirkung auf die Behandlung, außer pekuniär, da bei gleicher Tablettenanzahl pro Packung nicht 10,20 Euro sondern für die gleiche Medikamentmenge nur 5,10 Rezeptgebühr bezahlt wird.

Hosenträgerträger
10
Ja, aber...

wenn ich bei den Spalttabletten, an einem Tag 175 mg nehm und am anderen dafür 225 und das über sagen wir mal 7 Jahre... Kann mir schon vorstellen, dass da was daneben gehen könnte!

Auch lustig
04
Die Frage ist aber...

ob Sie mit Ihrer Konstitution nicht vielleicht ohnedies 228mg brauchen würden, aber "nur" 200mg nehmen können, weil das ist halt die Größe.

Die Dosis ist an und für sich also bereits willkürlich, die Abweichung von der Willkür jetzt auch schon egal.

Balkonbepflanzer
12

Meiner Großmutter wurden Schilddrüsenhormone verschrieben zum Teilen, wer weiß wie groß die Tabletten sind, kann sich vorstellen, dass meine Großmutter mit über 80 die Tabletten selbst nicht teilen konnte. Und ich habs auch nur mit einem Messer geschafft, furchtbar, wie kommt man nur auf die Idee, eine Tablette zum Teilen zu verschreiben, va. nicht alten Menschen.

himalayalamih
01

Kostet in der Praxis (bei längerer Behandlung nicht unwichtig!) die halbe Rezeptgebühr, ein Segen für finanziell weniger Bemittelte!

Balkonbepflanzer
00

Nur dass sie Hilfe dabei brauchte, die Tabletten zu teilen. Diesen Luxus haben sicherlich nicht alle alten Menschen.

utarefson
10
10.1.2011, 15:59
Mir kommen die Tränen bei dieser allgemeinen Bedürftigkeit

Und nach der Apotheke geht altes Mutterl in die Billa und kauft Sheba für Muzzikatzi!
Der Markt für Heimtierfutter ist größer (es ist nahezu unglaublich, aber wahr) als der Arzneimittelmarkt und die armen Mutterln und hungernden Pensionisten geben das alles freiwillig aus und mit dem Rest fahren's ins Ausland Urlaub machen!

Balkonbepflanzer
01
11.1.2011, 17:14
Was hat das jetzt genau mit den teilbaren Tabletten zu tun?

Abgesehen davon, dass es Sie überhaupt nix angeht, wofür andere Menschen ihr Geld ausgeben. Aber nur um Sie zu beruhigen, meine Großmutter gibt ihr Geld für die Betreuungseinrichtung aus, sie hat nämlich schweres Alzheimer, spricht nicht mehr, hat Probleme beim Schlucken und fährt sicherlich nirgends mehr hin. Aber schön, dass Sie sich daran stoßen, was andere einkaufen.

Marcel BAUM original
01
Meine HypertyrioseTabletten

haben zwei Sollbruchstellen die sie sogar Vierteln lassen.
Ich habe nicht die mindesten Probleme sie mit den Fingern zu teilen. Dazu kommt dass solche Medikamente eine Depotwirkung haben, sodaß kleine Einzeldosisschwankungen auf den Gewebsspiegel ohnehin keinen Einfluß haben.

Eine exakte Dosierung die sich ja an Kg Körpergewicht oder besser pro m^2 Körperoberfläche orientieren müßte, ist oral ohnehin nicht möglich.

Zum Glück ist die Wirkungsbandbreite der meisten Pillen so groß, daß eine leicht abweichende Dosierung in aller Regel kein Problem darstellt.

A Voice
10
Gratuliere

Sie können sie problemlos teilen. Das wird den Rest der Welt sicher erkennen lassen, daß er einfach zu schlecht ist.

Marcel BAUM original
00
10.1.2011, 09:02
Danke

Aber genau diese Fähigkeit wurde von den Autoren (Untersuchern und Forenpostern) in Frage gestellt.

A Voice
00
10.1.2011, 12:00
Vielleicht

nur vielleicht gelingt es vielen Leuten eben nicht problemlos die Tablette zu teilen?

Marcel BAUM original
00
11.1.2011, 12:16
Kranksein

ist also doch eine Frage der Intelligenz.

A Voice
00
12.1.2011, 14:35
meine Güte ...

baroli, fertigprodukt und die schokohältige reichen doch eigentlich, oder? Müssen Sie da unbedingt mitmachen?

himalayalamih
10

Die abweichende Dosierung ist als Argumentation ein Witz, da bei Einnahme 2 x täglich die gleiche Tagesdosis eingenommen wird oder sonst halt in Summe zweier Tage immer die gleiche Dosis!

Marcel BAUM original
00
Sie irren

Ich nehm nur eine Halbe /Tag weil das ausreicht meine Schilddrüsenhormone im Normbereich zu halten.
Und wenn ich manchmal versäumt habe mir neue Pillen von der Apotheke zu holen , nehm ich schon mal an einem Sonntag gar keine.

Die meisten oral verabreichten Medikamente haben eine Pharmakokinetik die eher in Tagen als in Stunden gerechnet werden kann.

JayneCobbs
00

Ja schon, nur es geht darum den Plasmaspiegel konstant zu halten.

Terence Moonseed
08

5 Studienteilnehmer? Scherzerl oder was?

utarefson
12
Diesen Artikel brauche ich nicht zu lesen: Es ist Schwachsinn!

1.Die Unversehrtheit bzw. die Wirkung nur garantieren, wenn die Arzneiform "original" ist. Es wird die fertig konfektionierte "Tablette" geprüft und als Muster auch zur Kontrolle zurückbehalten.
2. Wenn keine Bruchrille vorgesehen ist, ist eine Teilung unzulässig. Aus Sicht der Arzneimittelsicherheit ist die Tabelttenspalterei grober Unfug.
3. Die therapeutische Breite ist im allgemeinen so groß, daß eine Dosierung mit den vorhandenen Stärken problemlos möglich ist.
4. Der wahre Grund der Tabelttenteilerei ist übertriebene Sparsamkeit. Daher wird eine Tablette mit hoher Einzeldosis verschrieben, die dann geteilt und geviertelt wird, um sich den Selbstbehalt, der pro Packung von der Kasse erhoben wird, zu erspare

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