Erben wollen Kopie von Elvis-Villa verhindern

7. Jänner 2011, 10:49
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Streit, ob Bezeichnung "Graceland" geschützt ist oder nicht

Die Erben von Elvis Presley wollen in letzter Minute verhindern, dass im Frühjahr in Jütland eine dänische Kopie der ehemaligen Luxusvilla des 1977 verstorbenen "King of Rock 'n' Roll" unter dem Namen "Graceland Randers" als Museum eröffnet. Elvis-Fantast und Unternehmer Henrik Knudsen ärgert sich über die unerwarteten juristischen Probleme.

Er versteht nicht, warum der Einspruch bei der Patent- und Warenbezeichnungsbehörde in Taastrup bei Kopenhagen erst jetzt, drei Monate vor der geplanten Eröffnung am 15. April eingereicht wurde und nicht während der Einspruchsfrist vor dem 26 Millionen Kronen (3,49 Mio. Euro) teuren Bau. Die dreistöckige Villenkopie soll neben einem Museum auch ein Kino beherbergen.

Graceland als Allgemeingut

Stein des juridischen Anstoßes ist die Verwendung des Namens "Graceland", den die Anwälte der Elvis-Erben als geschützt betrachten. Knudsen hingegen meint, "Graceland" sei mittlerweile sprachliches Allgemeingut und verweist darauf, dass es andere Beispiele gebe, wo der Name für Produkte verwendet wurde, wo es keine Probleme gegeben habe. Er habe zudem 2006 von der Warenbezeichnungsbehörde grünes Licht erhalten. (APA)

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    Fans warten vor dem Eingang von "Graceland" in Memphis, Tennessee, bewohnte. Am 8. Jänner hätte der "King of Rock 'n' Roll" seinen 76. Geburtstag gefeiert.

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