"UltraViolet" soll Heimunterhaltung revolutionieren - ohne Apple

6. Jänner 2011, 16:52

Zentralisiertes Konten-System soll Nutzerrechte verwalten - Allianz aus Elektronik-Herstellern und Hollywood-Studios

Eine breite Allianz von Elektronik-Herstellern und Hollywood-Studios will eine neue Plattform für digitale Heimunterhaltung durchsetzen. Die Idee des Systems "Ultraviolet" ist, dass man zum Beispiel einen Film nur einmal kaufen muss - und dann auf allen Arten von Geräten ansehen kann. Auffällig ist das Fehlen von Apple und des Unterhaltungsgiganten Disney in der Allianz. Ansonsten sind die meisten Branchengrößen mit an Bord: etwa Sony, Philips, Samsung und Panasonic aufseiten der Gerätehersteller und alle wichtigen US-Filmstudios.

Zentral

Das Herzstück von UltraViolet ist ein zentralisiertes Konten-System, in dem verwaltet wird, wer Zugang zu welchen Inhalten hat, wie die Allianz DECE (Digital Entertainment Content Ecosystem) am Mittwoch (Ortszeit) zur Elektronikmesse CES in Las Vegas erklärte. Die Filme sollen dabei zentral auf einem Server des Systems bereitgehalten und dann via Internet über die Geräte abgespielt werden. Zusätzlich können die Verbraucher auch DVDs bekommen und Inhalte auf mobile Geräte herunterladen. Die Videos sollen in einem einheitlichen Dateiformat gespeichert werden, das als CFF (Common File Format) bezeichnet wird.

Konten

Jeder Haushalt kann bis zu sechs UltraViolet-Konten anlegen und pro Konto zwölf verschiedene Geräte anmelden. Der Marktstart ist für Mitte 2011 geplant - zunächst in den USA und später in Großbritannien und Kanada. Erste neue UltraViolet-Geräte für Verbraucher solle es Anfang 2012 geben.

Breit angelegter Plan

Das UltraViolet-Projekt ist der bisher am breitesten angelegte Plan, die Heimunterhaltung auf eine neue Basis zu stellen. Der DVD-Absatz, seit Jahren Hollywoods Gelddruckmaschine, stottert inzwischen. Immer mehr Verbraucher laden sich Filme aus dem Internet, in den USA etwa bei dem Dienst Netflix, der auch Teil der Allianz ist. UltraViolet ist der erste branchenweite Anlauf, gemeinsam ein neues System aufzubauen.

Ohne Apple

Dass Apple nicht mitmacht, dürfte kein Zufall sein: Der iPhone-Hersteller preschte schon vor Jahren mit seiner eigenen Vertriebsplattform iTunes vor und hat fürs Wohnzimmer die Box Apple TV im Angebot. Apple-Chef Steve Jobs ist größter Anteilseigner bei Disney, was auch das Fehlen des Micky-Maus-Konzerns in der DECE erklären kann. Die starke Stellung von iTunes vor allem beim Verkauf von Musik oder TV-Sendungen im Internet schmeckt den Rechteinhabern nicht und hat sie bereits wiederholt zu Überlegungen über den Aufbau von Alternativen veranlasst. (APA/dpa)

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Steam für Video und Musik.

Und die Frage, wie diese Rechte langfristig gewahrt bleiben bzw. der Weiterverkauf von statten geht, wird in der Ankündigung natürlich "grosszügig" ausgespart.

Dass hiermit der, für die Unterhaltungsindustrie äusserst unbequeme, Gebrauchtmarkt ausgeschaltet werden wird, sollte auch jedem klar sein.

SUPER! Die Welt wird endlich vernünftig und

löst sich aus den Klammern von Sado-Steve!

Scheint so als nach Jahren der raubmörderkinderkopierer(ähm ..)verfolgung da endlich ein paar Konzepte daher kommen.
Beachten sollten die Hirne der Idee aber auch, dass ein zu gechütztes System meist nur in der Gängelung der User endet, und so erst recht aufgrund der Frustration der rip das einfachere ist. Ich denke da an mein BD Laufwerk dass mit legalen Mitteln die legale BD die dabei war, nicht abspielte da mein 42" selbst gebaut ist und ich via DVI natürlich keine HDCP-Kette habe. Oder an Originalsoftware die beim Installieren Zicken macht ende nie, wo hingegen die gecrackte Version problemlos zu installieren ist. Wenn sie das auch noch in den griff kriegen, ists endlich mal ein Fortschritt.

Das hört sich ja sogar gut an.

Hört sich gar nicht uninteressant an.

Und da man das Material anscheinend auch lokal aufbewahren kann(DVD, mobiles Gerät) fallen auch die Kritikpunkte mit den zentralen Konten(Erreichbarkeit, etc.) für mich weg.

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