Sessellift blieb stecken: 160 Skifahrer abgeseilt

6. Jänner 2011, 17:32
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Vier Hubschrauber im Einsatz - Gerettete unversehrt

Linz - Auf dem Kasberg bei Grünau im Almtal in Oberösterreich sind am Donnerstag rund 160 Wintersportler auf einem defekten Sessellift festgesessen. Sie konnten in einer groß angelegten Bergungsaktion befreit werden. Vier Hubschrauber mit Spezialgeräten waren im Einsatz, Verletzte gab es nicht.

Der Zwischenfall ereignete sich gegen Mittag bei der sogenannten "Ochsenkogelbahn". Es dürfte zuerst zu einem technischen Defekt gekommen sein. Beim Einschalten des Notbetriebs brach dann vermutlich eine Welle, der Lift kam endgültig zum Stillstand.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften - darunter Bergrettung, Alpinpolizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr, drei ÖAMTC-Notarzthubschrauber und ein Polizeihelikopter - wurde zum Einsatzort gerufen. Die meisten Skifahrer wurden direkt aus den Sesseln abgeseilt. 17 Personen konnten aufgrund des unwegsamen Geländes nur an einem Tau hängend vom Hubschrauber ausgeflogen werden.

Skifahrer von Zaun gepfählt

In der ersten Woche des neuen Jahres gab es mehrere schwere Wintersportunfälle: Ein 53 Jahre alter Villacher wurde bei einem Hobbyskirennen auf dem Kärntner Falkert lebensgefährlich verletzt. Der Mann stürzte gegen einen Begrenzungszaun und wurde gepfählt. In Mieders im Tiroler Stubaital erlitt ein 43-Jähriger Deutscher bei einem Rodelunfall Brustverletzungen, in der Wildschönau im Bezirk Kufstein stürzte ein 66-jähriger Skifahrer aus Deutschland und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. In Sölden im Ötztal sprang eine 56 Jahre alte Russin vom Sessellift und brach sich das Bein. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 7.1.2011)

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    Seilbergung mit vier Hubschraubern auf dem oberösterreichischen Kasberg.

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