Deutscher Markt für Unterhaltungselektronik besser als EU-Trend

6. Jänner 2011, 14:17
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Umsatz heuer mit 12,5 Mrd. Euro voraussichtlich dennoch 1,7 Prozent niedriger als 2010

Der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik wird sich Prognosen zufolge trotz eines minimalen Rückgangs 2011 besser entwickeln als in anderen EU-Ländern. In diesem Jahr werden in Deutschland voraussichtlich 12,5 Mrd. Euro mit Flachbildfernsehern, Digitalkameras und anderen Produkten umgesetzt, und damit 1,7 Prozent weniger als im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2010, wie der Branchenverband Bitkom am Donnerstag in Berlin unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsinstituts European Information Technology Observatory mitteilte. Der EU-Markt insgesamt wird den Erwartungen zufolge um rund sieben Prozent auf etwas mehr als 56 Mrd. Euro schrumpfen.

Wachstum

Das stärkste Umsatzwachstum in der EU wird es den Angaben zufolge mit rund 1,2 Mrd. Euro beziehungsweise 41 Prozent bei den Blu-ray-Playern geben. In Deutschland werde der Umsatz mit diesen Geräten um rund 66 Prozent auf 347 Mio. Euro steigen. Das umsatzstarke Segment der Flachbildfernseher wird laut Prognose in Deutschland entgegen dem EU-Trend weiter zulegen. Während bei den europäischen Nachbarn der Absatz bei den Flachbildfernsehern um eine halbe Million auf 61 Millionen Geräte zurückgehen solle, werde in Deutschland ein Rekordabsatz von 9,8 Millionen Geräten erwartet.

Verschmelzung

Anlässlich der am Donnerstag in Las Vegas gestarteten Consumer Electronics Show (CES), der weltweit größten Fachmesse zum Thema Unterhaltungselektronik, nannte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer "die Verschmelzung von Internet und Fernsehen sowie die Heimvernetzung" als Trends für dieses Jahr. Vor allem in Deutschland werde die Abschaltung des analogen Satellitenempfangs im April 2012 zu einem Boom bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen führen, sagte Scheer. "Viele Haushalte sind für einen digitalen TV-Empfang noch nicht ausgestattet und werden nun nachrüsten", fügte er hinzu. (APA/dapd)

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