Europas Börsen schließen uneinheitlich

6. Jänner 2011, 18:55
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Zurückhaltung vor US-Arbeitsmarktbericht am Freitag

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Donnerstag uneinheitlich beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent bei 2.836,23 Zählern aus dem Handel. Nachdem die Hoffnung auf eine nachhaltige Wirtschaftserholung den Kursen lange Zeit nach oben verhalf, schmolzen die Gewinne am Nachmittag dahin.

Anleger positionierten sich auf beiden Seiten des Ozeans etwas zurückhaltend für den am Freitag folgenden US-Arbeitsmarktbericht, nachdem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA zuvor keine positiven Impulse mehr lieferten. Am Mittwoch noch hatte der Dienstleister ADP mit guten Beschäftigungszahlen überrascht.

Unter den Sektoren waren vor allem Versicherungstitel gefragt. Axa schlossen 1,96 Prozent höher bei 13,50 Euro und die Papiere der Allianz konnten 1,56 Prozent zulegen. Auch ING gewannen 1,49 Prozent auf 7,58 Euro. Schwach zeigten sich dagegen spanische Bankenwerte, die von neuen Sorgen über die Staatsverschuldung belastet wurden. Papiere der Spanischen Bank BBVA rutschten um 2,16 Prozent auf 7,341 Euro ab und Banco Santander standen dem mit einem Minus von 2,08 Prozent nur wenig nach. Auch die Papiere der italienischen Unicredit büßten 1,52 Prozent ein.

Lufthansa-Aktien haben ihren zu Jahresbeginn eingeleiteten Höhenflug mit einem Plus von 2,60 Prozent auf 17,39 Euro wieder aufgenommen. Händler verwiesen vor allem auf die Tarifeinigung vom Vorabend mit dem Bodenpersonal der österreichischen Tochter Austrian Airlines (AUA), mit der ein Streik abgewendet wurde.

An die Spitze des EuroStoxx kletterten jedoch die Bayer-Aktien, die 2,82 Prozent auf 55,72 Euro gewannen. JPMorgan-Analystin Alexandra Hauber stufte den Chemie- und Pharmakonzern als einen "Top Pick" im ansonsten untergewichteten Pharmasektor ein. Die Papiere von Novartis, die ebenfalls entsprechend hervorgehoben wurden, legten in Zürich um moderate 0,09 Prozent auf 55,80 Franken zu.

In London verhalfen Pläne von Microsoft den Anteilen der ARM Holding zu einem Plus von 2,25 Prozent auf 496,95 Pence. Der US-Softwareriese will sein Betriebssystem Windows künftig nicht mehr nur auf Intel-Prozessoren ausrichten, sondern auch auf die im Geschäft mit Smartphones und Tablet-PCs dominierende Plattform des britischen Chipherstellers.

EADS-Aktien zogen als Favorit in Paris um 3,75 Prozent auf 19,08 Euro an. Der Flugzeugbauer Airbus hat aus Südkorea einen Großauftrag über sechs Exemplare seines Flaggschiffs A380 erhalten. (APA)

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