Mineralölkonzern

OMV investiert in Tunesien

6. Jänner 2011, 11:05

Austro-Konzern übernimmt Explorations- und Produktionsgeschäft von Pioneer Natural Resources um 800 Millionen Dollar

Wien - Der börsenotierte österreichische Mineralölkonzern OMV kauft das tunesische Explorations- und Produktions-Geschäft des US-amerikanischen Öl- und Erdgasförderers Pioneer Natural Resources. Der Kaufpreis beträgt 800 Mio. Dollar (605 Mio. Euro), dazu kommt ein "working capital" von 65,7 Mio. Dollar, das zum Closing der Transaktion auf der Grundlage des geprüften Jahresabschlusses 2010 angepasst und um eine allfällige Dividendenausschüttung an den Verkäufer sowie eine allfällige Kapitalzufuhr vom Verkäufer nach dem 31. Dezember 2010 bereinigt wird. Mit dem Abschluss der Transaktion werde im ersten Quartal 2011 gerechnet, teilte die OMV am Donnerstag mit.

Die Vereinbarung über den Kauf sämtlicher Kapitalanteile an Pioneer Natural Resources Tunisia Ltd. und an Pioneer Natural Resources Anaguid Ltd. (zusammen "Pioneer Tunisia") sei heute von der 100-prozentigen OMV-Tochter OMV (Tunesien) Production GmbH unterzeichnet worden, heißt es in der Mitteilung. Die Transaktion führe unmittelbar zu einer Produktionssteigerung für die OMV und bringe signifikante Explorations- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein erhebliches operatives Synergiepotenzial durch die Nähe zu bestehenden OMV-Anlagen in Tunesien. "OMV gelingt es dadurch, ihre Produktions- und Reservenbasis in Tunesien substanziell zu steigern und damit zu einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren beizutragen", sagte E&P-Vorstand Jaap Huijskes laut Mitteilung.

Die OMV erwirbt unmittelbar eine Produktion von rund 5.700 boe/d, 90 Prozent davon entfallen auf Öl und 10 Prozent auf Gas. Sowohl die OMV als auch Pioneer Tunisia sind Partner im South Tunisia Gas Project (STGP), das zum Ziel hat, bis 2014 eine 320 km lange Gaspipeline von der Adam-Produktionslizenz bis zur Stadt Gabes zu errichten, um den tunesischen Inlandsmarkt mit Gas zu versorgen.

Der Kaufpreis für diese Übernahme wird zunächst mit vorhandenem Barvermögen und zugesicherten Kreditlinien finanziert. "OMV fühlt sich zu strikter Kapitaldisziplin verpflichtet und hat das klare Ziel, ein starkes Investment Grade Credit Rating aufrechtzuerhalten", wird betont.

Die Pioneer Tunisia hält in Tunesien Anteile an den Produktionslizenzen Jenein Nord-Cherouq (50 Prozent, Betriebsführer), Mona/Durra (30 Prozent, Betriebsführer) und Adam (20 Prozent) sowie an den Explorationslizenzen Jenein Nord (100 Prozent, Betriebsführer), Anaguid (60 Prozent, Betriebsführer), El Hamra (100 Prozent, Betriebsführer) und Borj-El-Khadra (40 Prozent). Die OMV hält derzeit Anteile an zwei Explorations- und sechs Produktionslizenzen in Tunesien. In den ersten neun Monaten 2010 wurde eine Produktion von rund 7.000 boe/d erzielt. (APA)

Fred Stiller
01

wird deswegen über die aufstände nicht berichtet?

Voll in die Kaldaunen!
00
Ja, aber

dafür haben wir uns schon militärisch vorbereitet:
1.haben wir im Tschad mit Entwicklungshilfegeld und mit dem Jagdkommando den Wüstenkrieg geübt und
2.halten wir "ab 1. Jänner 2011 rund 180 Soldatinnen und Soldaten für EU-Kriseneinsätze (Battle groups) bereit". Wenn wir dann
3.sagen wir im Jahr 2015 die OMV-Interessen in Tunesien schützen müssen, wird sich sicher ein klingender Euphemismus dafür finden: "Wir verteidigen unser GÖSSER-Bier in MONASTIR!"
Hat jemand einen anderen Vorschlag?

Roky Erickson
01
Dass man mit Diktaturen gute Geschäfte machen kann ...

... zeigt uns jetzt Sozialdemokrat Ruttensdorfer.

Herzerzog Johann
00

Wennst nur mit Staaten, welche du für p.c. hältst, Geschäfte machst, dann wirst wohl nicht sehr weit kommen.

3210
40
800 Millionen Dollar fließen in tunesisches Ölgeschäft

Häää!? Und das in Österreich?

Warum nicht auf ein Meischberger-Konto?

Ist das überhaupt legal?
Kennt der Meischberger schon seine Leistung und
haben die Rumpolds schon eine 100.000 Euro Pressekonferenz (inkl. Blumenschmuck wohlgemerkt) gemacht?

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