Erste Group rät zu "Stock Picking" in Osteuropa

5. Jänner 2011, 14:23
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Institut erwartet für 2011 im Schnitt 2,9 Prozent BIP-Plus - "Nur mehr" drei Prozent Potenzialwachstum nach der Krise

Wien - Die Erste Group rechnet für heuer mit einer moderat günstigen Marktstimmung in Osteuropa, rät aber zu selektivem Vorgehen beim Kauf von Aktien. In der am Mittwoch veröffentlichten Aktienstrategie befürwortet das Institut "Stock Picking als zentrale Anlagestrategie".

Die in acht Ländern Osteuropas vertretene Bank erwartet in diesem Raum 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent, für 2012 wieder eines von 3,8 Prozent. Damit liegt man zwar doppelt so hoch wie im Euroraum, aber deutlich unter den vor 2008 verbreiteten Prognosen.

"Vor der Krise haben wir ein Potenzialwachstum von 5 Prozent angenommen, heute gehen wir von 3 Prozent aus", sagte Juraj Kotian, Erste-Analyst für die Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas. "Ich bin mir nicht so sicher, ob das (hohe) Wachstum vor der Krise gesund war, in Zukunft sollte es stabiler ausfallen", sagte Henning Eßkuchen, ein Autor des vorgestellten Aktien-Researchberichts.

"Zykliker" empfohlen

Die Konjunktur werde dieses Jahr stärker als bisher vom privaten Binnenkonsum abhängen, glaubt man in der Bank. Eßkuchen erwartet für heuer, dass die Gewinne der Unternehmen um 23 Prozent wachsen werden und empfiehlt sogenannte "Zykliker" - also Unternehmen, die in hohem Ausmaß von der Konjunktur abhängig sind. Die Bewertungen der Aktien sieht man trotz bereits erfolgter Aufwärtsbewegung noch 20 Prozent unter dem historischen Schnitt, es "gibt da noch Luft nach oben". Grundsätzlich erwartet die Erste ein positives Aktienjahr in Osteuropa. (APA)

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