Weltraumteleskope enthüllen Andromedas Ringe

5. Jänner 2011, 17:01
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"Herschel" und "XMM-Newton" zeigen den Beginn und das Ende stellarer Lebenszyklen

Paris - Zwei europäische Weltraumteleskope haben den bisher genauesten Blick auf Geburt und Tod von Sternen in unserer Nachbargalaxie geworfen. Die Kombinationsaufnahme der Teleskope "Herschel" und "XMM-Newton" zeige die Andromeda-Galaxie in einem neuen Licht, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA am Mittwoch in Paris mit: Auf dem Falschfarbenfoto sind riesige Ringe der Sternentstehung in gelbrot zu sehen, dazu in blau die Röntgenstrahlung von Sternen am Ende ihres Lebenszyklus.

Im Infrarot leuchten vor allem Staub und Gas, aus denen sich neue Sterne zusammenballen. Die "Herschel"-Aufnahme belege, dass es nicht nur einen einzigen großen Ring der Sternentstehung in unserer großen Nachbar-Galaxie gebe, sondern mindestens fünf, erklärte die ESA.

Am Ende des Zyklus

Das Röntgenteleskop "XMM-Newton" lichtete hunderte Röntgenquellen in der Nachbargalaxie ab. Dabei handle es sich etwa um die Schockwellen explodierter Sonnen sowie um Sternleichen, die kontinuierlich Gas von einem Nachbarstern absaugen. Dieses Gas erhitzt sich so stark, während es auf den ausgebrannten Stern fällt, dass es im Röntgenspektrum hell leuchtet. Saugt der Sternenrest zu viel fremdes Gas an, kann er explodieren.

Weder die Infrarot- noch die Röntgenstrahlung lasse sich vom Erdboden beobachten, da beide von der Erdatmosphäre verschluckt würden, betonte die ESA. Die Beobachtungen der Weltraumteleskope sollen daher das Bild vom Lebenslauf der Sterne vervollständigen. (APA/red)

  • Stellare Lebenszyklen auf einem Kombi-Bild vereint: Das Infrarotbild zeigt Ansammlungen von Staub und Gas, in denen sich künftige Sterne bilden. "Ausgewachsene" Sterne sind im optischen Teil des Spektrums zu sehen - am Ende ihres Daseins werden sie so aussehen wie die hellen Punkte, die auf der Röntgen-Aufnahme zu sehen sind.
    foto: esa/herschel/pacs/spire/j. fritz, u. gent; x-ray: esa/xmm-newton/epic/w. pietsch, mpe; r. gendler

    Stellare Lebenszyklen auf einem Kombi-Bild vereint: Das Infrarotbild zeigt Ansammlungen von Staub und Gas, in denen sich künftige Sterne bilden. "Ausgewachsene" Sterne sind im optischen Teil des Spektrums zu sehen - am Ende ihres Daseins werden sie so aussehen wie die hellen Punkte, die auf der Röntgen-Aufnahme zu sehen sind.

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