GRAS: Vorschlag der Findungskommission zu wenig weiblich

5. Jänner 2011, 13:10
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Dreiervorschlag allerdings nicht verbindlich - Senat muss ihn nur berücksichtigen

Die Grünen Alternativen StudentInnen (Gras) haben in einer Aussendung den Dreiervorschlag der Findungskommission für den Rektorsposten an der Uni Wien kritisiert. Grund dafür ist, dass sich keine Frau in dem Vorschlag befindet. "Es ist bezeichnend, dass die Universitäten, die auch sonst immer mehr zu abgeriegelten Elite-Etablissements werden, es auch in punkto Gleichstellung nicht schaffen, an den jahrhundertealten patriarchalen Strukturen zu rütteln", heißt es in der Stellungnahme dazu.

Gras fordert Wiederholung

Die Findungskommission hatte am Montag ihren Vorschlag bekanntgegeben und bedauert, dass sich keine Frau darunter befindet, es hätte sich aber keine geeignete Kandidatin beworben. Die GRAS hält eine Wiederholung der Ausschreibung für angebracht. "Gerade die Uni Wien will sich immer wieder mit aktiver Frauenförderung rühmen - das ist löblich, sollte sich aber endlich auch in Taten widerspiegeln", so eine Studentin der GRAS.

Der Vorschlag der Findungskommission ist nicht verbindlich. Der Senat muss unter dessen Berücksichtigung in den nächsten vier Wochen seinen eigenen Dreiervorschlag dem Universitätsrat unterbreiten. (red, derStandard.at, 5.1.2011)

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