Pflege: Wifo erwartet Explosion der Ausgaben für Sachleistungen

5. Jänner 2011, 12:48
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BIP-Anteil soll bis 2030 von 0,5 auf bis zu 1,5 Prozent steigen

Wien - Die Pflegekosten steigen, vor allem die von Ländern und Gemeinden getragenen Sachleistungen werden immer teurer, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose. Der Aufwand dafür soll demnach von zuletzt rund 0,5 Prozent des BIP auf bis zu 1,5 Prozent im Jahr 2030 explodieren. Insgesamt gab die öffentliche Hand 2008 rund 4,1 Mrd. Euro für Pflegeleistungen aus.

Die Geldleistungen im Bundes- und Landespflegegeld steigen zwar auch, ihr BIP-Anteil bleibt laut der Projektion des Wifo mit 0,7 bzw. 0,1 Prozent aber gleich. Dass vor allem die Sachleistungen mehr Geld verschlingen werden, liegt laut Thomas Url vom Wifo am demografischen Wandel, der Verlagerung von Leistungen aus der Familie zur öffentlichen Hand und der erwarteten überdurchschnittlichen Preisentwicklung für Pflegeleistungen. (APA)

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