Bei 20 Prozent der Patienten ohne Nutzen

5. Jänner 2011, 14:19
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Bei medizinisch nicht indizierter Implantation erhöht sich das Mortalitätsrisiko

Washington - Etwa ein Fünftel aller eingesetzten Herzschrittmacher sind einer US-Studie zufolge für die behandelten Patienten eher schädlich als hilfreich. Wer ein solches Gerät bekomme, obwohl er es aus medizinischer Sicht nicht brauche, sei einem stark erhöhten Todesrisiko ausgesetzt, berichtete eine Forschungsgruppe von Medizinern aus der Stadt Durham im US-Staat North Carolina am Dienstag (Ortszeit) in der Fachzeitschrift "JAMA".

Ohne nachweisbaren Nutzen

Die Ärzte hatten für die Studie mehr als 100.000 Patienten mit Herzschrittmachern untersucht. Während die Geräte bei fortgeschrittener Herzmuskelschwäche Leben verlängern könnten, hätten sie nach Herzinfarkten, Bypassoperationen oder Herzversagen keinen nachweisbaren Nutzen, berichteten die Mediziner.

Das Risiko von Komplikationen sei zwar stets etwa gleich hoch, könne aber in allen Fällen außer bei den Herzmuskelstörungen komplett ausgeschlossen werden, indem erst gar keine Schrittmacher eingesetzt würden. Die Studie habe ergeben, dass der Einsatz von Herzschrittmachern in gut 25.000 von fast 112.000 falsch gewesen sei, weil die Diagnosen auf Herzinfarkte oder Herzversagen lauteten. (APA)

 

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