AMD stellt "Fusion" vor

5. Jänner 2011, 11:29
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Neue Chip-Familie soll auch mobilen Geräten Multikern-Rechenleistung bieten

Für seine neue Chip-Familie Fusion hat sich der Chip-Designer AMD breite Unterstützung durch Software- und Hardware- Entwickler gesichert. Damit soll den Verbrauchern schon bald eine große Palette neuer Geräte zur Verfügung stehen, die die Möglichkeiten der Chips optimal ausnutzen, kündigte AMD am Dienstag in Las Vegas vor Beginn der US-Elektronik-Messe CES an.

Sandy Bridge

AMD legt damit im Wettlauf um die Zeit gegen seinen großen Rivalen Intel einen Zahn zu. Beide Unternehmen wollen mit einem frühestmöglichen Start ihrer neuen Prozessoren den Markt für sich gewinnen. Auch Branchenführer Intel hat zur CES 2011 in der Wüstenstadt Einzelheiten seiner neuen Prozessorlinie mit dem Codenamen Sandy Bridge bekanntgeben. Erste Geräte mit den neuen Prozessoren wird es voraussichtlich Ende des Jahres geben.

Die Kombination von Rechen- und Grafik-Einheit auf einem Stück Silizium soll künftig großen und kleinen Computern neue Kräfte verleihen. Die Kombichips sollen zum Beispiel beim Abspielen von Videos oder grafisch aufwendigen Computerspielen eine deutlich bessere Performance bieten, indem auch einfache Rechenaufgaben vom Grafik-Chip (GPU) übernommen werden. Vor allem für den neuen Trend 3D-Video könnten die Prozessoren künftige Rechner fit für die Zukunft machen.

Die waghalsige und Milliarden Dollar teure Übernahme des Grafikspezialisten ATI

"AMD und seine Partner führen den Weg an in eine neue Ära der Computernutzung, die sich durch Unterhaltung, außergewöhnliche Internet-Nutzung und schnelle, effiziente Rechenaufgaben für die digitale Arbeit auszeichnet", sagte AMD-Topmanager John Taylor. Fusion soll auch mobilen Geräten Multikern-Rechenleistung bieten und gleichzeitig die Akku-Laufzeit deutlich verlängern. AMD kündigte erste Geräte von großen Herstellern an, unter anderem von Acer, Asus, Samsung und Sony. Auch Intel will auf der CES den Stand seiner Entwicklung bekanntgeben sowie neue Partnerschaften ankündigen.

Für AMD könnte sich mit den neuen Prozessoren auch die waghalsige und Milliarden Dollar teure Übernahme des Grafikspezialisten ATI endlich auszahlen. Intel hatte zuvor parallel noch einen zweiten Ansatz verfolgt: In den Forschungslabors des Chipriesen arbeiteten die Ingenieure an einer völlig neuen Architektur, bei der nicht nur die Grafik-Einheit GPU auf die Rechenplattform integriert wird, sondern direkt auf der x86-Chip-Architektur laufen soll. Das soll es Softwareentwicklern deutlich leichter machen, Anwendungen für die Chips zu programmieren. (APA)

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